20 gefährliche Giftpflanzen

Im Kleingarten können einige Giftpflanzen eine Gefahr darstellen, vor allem für Kinder und Haustiere. Hier sind einige der gefährlichsten Giftpflanzen, die oft in Gärten zu finden sind:

  1. Eibe (Taxus baccata)
  • Giftstoffe: Taxin A und B, sowie Cyanogene Glycoside.
  • Giftige Teile: Alle Pflanzenteile außer dem roten Samenmantel.
  • Gefahr: Bereits kleine Mengen können tödlich sein. Besonders gefährlich für Kinder und Haustiere.
  1. Fingerhut (Digitalis purpurea)
  • Giftstoffe: Digitalis-Glykoside.
  • Giftige Teile: Alle Pflanzenteile.
  • Gefahr: Führt zu Herzrhythmusstörungen, Übelkeit und in hohen Dosen zum Tod.
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3. Herbstzeitlose (Colchicum autumnale)

  • Giftstoffe: Colchicin.
  • Giftige Teile: Alle Pflanzenteile, insbesondere die Zwiebeln und Samen.
  • Gefahr: Symptome wie Erbrechen, Durchfall, Kreislaufkollaps und Organversagen.
  1. Goldregen (Laburnum anagyroides)
  • Giftstoffe: Cytisin.
  • Giftige Teile: Alle Pflanzenteile, besonders die Samen.
  • Gefahr: Erbrechen, Krämpfe, Atemnot und Herzversagen.

  1. Engelstrompete (Brugmansia)
  • Giftstoffe: Tropanalkaloide wie Scopolamin und Atropin.
  • Giftige Teile: Alle Pflanzenteile, besonders Blüten und Samen.
  • Gefahr: Halluzinationen, Atemlähmung und Tod.

  1. Rizinus (Ricinus communis)
  • Giftstoffe: Ricin.
  • Giftige Teile: Besonders die Samen.
  • Gefahr: Extrem giftig, selbst ein einziger Samen kann für Kinder tödlich sein.

  1. Maiglöckchen (Convallaria majalis)
  • Giftstoffe: Herzglykoside.
  • Giftige Teile: Alle Pflanzenteile.
  • Gefahr: Herzrhythmusstörungen, Übelkeit und Kreislaufversagen.

  1. Tollkirsche (Atropa belladonna)
  1. Eisenhut (Aconitum napellus)
  • Giftstoffe: Aconitin.
  • Giftige Teile: Alle Pflanzenteile, vor allem die Wurzeln.
  • Gefahr: Herzstillstand und Atemlähmung, bereits Hautkontakt kann gefährlich sein.

  1. Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus)
  • Giftstoffe: Alkaloide und Glycoside.
  • Giftige Teile: Alle Pflanzenteile, besonders die Samen.
  • Gefahr: Schwindel, Krämpfe, Herzrhythmusstörungen.

  1. Blauregen (Wisteria)
  • Giftstoffe: Lectine und Wistarin.
  • Giftige Teile: Besonders Samen und Schoten.
  • Gefahr: Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Kreislaufprobleme.

  1. Oleander (Nerium oleander)
  • Giftstoffe: Herzglykoside (Oleandrin und Neriin).
  • Giftige Teile: Alle Pflanzenteile.
  • Gefahr: Herzrhythmusstörungen, Übelkeit, Krämpfe und Tod.

  1. Robinie (Robinia pseudoacacia)
  • Giftstoffe: Robin, Phasin.
  • Giftige Teile: Rinde, Blätter und Samen.
  • Gefahr: Magen-Darm-Beschwerden, Kreislaufprobleme, Atemlähmung.

  1. Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Giftstoffe: Saponine.
  • Giftige Teile: Besonders die Beeren.
  • Gefahr: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Schwäche.

  1. Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus)
  1. Schwarzer Nachtschatten (Solanum nigrum)
  • Giftstoffe: Solanin.
  • Giftige Teile: Alle Pflanzenteile, besonders unreife Beeren.
  • Gefahr: Erbrechen, Durchfall, Lähmungen und Herzprobleme.

  1. Wolfsmilch (Euphorbia)
  • Giftstoffe: Diterpenester.
  • Giftige Teile: Milchsaft (in allen Pflanzenteilen enthalten).
  • Gefahr: Hautreizungen, Augenentzündungen, Magen-Darm-Beschwerden.

  1. Aronstab (Arum maculatum)
  • Giftstoffe: Oxalate.
  • Giftige Teile: Alle Pflanzenteile, besonders die Beeren.
  • Gefahr: Brennen im Mund, Schwellungen, Erbrechen, Atemprobleme.

  1. Lorbeerrose (Kalmia latifolia)
  • Giftstoffe: Grayanotoxine.
  • Giftige Teile: Alle Pflanzenteile.
  • Gefahr: Übelkeit, Lähmungen, Herzrhythmusstörungen.

  1. Bilsenkraut (Hyoscyamus niger)
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Vorsicht bei Kindern und Haustieren!

Viele dieser Pflanzen sind verlockend durch ihre Farben oder Formen. Es ist wichtig, sie klar zu kennzeichnen oder in Bereichen zu pflanzen, die schwer zugänglich sind.

Was tun bei Vergiftungen?

  • Sofort einen Arzt oder den Giftnotruf kontaktieren.
  • Kein Erbrechen herbeiführen, außer es wird ausdrücklich empfohlen.
  • Die Pflanzenteile (z. B. Blätter oder Beeren) aufbewahren, um sie den Ärzten zu zeigen.

Das sichere Entfernen giftiger Pflanzen im Kleingarten erfordert Vorsicht, um direkten Kontakt mit den Giftstoffen zu vermeiden. Hier ist eine allgemeine Anleitung:

  1. Vorbereitung
  • Schutzausrüstung tragen:
    • Handschuhe (am besten aus Gummi oder Latex).
    • Lange Ärmel und lange Hosen.
    • Schutzbrille (bei Pflanzen mit Milchsaft, z. B. Wolfsmilch).
    • Maske (bei Staub oder Pollen empfindlicher Pflanzen wie Engelstrompete).
  • Werkzeug bereitstellen:
    • Gartenschere, Spaten, Schaufel und ggf. Rechen.
    • Einen stabilen Müllsack oder Behälter für die Pflanzenreste.
  1. Entfernungsschritte
  1. Pflanzenteile abschneiden:
    • Schneide zunächst die oberirdischen Teile ab (Blätter, Blüten, Früchte).
    • Achte darauf, dass keine Pflanzenteile am Boden zurückbleiben.
  2. Wurzel entfernen:
    • Grabe die Pflanze samt Wurzel aus, um ein Nachwachsen zu verhindern.
    • Bei hartnäckigen Pflanzen wie Eibe oder Robinie kann es notwendig sein, Wurzeln nachzuziehen.
  3. Gefahr durch Milchsaft oder Pollen minimieren:
    • Wische Milchsaft mit einem feuchten Tuch vom Werkzeug ab, bevor du es weiterverwendest.
    • Halte Abstand zu anderen Pflanzen, um den Kontakt mit Pollen oder Milchsaft zu vermeiden.
  1. Entsorgung
  • Nicht auf dem Kompost entsorgen: Giftstoffe können im Kompost verbleiben und Gartenböden kontaminieren.
  • In Müllsäcken verpacken:
    • Feste Kunststoffsäcke verwenden.
    • Den Sack gut verschließen und bei der örtlichen Abfallannahme (z. B. Sondermüll oder Grünabfall) entsorgen.
  • Keine Verbrennung: Einige Pflanzen wie Oleander oder Rizinus setzen beim Verbrennen giftige Dämpfe frei.
  1. Nachsorge
  • Werkzeug reinigen:
    • Wasche alle Gartengeräte gründlich mit Wasser und Seife.
  • Hautkontakt vermeiden:
    • Wasch deine Hände und Arme gründlich, auch wenn du Handschuhe getragen hast.
  • Kontrollieren:
    • Überprüfe den Garten regelmäßig, ob sich neue Pflanzen aus Samen oder Wurzeln gebildet haben.
  1. Zusätzliche Sicherheitstipps
  • Kinder und Haustiere fernhalten: Entferne giftige Pflanzen nur, wenn der Bereich gesichert ist.
  • Professionelle Hilfe: Bei großen oder schwer zugänglichen Pflanzen wie großen Eiben oder Robinien kann es sinnvoll sein, einen Fachbetrieb zu beauftragen.

Posted by Redaktion