Gemüse

Antillengurke

Die Cucumis anguria, auch bekannt als Antillengurke, Westindische Stachelgurke oder Igelgurke, ist eine interessante Pflanze aus der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Sie stammt ursprünglich aus Afrika, ist aber mittlerweile in vielen tropischen und subtropischen Regionen verbreitet, darunter die Karibik, Mittel- und Südamerika. Sie ist nicht mit der klassischen Gurke (Cucumis sativus) zu verwechseln, aber ihre Früchte erinnern optisch und geschmacklich an kleine, stachelige Gurken.

Aussehen und Eigenschaften:

  • Wuchsform: Kriechende oder kletternde Pflanze mit Ranken, ähnlich wie klassische Gurken.
  • Blätter: Herzförmig, leicht behaart, mit gezacktem Rand.
  • Blüten: Gelb und relativ unscheinbar, getrenntgeschlechtlich (männliche und weibliche Blüten auf derselben Pflanze).

Früchte: Oval, 4–8 cm lang, mit weicher, stacheliger Schale. Die Farbe reicht von hellgrün bis gelblich, wenn reif.

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Anbau und Standort:

  1. Standort:
    • Licht: Die Antillengurke liebt volle Sonne. Ein Standort mit mindestens 6–8 Stunden direkter Sonneneinstrahlung ist ideal.
    • Temperatur: Sie bevorzugt warme Temperaturen zwischen 20–30 °C. Frost verträgt sie nicht, daher erst nach den Eisheiligen ins Freiland pflanzen.
    • Boden: Leicht sandige, humusreiche Böden mit guter Drainage sind optimal. Der pH-Wert sollte zwischen 6,0 und 6,8 liegen.

2. Aussaat und Pflanzung:

    • Vorkultur: Ab März/April im Haus oder Gewächshaus vorziehen. Samen etwa 1–2 cm tief in Anzuchterde legen.
    • Keimtemperatur: 22–25 °C, Keimdauer ca. 7–14 Tage.
    • Abhärtung: Vor dem Auspflanzen ins Freiland die Jungpflanzen einige Tage an die Außentemperaturen gewöhnen.
    • Pflanzabstand: 50–70 cm zwischen den Pflanzen, bei Reihenpflanzung ca. 100 cm Reihenabstand.
    • Rankhilfe: Da die Pflanze klettert, empfiehlt sich ein Spalier, Zaun oder eine andere Rankhilfe.

Pflege:

  1. Gießen:
    • Regelmäßig und gleichmäßig gießen, der Boden sollte stets leicht feucht, aber nicht nass sein.
    • Staunässe vermeiden, da dies Wurzelfäule begünstigt.
    • Mulchen hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten.
  2. Düngen:
    • Vor dem Pflanzen Kompost oder organischen Dünger (z.B. gut verrotteter Mist) in den Boden einarbeiten.
    • Während der Wachstumsphase alle 2–3 Wochen mit einem flüssigen organischen Dünger oder Brennnesseljauche nachdüngen.
    • Kaliumreiche Düngung fördert die Fruchtbildung.
  3. Schnittmaßnahmen:
    • Kein Rückschnitt nötig, außer zur Formgebung oder zur besseren Belüftung der Pflanze.
    • Entfernen von alten, kranken oder schwachen Blättern fördert die Gesundheit der Pflanze.

Der Geschmack der Kiwano ist erfrischend, leicht herb und stellt eine Mischung aus Banane, Limette, Gurke und Melone dar.



Die Früchte können roh oder gegart gegessen werden. Sie stammt aus Zentralamerika und dem tropisch-andinen Südamerika. Sie wird als Zier- und Gemüsepflanze genutzt.



Die Früchte können roh oder gegart gegessen werden. Sie stammt aus Zentralamerika und dem tropisch-andinen Südamerika. Sie wird als Zier- und Gemüsepflanze genutzt.


Fortpflanzung und Samengewinnung:

  1. Bestäubung:
    • Die Pflanze ist insektenbestäubt, meist durch Bienen.
    • Bei fehlender Bestäubung kann man mit einem Pinsel nachhelfen.
  2. Samenernte:
    • Für die Saatgutgewinnung sollten die Früchte voll ausgereift sein (gelbliche Färbung).
    • Frucht aufschneiden, Samen herauslösen und gründlich waschen.
    • Fermentierung: Wie bei Tomaten kann eine kurze Fermentierung helfen, die Samenschale von Fruchtfleischresten zu befreien.
    • Die Samen anschließend an einem schattigen, gut belüfteten Ort trocknen lassen.

Lagerung: In einem luftdichten Behälter kühl und dunkel lagern, Keimfähigkeit ca. 2–4 Jahre.

Krankheiten und Schädlinge:

  1. Typische Probleme:
    • Mehltau (echter und falscher): Weißer Belag auf den Blättern.
    • Blattläuse: Saugen an jungen Trieben, führen zu Blattverkrüppelungen.
    • Schnecken: Jungpflanzen sind besonders gefährdet.
  2. Vorbeugung:
    • Gute Luftzirkulation durch nicht zu dichtes Pflanzen.
    • Mulchen hilft, den Boden feucht zu halten und das Spritzen von Pilzsporen zu reduzieren.
    • Natürliche Fressfeinde wie Marienkäfer gegen Blattläuse fördern.

Fazit:

Die Antillengurke ist eine pflegeleichte und vielseitige Pflanze, die sich sowohl für den Nutz- als auch den Ziergarten eignet. Sie ist relativ robust und gedeiht bei richtiger Pflege üppig. Aufgrund ihrer exotischen Optik und ihres frischen Geschmacks stellt sie eine interessante Alternative zu klassischen Gurken dar.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Exoten, Gemüse

Breaking News aus dem Gartenbau!

In einer spektakulären Entdeckung hat ein kleines Genie eine brandneue Kartoffelsorte identifiziert: die Bellkartoffel (Bellpotatoes – Solanum tintinnabulum)!

Diese außergewöhnliche Knolle hat eine ganz besondere Fähigkeit – sie kann Wühlmäuse abwehren.

Wie funktioniert das? Die Bellkartoffel besitzt ein eingebautes Warnsystem, das bei Gefahr ein lautstarkes „Wau-Wau“ und „Ding-Dong“ von sich gibt. Sobald eine Wühlmaus versucht, sich an die Wurzeln heranzumachen, schlägt die Bellkartoffel Alarm. Experten sind begeistert und sehen in der Bellkartoffel die Lösung für nervige Nagerprobleme in Gärten und Feldern.

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„Die Bellkartoffel wird die Landwirtschaft revolutionieren“, so ein Kartoffelwissenschaftler. „Es ist, als hätte jemand eine Alarmanlage mit einer Kartoffel gekreuzt – genial!“

Derzeit wird auch erforscht, ob die Bellkartoffel in der Lage ist, Nachbarn zu begrüßen oder anstehenden Regen vorherzusagen. Fest steht: Diese Knolle hat Zukunft!

Anfragen zum Namen des Genies sind zwecklos, da diese Angaben der Geheimhaltung (AZ: BMEL/GVS/A.L.8/BellPot/2025) des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft unterliegen! 
Posted by Redaktion in Aktuelles, Exoten, Gemüse, Tipps

Die amerikanische Erdbirne

Was ist denn das nun schon wieder?

Die amerikanische Erdbirne ist eigentlich die Apios americana (Indianer- oder Erdnußbohne), eine mehrjährige Kletterpflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Sie stammt aus Nordamerika und bildet essbare, nahrhafte Knollen. Im Gegensatz zur Topinambur, die ebenfalls oft als “Erdbirne” bezeichnet wird, handelt es sich bei Apios americana um eine andere Pflanze.

Anbau in deutschen Kleingärten

Die Apios americana lässt sich auch in deutschen Kleingärten kultivieren, wenn einige Rahmenbedingungen erfüllt sind. Sie ist frosthart und anpassungsfähig, benötigt jedoch eine etwas gezielte Pflege.

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Standort:

  • Halbschattig bis sonnig: Ein Platz mit viel Licht fördert das Wachstum, aber auch Halbschatten wird toleriert.
  • Boden: Gut durchlässige, humusreiche Böden sind optimal. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden.

Pflanzung:

  • Zeitpunkt: Die Knollen werden im Frühjahr, sobald der Boden frostfrei ist (März bis April), etwa 5–10 cm tief gepflanzt.
  • Rankhilfe: Da Apios eine Kletterpflanze ist, braucht sie eine Rankhilfe (z. B. Stäbe, Zäune oder Spaliere), an der sie sich emporwinden kann.

Pflege:

  • Regelmäßig gießen, besonders in der Wachstumsphase.
  • Etwas Kompost oder organischen Dünger einarbeiten, um das Wachstum der Knollen zu fördern.

Vermehrung

  • Apios americana vermehrt sich über die Knollen. Jede Knolle bildet mehrere neue Knollen, die in der nächsten Saison austreiben können.
  • Sie ist weniger invasiv als Topinambur, breitet sich aber bei günstigen Bedingungen dennoch aus. Falls dies unerwünscht ist, empfiehlt sich auch hier eine Wurzelsperre.

Ernte

  • Zeitpunkt: Geerntet wird im Spätherbst (Oktober/November) oder sogar im Frühjahr des folgenden Jahres, wenn die Knollen voll ausgereift sind.
  • Vorgehen: Die Knollen wachsen in einer Kette (ähnlich wie Perlen auf einer Schnur) und werden vorsichtig ausgegraben.
  • Ertrag: Eine Pflanze kann mehrere Hundert Gramm Knollen liefern.

Geschmack und Verwendung

  • Der Geschmack erinnert an eine Mischung aus Süßkartoffeln, Kastanien und Haselnüssen. Die Knollen sind leicht süßlich und nussig.
  • Verwendung:
    • Gekocht: Ähnlich wie Kartoffeln in Eintöpfen, Suppen oder Pürees.
    • Gebacken oder gebraten: Eine herzhafte Beilage.
    • Roh: Kann in dünne Scheiben geschnitten auch roh verzehrt werden.

Invasivität

  • Apios americana ist nicht extrem invasiv, kann sich aber durch die unterirdischen Knollen langsam ausbreiten.
  • Um dies zu kontrollieren, solltest du beim Ernten gründlich vorgehen und keine Knollenreste im Boden zurücklassen.

Besonderheiten

  • Nährstoffgehalt: Apios ist besonders reich an Proteinen (ca. 15 % des Trockengewichts), was sie von vielen anderen Wurzelgemüsen unterscheidet. In Nordamerika wurde sie traditionell von indigenen Völkern als wichtige Nahrungsquelle genutzt.
  • Blüten: Die Pflanze hat attraktive, duftende, erbsenartige Blüten in violetten bis braunen Tönen, die auch Bienen und andere Bestäuber anlocken.

Zusammenfassung

Die Apios americana ist eine spannende Pflanze für den Kleingarten, besonders für diejenigen, die nach einer exotischen, essbaren Knollenpflanze suchen. Sie ist weniger invasiv als Topinambur, erfordert aber etwas mehr Pflege, vor allem durch das Anbringen einer Rankhilfe. Die Knollen sind schmackhaft, nahrhaft und vielseitig in der Küche einsetzbar.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Exoten, Gemüse, Tipps

20 Mythen zur Ernährung aus dem Garten

Ernährungsmythen zu Obst, Gemüse und Kräutern, die oft im Kleingarten angebaut werden.

OBST

Mythos 1: “Äpfel enthalten mehr Vitamine in der Schale, deshalb darf man die Schale nie entfernen.”

Erklärung:
Die Schale von Äpfeln enthält zwar mehr Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe als das Fruchtfleisch, aber der Vitamin-C-Gehalt ist im Fruchtfleisch sogar oft höher. Es stimmt dennoch, dass die Schale wertvolle Nährstoffe bietet, aber nur, wenn der Apfel nicht mit Pestiziden belastet ist.

Mythos 2: “Reife Bananen sind ungesünder, weil sie zu viel Zucker enthalten.”

Erklärung:
Es stimmt, dass der Zuckeranteil in reifen Bananen höher ist, weil Stärke in Zucker umgewandelt wird. Das macht sie jedoch nicht “ungesund”, sondern lediglich energiereicher. Reife Bananen eignen sich hervorragend als schnelle Energiequelle, z. B. beim Sport.

Mythos 3: “Erdbeeren sind schlecht für Diabetiker, weil sie sehr viel Zucker enthalten.”

Erklärung:
Erdbeeren enthalten tatsächlich nur wenig Zucker (ca. 5 g pro 100 g) und haben eine niedrige glykämische Last. Für Diabetiker sind sie daher in moderaten Mengen völlig unproblematisch.

Mythos 4: “Zitronen sind sauer und daher ungesund für den Magen.”

Erklärung:
Zitronen schmecken sauer, wirken im Körper jedoch basisch, da die Zitronensäure während des Stoffwechsels abgebaut wird. Sie fördern die Verdauung und sind nicht schädlich für den Magen, solange sie in Maßen konsumiert werden.

Mythos 5: “Kirschkerne sind giftig und müssen sofort entfernt werden.”

Erklärung:
Kirschkerne enthalten Amygdalin, das Blausäure freisetzen kann, wenn die Kerne zerbissen werden. In intakter Form sind sie jedoch unproblematisch und passieren den Verdauungstrakt unverändert. Es ist kein Problem, sie versehentlich zu verschlucken.

Mythos 6: “Himbeeren sind schlechter für die Gesundheit, wenn sie kleine Käfer enthalten.”

Erklärung:
Die in Himbeeren manchmal vorkommenden kleinen Käfer sind harmlos und stellen keine Gesundheitsgefahr dar. Es ist lediglich eine Frage der Hygiene und Ästhetik. Mit Wasser lassen sich die meisten Insekten einfach entfernen.

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Gemüse

Mythos 7: “Spinat enthält extrem viel Eisen und macht stark, wie Popeye.”

Erklärung:
Dieser Mythos entstand durch einen Kommafehler in einer alten Studie. Spinat enthält zwar Eisen, aber nicht außergewöhnlich viel. Außerdem wird das Eisen aus Spinat schlechter aufgenommen als aus tierischen Quellen.

Mythos 8: “Karotten sind roh gesünder als gekocht.”

Erklärung:
Karotten enthalten Beta-Carotin, das vom Körper in Vitamin A umgewandelt wird. Gekochte Karotten geben Beta-Carotin jedoch besser frei, weil die Zellstrukturen durch die Hitze aufgebrochen werden. Ein Schuss Fett macht die Aufnahme noch effizienter.

Mythos 9: “Tomaten verlieren beim Kochen alle Vitamine.”

Erklärung:
Es stimmt, dass ein kleiner Teil der hitzeempfindlichen Vitamine verloren geht. Allerdings wird beim Kochen der Gehalt an Lycopin (ein starkes Antioxidans) deutlich erhöht, was die Nachteile überwiegen kann.

Mythos 10: “Rhabarberstangen im Sommer werden giftig.”

Erklärung:
Rhabarber enthält Oxalsäure, deren Gehalt in den Stangen mit der Reife steigt. Im Sommer sind die Stangen zwar saurer, aber in normalen Mengen weiterhin unbedenklich. Nur die Blätter sind wegen ihres hohen Oxalsäuregehalts wirklich giftig.

Mythos 11: “Zwiebeln und Knoblauch sind roh immer gesünder als gekocht.”

Erklärung:
Der gesundheitlich wertvolle Stoff Allicin in Zwiebeln und Knoblauch entsteht durch das Zerkleinern der Knolle, ist jedoch hitzeempfindlich. Kochen reduziert den Allicin-Gehalt, macht jedoch andere Stoffe, wie Antioxidantien, besser verfügbar. Beide Varianten haben also Vor- und Nachteile.

Mythos 12: “Kartoffeln mit grünlichen Stellen sind völlig ungenießbar.”

Erklärung:
Die grünen Stellen in Kartoffeln enthalten Solanin, ein giftiger Stoff. Es reicht jedoch aus, die grünen Stellen großzügig wegzuschneiden. Die restliche Kartoffel kann bedenkenlos gegessen werden, solange sie nicht stark grün verfärbt ist.

Mythos 13: “Paprika verliert ihre Vitamine, wenn sie gebraten wird.”

Erklärung:
Ähnlich wie bei Tomaten geht ein Teil hitzeempfindlicher Vitamine (z. B. Vitamin C) beim Braten verloren, aber der Gehalt an anderen gesundheitsfördernden Stoffen wie Antioxidantien bleibt erhalten oder wird sogar verbessert.

Kräuter

Mythos 14: “Lavendel in der Küche hat keine Wirkung – er dient nur als Deko.”

Erklärung:
Lavendel hat tatsächlich viele Wirkstoffe, z. B. beruhigende ätherische Öle. In der Küche kann er nicht nur zur Aromatisierung von Zucker oder Desserts verwendet werden, sondern auch als Heilkraut in Tees gegen Schlaflosigkeit und Unruhe.

Mythos 15: “Rosmarin wird beim Kochen bitter.”

Erklärung:
Rosmarin wird beim Kochen nicht automatisch bitter, solange er nicht verbrannt wird. Das Aroma entfaltet sich sogar besser, wenn man die Zweige in Schmorgerichten oder beim Backen von Kartoffeln mitgart.

Mythos 16: “Schnittlauch darf nicht blühen, sonst ist er ungenießbar.”

Erklärung:
Schnittlauch ist auch während der Blüte essbar. Die Blüten haben ein mildes Zwiebelaroma und eignen sich sogar hervorragend als essbare Dekoration oder als Zutat in Salaten.

Mythos 17: “Thymian darf nie zu lange erhitzt werden, da er seine Wirkstoffe verliert.”

Erklärung:
Thymian ist eines der Kräuter, das beim Kochen nicht an Wirkung verliert, sondern seine ätherischen Öle freisetzt. Gerade bei lang gekochten Gerichten wie Suppen oder Eintöpfen ist Thymian eine ideale Zutat.

Mythos 18: “Frische Kräuter sind immer besser als getrocknete.”

Erklärung:
Frische Kräuter enthalten mehr Wasser und flüchtige Aromen. Getrocknete Kräuter können jedoch konzentriertere Aromen und teilweise sogar höhere Anteile bestimmter sekundärer Pflanzenstoffe aufweisen. Der Nährstoffgehalt ist also nicht immer schlechter.

Mythos 19: “Petersilie darf nicht mitgekocht werden, weil sie dadurch giftig wird.”

Erklärung:
Dieser Mythos ist falsch. Petersilie verliert beim Kochen zwar einen Teil ihres Aromas und hitzeempfindlicher Nährstoffe, wird aber keinesfalls giftig.

Mythos 20: “Basilikum sollte niemals eingefroren werden, weil es seine Wirkstoffe verliert.”

Erklärung:
Basilikum verliert durch Einfrieren lediglich etwas Aroma und Struktur, aber keine wichtigen Nährstoffe. Einfrieren ist eine gute Methode, um Basilikum haltbar zu machen.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Gemüse, Kräuter, Obst, Tipps

Oka, Yambohne, Yams – Was ist das?

Oka, Yambohne und Yams sind drei unterschiedliche Pflanzenarten, die nicht nur botanisch, sondern auch in Anbau und Nutzung voneinander abweichen.

Hier eine Übersicht der drei Pflanzen:

Oka (Oxalis tuberosa)

  • Familie: Sauerkleegewächse (Oxalidaceae)
  • Herkunft: Andenregion Südamerikas, insbesondere Peru und Bolivien
  • Eigenschaften: Die Pflanze bildet kleine, knollenartige Wurzelknollen, die reich an Stärke sind und oft als Kartoffelalternative verwendet werden. Die Knollen haben einen leicht säuerlichen Geschmack, der beim Kochen milder wird.

Anbau: Oka wird in Höhenlagen angebaut und bevorzugt kühles, feuchtes Klima.

Exotische Tomaten

Die größten Tomatensorten

Yambohne (Pachyrhizus erosus)

  • Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
  • Herkunft: Ursprünglich in Mexiko und Zentralamerika heimisch
  • Eigenschaften: Die Yambohne ist eine Kletterpflanze, deren unterirdische Knollen roh verzehrt werden können. Die Knollen haben eine knackige, leicht süßliche Textur, die an eine Mischung aus Apfel und Kartoffel erinnert. Nur die Wurzel ist essbar, während die anderen Teile der Pflanze giftig sind.
  • Anbau: Yambohne gedeiht in warmem, tropischem Klima und wird oft als Zwischenfrucht angebaut.

Zusammengefasst:

  • Botanisch: Jede Pflanze gehört zu einer anderen Pflanzenfamilie und hat unterschiedliche Anbauansprüche.
  • Nutzung: Oka und Yams werden meist gekocht verzehrt, während die Yambohne auch roh essbar ist.
  • Klimatische Anforderungen: Oka benötigt kühlere, höhere Lagen, während Yambohne und Yams in wärmeren, tropischen oder subtropischen Gebieten gedeihen.

Trotz einiger Gemeinsamkeiten, insbesondere der Knollenbildung, sind diese Pflanzen in ihrer Herkunft und Verwendung klar voneinander abgegrenzt.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Exoten, Gemüse

Exotische Melonen

Es gibt eine Vielzahl exotischer Melonensorten, die besonders für ihr Aroma, ihre Farbe oder die Form des Fruchtfleischs geschätzt werden. Hier sind einige der faszinierendsten exotischen Melonen:

Bittermelone (Momordica charantia)
Auch bekannt als Balsambirne oder Goya, stammt sie aus Asien und hat eine ungewöhnliche, bittere Note. Diese Melone ist reich an Nährstoffen und wird in vielen asiatischen Küchen gekocht oder eingelegt. Die länglichen Früchte haben eine charakteristische warzige Oberfläche und ein unverwechselbares Aroma.

  • Kiwano (Cucumis metuliferus)
    Die sogenannte Hornmelone stammt aus Afrika und ist mit ihrer stacheligen, orangefarbenen Schale und dem grünen, geleeartigen Fruchtfleisch ein echter Hingucker. Geschmacklich erinnert sie an eine Mischung aus Gurke, Kiwi und Banane und wird häufig als Dekoration oder erfrischender Snack verwendet.

  • Piel de Sapo
    Auch als “Krötenhautmelone” bekannt, stammt diese Melone ursprünglich aus Spanien. Sie hat eine dicke, grüne, gesprenkelte Schale und süßes, weißes Fruchtfleisch, das an Honig erinnert. Piel de Sapo ist für ihr haltbares, süßes Fruchtfleisch und die lange Lagerfähigkeit bekannt.

  • Charentais-Melone
    Diese französische Sorte der Zuckermelone gilt als besonders edel. Die Charentais hat eine zarte, cremefarbene Schale und intensives, orangefarbenes Fruchtfleisch mit einem besonders süßen, aromatischen Geschmack. Diese Melone ist kleiner und empfindlicher als andere Sorten und wird daher häufig direkt nach der Ernte verzehrt.

  • Canary-Melone
    Die Kanarische Melone, auch „Wintermelone“ genannt, hat eine glatte, leuchtend gelbe Schale und ein sehr süßes, fast weißes Fruchtfleisch. Sie wird häufig in wärmeren Regionen angebaut und ist bekannt für ihre außergewöhnlich hohe Süße.

  • Sharlyn-Melone
    Diese seltenere Zuckermelonenart hat eine orange-braune Schale mit einer Netzmusterung und ähnelt optisch der Cantaloupe. Ihr Fruchtfleisch ist blass und saftig mit einem mild-süßen Geschmack, der oft als Mischung aus Melone und tropischen Früchten beschrieben wird.

  • Galia-Melone
    Ursprünglich aus Israel, ist die Galia-Melone eine Kreuzung aus Zuckermelone und Netzmelone. Sie hat eine Netzhaut mit gelb-grüner Schale und ein sehr saftiges, grünes Fruchtfleisch, das extrem süß und aromatisch ist.

  • Koreanische Melone (Chamoe)
    Die koreanische Melone ist klein und länglich mit einer gelb-weißen Streifung. Sie hat ein knackiges, helles Fruchtfleisch, das sehr süß und frisch schmeckt. Chamoe ist besonders beliebt in Korea und wird dort als erfrischender Snack gegessen.

  • Ananasmelone
    Diese seltene Sorte stammt aus Südostasien und ist bekannt für ihr intensiv süßes Aroma, das an Ananas erinnert. Sie hat eine orange Schale und kräftig orangefarbenes Fruchtfleisch mit einem milden, tropischen Geschmack.

  • Santa Claus-Melone (Tendral)
    Diese Melone aus Spanien hat eine dicke, dunkelgrüne, unregelmäßig gesprenkelte Schale und ein blasses, sehr süßes Fruchtfleisch. Sie wird oft als „Weihnachtsmelone“ bezeichnet, da sie bei kühler Lagerung den ganzen Winter über haltbar ist.

Viele dieser exotischen Melonen brauchen ein wärmeres Klima und gedeihen am besten in Regionen mit viel Sonne. Manche Sorten, wie die Galia oder Charentais, lassen sich aber auch im heimischen Garten oder Gewächshaus anbauen.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Exoten, Gemüse, Tipps

Die größten Melonen

Zu den größten Melonensorten gehören hauptsächlich spezielle Züchtungen von Wassermelonen, die sowohl für Wettbewerbe als auch für den Privatgebrauch gezüchtet wurden, wobei sie unter optimalen Bedingungen beeindruckende Größen erreichen können. Hier sind die bekanntesten „Riesenmelonen“-Sorten:

Carolina Cross
Diese Sorte hält den Weltrekord für die größte Wassermelone, der bei über 150 Kilogramm liegt. Die Carolina Cross ist bekannt dafür, dass sie unter idealen Bedingungen gewaltige Ausmaße erreichen kann, wenn man ihr ausreichend Platz, Wärme und Wasser bietet. Diese Sorte ist jedoch nicht unbedingt für Kleingärten geeignet, da sie viel Platz und intensive Pflege braucht.

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  • Black Diamond
    Eine beliebte amerikanische Sorte, die unter optimalen Bedingungen bis zu 20–25 Kilogramm erreichen kann. Black Diamond ist eine dickschalige Melone, die sich gut für warme Sommer und vollsonnige Standorte eignet. Sie hat ein dunkelgrünes Äußeres und süßes, rotes Fruchtfleisch.

  • Congo
    Die Congo-Wassermelone wird in gemäßigteren Klimazonen gezüchtet und kann unter günstigen Bedingungen etwa 15–22 Kilogramm schwer werden. Sie ist relativ robust, kann aber auch viel Platz beanspruchen. Die Congo hat ein fruchtiges Aroma und eine auffallend dunkle Schale.

  • Crimson Sweet
    Diese Sorte ist auch in Europa beliebt und erreicht in der Regel zwischen 10 und 15 Kilogramm. Crimson Sweet ist eine robuste Sorte, die weniger anfällig für Krankheiten ist und sich gut für den Anbau in Kleingärten eignet. Das Fruchtfleisch ist sehr süß und saftig, weshalb sie oft für den Verzehr empfohlen wird.

  • Georgia Rattlesnake
    Diese traditionell amerikanische Sorte ist bekannt für ihre lange, gestreifte Fruchtform und erreicht im Schnitt ein Gewicht von 10 bis 18 Kilogramm. Die Georgia Rattlesnake benötigt etwas mehr Wärme und Platz und ist daher ideal für sonnige, warme Standorte.

  • Jubilee
    Jubilee-Melonen können bei guter Pflege und idealen Wachstumsbedingungen bis zu 20 Kilogramm erreichen. Diese länglichen Melonen sind leicht gestreift und haben ein süßes, knackiges Fruchtfleisch. Jubilee-Sorten wachsen schnell und sind weniger anspruchsvoll in der Pflege, weshalb sie sich gut für ambitionierte Hobbygärtner eignen.

Diese Melonen benötigen in der Regel intensivere Pflege und mehr Platz als kleinere Sorten. Für eine erfolgreiche Kultur in Deutschland empfehlen sich sonnige Standorte, hochwertige Erde und eine konsequente Wasser- und Nährstoffzufuhr.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Gemüse, Tipps

Tomaten überwintern?

Diese Tomatensorten sind tatsächlich vielversprechende Kandidaten für eine Überwinterung!

Die Sorten – wie Red Robin, Minibell, Matts Wild Cherry, Balconi Red, Venus, Bonsaitomaten, Balkontomate, Rote Murmel und Johannisbeertomaten – weisen Eigenschaften auf, die sie für eine Überwinterung und den Indoor-Anbau attraktiver machen.

Hier einige Details zu den einzelnen Sorten und ihrer Eignung:

  1. Red Robin und Minibell
  • Diese Sorten sind sehr kompakt und ideal für den Anbau im Innenbereich oder auf kleinen Flächen. Sie haben eine geringe Wuchshöhe und kommen mit weniger Licht und Platz gut zurecht, was im Winter von Vorteil ist.
  • Red Robin und Minibell sind robust und benötigen keine intensive Pflege, weshalb sie sich gut für eine Überwinterung im Haus eignen. Besonders, wenn sie an einem hellen Fenster stehen, können sie unter günstigen Bedingungen sogar im Winter kleinere Mengen Früchte tragen.
  1. Matts Wild Cherry
  • Diese Wildtomatensorte ist dafür bekannt, etwas robuster gegenüber Krankheiten zu sein und an verschiedene Lichtbedingungen anpassungsfähig. Das macht sie zu einer guten Wahl für eine Überwinterung.
  • Allerdings kann Matts Wild Cherry unter weniger idealen Lichtbedingungen zu starkem Blattwuchs neigen, was zusätzlichen Rückschnitt erforderlich macht. Ihre kleinen, süßen Früchte könnten auch im zweiten Jahr tragbar bleiben, obwohl der Ertrag abnehmen könnte.
  1. Balconi Red und Bonsaitomaten
  • Diese Sorten sind speziell für den Anbau auf Balkonen und drinnen gezüchtet worden. Balconi Red ist kompakt, widerstandsfähig und sehr pflegeleicht, was sie für eine Überwinterung prädestiniert.
  • Bonsaitomaten sind von Natur aus klein und buschig und haben daher im Innenbereich gute Chancen. Beide Sorten gedeihen auch bei weniger Licht und zeigen weniger Stresssymptome im Vergleich zu größeren Sorten.
  1. Venus und Balkontomaten
  • Venus ist eine Zwergtomatensorte, die sehr kompakt bleibt und eine sehr gute Option für die Überwinterung ist. Sie ist für eine hellere Fensterbank oder ein beheiztes Gewächshaus im Winter gut geeignet.
  • Balkontomaten, insbesondere Sorten, die für die Fensterbank gezüchtet sind, haben oft einen geringeren Nährstoff- und Platzbedarf und können gut in Töpfen überwintern. Diese Sorten profitieren davon, wenn man sie im Herbst zurückschneidet, um den Wasserbedarf zu reduzieren und Schimmel zu verhindern.
  1. Rote Murmel und Johannisbeertomaten
  • Rote Murmel und Johannisbeertomaten gehören zu den Wildtomaten, die in der Regel widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten und wechselnden Bedingungen sind. Sie könnten beim Überwintern erfolgreich sein, benötigen aber mehr Licht als andere Sorten, da sie etwas wüchsiger und weniger kompakt sind.
  • Diese Sorten neigen zu kräftigem Wuchs und könnten etwas aufwendiger im Schnitt und in der Pflege sein, könnten aber eine lange Lebensdauer haben und auch im zweiten Jahr einen annehmbaren Ertrag liefern.

Zusammengefasste Eignung der Sorten

  • Ideal für Überwinterung: Red Robin, Minibell, Balconi Red, Bonsaitomaten, und Venus – wegen ihrer Kompaktheit, einfachen Pflege und Toleranz für weniger intensive Lichtbedingungen.
  • Mittelmäßig geeignet: Matts Wild Cherry, Balkontomate, Rote Murmel und Johannisbeertomaten – sie sind widerstandsfähiger, benötigen aber meist mehr Licht und etwas mehr Pflege (regelmäßiger Rückschnitt), um Schädlinge zu vermeiden.

Tipps zur Überwinterung

  • Standortwahl: Ein heller Standort, möglichst nah am Fenster oder unter einer Pflanzenlampe, ist ideal. Eine Temperatur zwischen 10 und 15 Grad bremst das Wachstum, lässt die Pflanze aber überleben.
  • Sparsame Bewässerung: Da die Pflanzen im Winter weniger aktiv sind, benötigen sie auch weniger Wasser. Die Erde sollte nur leicht feucht gehalten werden, um Schimmel und Wurzelfäule zu vermeiden.
  • Rückschnitt und Pflege: Vor dem Einzug ins Haus sollten die Pflanzen kräftig zurückgeschnitten werden. Dadurch reduzieren sich Blattmasse und Wasserverdunstung.
  • Kontrolle auf Schädlinge: Im Innenbereich können sich Schädlinge schnell ausbreiten. Regelmäßige Kontrollen und frühzeitiges Eingreifen, z.B. mit umweltfreundlichen Schädlingsbekämpfungsmitteln, sind wichtig.

Fazit

Für kompakte Sorten wie Red Robin, Minibell, Balconi Red und Bonsaitomaten könnte sich eine Überwinterung durchaus lohnen, da sie in den meisten Fällen weniger Aufwand erfordern und gut im Indoor-Anbau funktionieren. Größere Sorten wie Johannisbeertomaten und Rote Murmel könnten zwar überleben, brauchen jedoch mehr Licht und Pflege. Insgesamt bleibt es ein Experiment mit unsicherem Ertrag im Folgejahr, kann aber gerade bei den kleineren Sorten erfolgreich sein und macht für experimentierfreudige Kleingärtner durchaus Sinn!

Exotische Tomaten

Die größten Tomatensorten

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Exotische Radieschen

Es gibt einige sehr interessante und ungewöhnliche Radieschensorten, die nicht nur durch ihre Farben und Formen auffallen, sondern auch durch spezielle Geschmacksnoten und besondere Anbauweisen. Diese „exotischen“ Radieschen bieten eine spannende Abwechslung und eignen sich ideal für Gärtner, die gerne etwas Neues ausprobieren möchten.

Wassermelonen-Radieschen (Raphanus sativus var. “Red Meat”)

Aussehen: Äußerlich sieht dieses Radieschen eher unscheinbar und grün-weiß aus, aber beim Aufschneiden zeigt es ein leuchtend pinkfarbenes, manchmal fast rotes Inneres – daher der Name “Wassermelonen-Radieschen”.

Geschmack: Mild und leicht süßlich, mit einer dezenten Schärfe. Die Schärfe nimmt nach dem Lagern ab.

Besonderheiten: Dieses Radieschen wird meist größer als die herkömmlichen Sorten und benötigt eine etwas längere Wachstumszeit. Ideal für kühle Jahreszeiten und bringt Farbe in Salate und Rohkostplatten.

Anbauhinweis: Wird am besten im Spätsommer ausgesät und im Herbst geerntet.

Schwarzer Winter (Raphanus sativus var. niger)

Aussehen: Dunkelschwarze, runde oder längliche Knollen mit weißem Inneren.

Geschmack: Sehr scharf und würzig, intensiver als die meisten anderen Radieschen. Die Schärfe lässt sich durch Kochen oder Backen etwas mildern.

Besonderheiten: Dieses Radieschen ist besonders lagerfähig und für den Winteranbau geeignet. Es kann roh, gekocht oder als Heilmittel gegen Husten verwendet werden, da es den Stoffwechsel anregt und das Immunsystem stärkt.

Anbauhinweis: Spätaussaat im Sommer, Ernte im Herbst und ideal für die Winterlagerung.

Purple Plum

Aussehen: Kleine, runde Knollen mit einer intensiv violetten Schale und weißem Inneren.

Geschmack: Mild-würzig und saftig, mit einer leicht fruchtigen Note.

Besonderheiten: Diese Sorte ist schnellwüchsig und eignet sich ideal für die Frühjahrs- und Herbstkultur. Ihre ungewöhnliche Farbe macht sie zum Hingucker in Salaten.

Anbauhinweis: Aussaat im Frühjahr oder Herbst, da es bei zu warmen Temperaturen vermehrt zu Blütenbildung kommen kann.

Rattenschwanz-Radieschen (Raphanus caudatus)

Aussehen: Diese Sorte bildet keine essbaren Knollen, sondern lange, grüne bis purpurne Schoten, die an Rattenschwänze erinnern.

Geschmack: Würzig-scharf und knackig, ähnlich wie herkömmliche Radieschen, jedoch ohne die Knollentextur.

Besonderheiten: Die Schoten werden roh oder eingelegt gegessen und sind eine beliebte Zutat in asiatischen Gerichten. Die Pflanze ist sehr ertragreich und bildet während der gesamten Saison neue Schoten.

Anbauhinweis: Sehr unkompliziert und ideal für den Sommeranbau. Sobald die Schoten etwa 10–15 cm lang sind, können sie geerntet werden.

Chinese Green Luobo (Grünes Rettichradieschen)

Aussehen: Längliche, hellgrüne Knollen mit einem weißen bis grünlichen Inneren.

Geschmack: Mild mit einem leicht süßlichen, erfrischenden Aroma. Es hat weniger Schärfe als andere Radieschen.

Besonderheiten: Diese asiatische Sorte wird oft in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet und ist eine Besonderheit auf dem Teller, da sie sowohl als Rohkost als auch gekocht oder fermentiert schmeckt.

Anbauhinweis: Geeignet für die Aussaat im Spätsommer oder Herbst.

Misato Rose (Misato Red oder “Red Heart”)

Aussehen: Runde bis ovale Knollen mit einer grünlich-weißen Schale und intensiv rosafarbenem bis rotem Fruchtfleisch.

Geschmack: Mild und leicht süßlich, mit einer dezenten Schärfe im Nachgang.

Besonderheiten: „Misato Rose“ ist eine japanische Sorte und eine wunderschöne Dekoration für Salate oder Rohkostgerichte. Besonders saftig und knackig.

Anbauhinweis: Kann wie andere Winterradieschen im Spätsommer gesät werden und im Herbst geerntet werden.

Daikon-Rettich (Raphanus sativus var. longipinnatus)

Aussehen: Große, weiße, längliche Wurzelknolle, die bis zu 30 cm lang und 5–8 cm dick wird.

Geschmack: Mild und erfrischend, mit einer leichten, süßen Schärfe.

Besonderheiten: In Japan und anderen asiatischen Ländern ist Daikon ein Grundnahrungsmittel, das roh, gekocht oder eingelegt verzehrt wird. Besonders beliebt für asiatische Gerichte und Suppen.

Anbauhinweis: Wird meist im Sommer ausgesät und im Herbst geerntet. Daikon benötigt viel Platz und eine tiefe Bodenbearbeitung.

Pflege- und Anbautipps für exotische Radieschen

  1. Standort und Boden: Exotische Radieschen mögen lockeren, gut durchlässigen und humusreichen Boden, ähnlich wie herkömmliche Radieschen. Der Boden sollte tief gelockert werden, insbesondere für Sorten wie Daikon oder die Chinese Green Luobo, die in die Tiefe wachsen.
  2. Gießen: Die meisten exotischen Sorten benötigen eine gleichmäßige Wasserversorgung, da Schwankungen schnell zu holzigen oder rissigen Knollen führen können. Eine Mulchschicht hilft, die Feuchtigkeit gleichmäßig im Boden zu halten.
  3. Düngung: Eine moderate Kompostgabe im Frühjahr reicht meist aus, da zu viel Stickstoff das Blattwachstum anregt und die Knollenbildung hemmt.
  4. Schädlingsschutz: Radieschen sind häufig von Erdflöhen und Blattläusen betroffen. Ein Insektenschutznetz oder Mischkultur mit stark riechenden Pflanzen wie Zwiebeln oder Knoblauch kann helfen.
  5. Ernte und Lagerung: Exotische Radieschen werden je nach Sorte entweder jung und frisch verzehrt oder können, wie beim schwarzen Winterrettich, eingelagert werden.

Exotische Radieschen-Samen kaufen

Exotische Radieschensorten findest du oft bei speziellen Saatgut-Anbietern wie:

  • Dreschflegel und Bingenheimer Saatgut für biologische und samenfeste Sorten
  • Reinsaat und Kiepenkerl führen oft spezielle asiatische Sorten oder außergewöhnliche Radieschen

Samenvermehrung bei exotischen Radieschen

Die meisten exotischen Radieschen sind samenfest und lassen sich gut vermehren. Die Schritte ähneln denen herkömmlicher Radieschen:

  1. Blütenbildung fördern: Lasse einige Pflanzen stehen, bis sie blühen und Samen produzieren. Die Blüten sind klein und weiß bis rosa und werden von Insekten bestäubt.
  2. Samen gewinnen: Die Samen entwickeln sich in langen Schoten, die nach der Reife trocken und bräunlich werden. Diese können vorsichtig geerntet, getrocknet und aufgebrochen werden, um die Samen zu gewinnen.
  3. Lagerung: Samen kühl, trocken und dunkel lagern. Exotische Radieschen-Samen bleiben meist 2-3 Jahre keimfähig.

Diese ungewöhnlichen Radieschen bieten sowohl optisch als auch geschmacklich Vielfalt und bringen Spannung ins Gemüsebeet.

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Exotische Tomaten

Reistomate

Hier sind einige exotische Tomatensorten, die sich gut für den Anbau im Kleingarten eignen. Sie bringen interessante Farben, Formen und Geschmacksrichtungen mit und bieten eine gute Vielfalt für kleine Gärten.

Ich habe zu jeder Sorte die wichtigsten Informationen zu Pflanzzeit, Standort, Pflege, Düngung und Erntezeit hinzugefügt.

Green Zebra

  • Beschreibung: Kleine bis mittelgroße Tomate mit grünen und gelben Streifen, saftig und leicht süß-säuerlich.
  • Pflanzzeit: Vorzucht ab Februar bis Anfang April, ins Freiland nach den Eisheiligen (Mitte Mai).
  • Standort: Sonnig bis halbschattig, windgeschützt, ideal in einem Tomatenhäuschen oder unter einem Überdach.
  • Pflege: Regelmäßiges Ausgeizen, Stützen der Pflanze, braucht mäßige Wasserzufuhr.
  • Düngung: Alle 2-3 Wochen mit Tomatendünger; etwas stickstoffärmer, um die Fruchtausbildung zu fördern.
  • Erntezeit: Juli bis September. Reif, wenn die grünen Streifen ein kräftiges Gelb annehmen.

Black Krim

  • Beschreibung: Große, dunkelrote bis violett-schwarze Fleischtomate mit sehr aromatischem, würzigem Geschmack.
  • Pflanzzeit: Vorzucht ab Februar bis Anfang April, Auspflanzung im Mai.
  • Standort: Vollsonnig, warm, windgeschützt, z.B. an einer Hauswand oder in einem Tomatenhäuschen.
  • Pflege: Benötigt kräftige Stützen; regelmäßiges Ausgeizen fördert die Ernte.
  • Düngung: Regelmäßige Düngergaben alle 2 Wochen, eher kaliumbetont, um die Fruchtbildung zu unterstützen.
  • Erntezeit: Juli bis September. Reif, wenn die Früchte dunkle, fast violett-schwarze Färbung annehmen.

Indigo Rose

  • Beschreibung: Eine besonders auffällige Sorte mit dunkelvioletten, fast schwarzen Früchten, die antioxidativ wirken und leicht säuerlich schmecken.
  • Pflanzzeit: Vorzucht ab März, ins Freiland ab Mitte Mai.
  • Standort: Sonnig bis vollsonnig; Wärme und Licht sind wichtig für die Farbentwicklung.
  • Pflege: Regelmäßiges Ausgeizen, benötigt eine Stütze, da die Früchte recht schwer werden können.
  • Düngung: Kaliumreiche Düngung alle 2-3 Wochen für eine gute Fruchtausbildung.
  • Erntezeit: August bis Oktober. Die Früchte sind reif, wenn sie eine tiefe, fast schwarze Farbe mit einem rötlichen Schimmer annehmen.

Ananas-Tomate (Pineapple)

  • Beschreibung: Große, gelb-orange marmorierte Fleischtomate mit süßem, fruchtigem Geschmack, erinnert an exotische Früchte.
  • Pflanzzeit: Vorzucht ab Februar bis Anfang April, Auspflanzung im Mai.
  • Standort: Sonnig und geschützt, am besten in einem Tomatenhäuschen oder Gewächshaus.
  • Pflege: Ausgeizen wichtig, Stützen notwendig, da die Früchte schwer werden können.
  • Düngung: Reichlich Nährstoffe, bevorzugt organische Dünger, etwa alle zwei Wochen.
  • Erntezeit: Juli bis September. Reif, wenn sie eine leuchtend gelbe bis orange Farbe haben und leicht nachgeben.

Reisetomate

  • Beschreibung: Eine ungewöhnliche Tomate, die aus mehreren kleinen Kammern besteht und sich daher leicht teilen lässt; Geschmack ist mild.
  • Pflanzzeit: Vorzucht ab März, Auspflanzung ab Mitte Mai.
  • Standort: Sonnig und windgeschützt; idealerweise im Freiland.
  • Pflege: Kaum Ausgeizen erforderlich; da sie kleinere Früchte bildet, braucht sie keine sehr starke Stütze.
  • Düngung: Monatliche Düngung ausreichend, organische Dünger sind geeignet.
  • Erntezeit: August bis Oktober. Reif, wenn die einzelnen Kammern fest und leuchtend rot sind.

Berner Rose

  • Beschreibung: Rosa-rote, süße und saftige Tomate mit weicher Haut; eine traditionelle Schweizer Sorte.
  • Pflanzzeit: Vorzucht ab Februar bis Anfang April, ins Freiland nach den Eisheiligen (Mai).
  • Standort: Sonnig, geschützter Platz, geeignet für den Anbau im Topf.
  • Pflege: Regelmäßiges Ausgeizen; mittelgroße Stützen reichen aus.
  • Düngung: Kalium- und phosphorhaltige Dünger unterstützen die Fruchtbildung; alle 2 Wochen düngen.
  • Erntezeit: Juli bis September. Die Früchte sind reif, wenn sie eine einheitlich rosa Farbe haben.

Gelbe Dattelwein (Yellow Pearshaped)

  • Beschreibung: Kleine gelbe Tomaten mit birnenförmigen Früchten, süß und mild im Geschmack.
  • Pflanzzeit: Vorzucht ab März, ins Freiland ab Mitte Mai.
  • Standort: Sonnig, gut durchlüftet, ideal für Hochbeete oder Töpfe.
  • Pflege: Weniger Ausgeizen notwendig, da sie buschiger wächst; braucht eine leichte Stütze.
  • Düngung: Alle 2-3 Wochen leicht düngen, gut geeignet für organischen Dünger.
  • Erntezeit: Juli bis September. Die Früchte sind reif, wenn sie eine leuchtend gelbe Farbe erreicht haben.

White Beauty

  • Beschreibung: Mittelgroße, cremeweiße bis leicht elfenbeinfarbene Tomate. Ihr Fruchtfleisch ist sehr saftig, weich und hat eine milde Süße. Die Sorte eignet sich gut für Salate, Gazpachos oder einfach frisch geschnitten als Beilage.

  • Pflanzzeit: Vorzucht ab März, ins Freiland oder Gewächshaus nach den Eisheiligen (etwa Mitte Mai). Die Samen benötigen eine Keimtemperatur von etwa 20–25 °C.

  • Standort: Vollsonnig und warm, da die weiße Farbe der Frucht von intensiver Sonneneinstrahlung profitiert. Ein Platz im Tomatenhaus oder im geschützten Freiland ist ideal.

  • Pflege: Regelmäßiges Ausgeizen, um die Pflanze kompakt zu halten und eine gute Fruchtentwicklung zu fördern. Die Pflanze wächst meist mittelgroß, braucht jedoch eine stabile Stütze, um die Fruchtlast zu tragen.

  • Düngung: White Beauty ist recht anspruchsvoll, was die Nährstoffe angeht. Eine kaliumreiche Düngung im Zwei-Wochen-Rhythmus fördert die Fruchtbildung. Organischer Tomatendünger oder Kompost sind ebenfalls vorteilhaft.

  • Erntezeit: Je nach Standort und Pflege von Ende Juli bis Anfang September. Reif sind die Früchte, wenn sie eine gleichmäßige, elfenbeinfarbene Tönung haben und leicht nachgeben.

  • Besonderheiten: Die White Beauty ist eine wärmeliebende Sorte, die besser in einem warmen Klima gedeiht. In kühleren Regionen oder bei häufigem Regen kann die Pflanze anfällig für Krankheiten werden. Daher ist ein Standort mit Schutz vor starkem Regenfall ideal.

Pflegetipps allgemein

Die meisten Tomatensorten profitieren von einer regelmäßigen Bewässerung, die den Boden gleichmäßig feucht, aber nicht nass hält. Tomaten sind nährstoffhungrig und reagieren gut auf eine ausgewogene Düngung, die Stickstoff (N), Phosphor (P), und Kalium (K) im richtigen Verhältnis bereitstellt. Außerdem ist das Mulchen des Bodens vorteilhaft, um die Feuchtigkeit zu halten und Unkraut zu reduzieren.

Durch die Auswahl dieser exotischen Sorten können Sie interessante Farben und Geschmacksrichtungen in Ihren Kleingarten bringen. Einige Sorten eignen sich auch gut für den Anbau in Töpfen und können so auch auf Balkonen oder Terrassen gezogen werden.

Die größten Tomatensorten findet Ihr hier!

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