Gemüse

Explodiergurke

(C) CC BY-SA 3.0 Wikipedia H. Zell

Die Explodiergurke (Cyclanthera brachystachya) ist eine bemerkenswerte Pflanze aus der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) und stammt aus den tropischen und subtropischen Regionen Zentralamerikas sowie den tropisch-andinen Gebieten Südamerikas. Sie wird sowohl als Zierpflanze als auch als Gemüsepflanze genutzt.

Herkunft:
Die Heimat der Explodiergurke erstreckt sich über Zentralamerika bis in die tropischen Regionen Südamerikas. Sie ist besonders in Ländern wie Peru, Ecuador und Bolivien zu finden, wo sie traditionell angebaut wird.

Besonderheiten
Die Explodiergurke hat einige interessante Eigenheiten, die sie von anderen Kürbisgewächsen abheben:

Kletterpflanze: Ihre Stängel können mehrere Meter lang werden. Sie nutzt fadenförmige Blattranken, um sich an Stützen festzuhalten und spiralförmig emporzuklettern.

Explodierende Früchte: Die Pflanze trägt ihren Namen aufgrund der Art, wie die Früchte bei Reife aufplatzen und ihre Samen regelrecht “explodierend” verteilen. Dies ist ein natürlicher Mechanismus zur Verbreitung der Samen.

Einjährig oder kurzlebig ausdauernd: Die Explodiergurke ist typischerweise eine einjährige Pflanze, kann aber in einigen Fällen auch als kurzlebige ausdauernde Pflanze überleben.

Nutzung:
Die Pflanze wird vielseitig genutzt, sowohl für Zierzwecke als auch in der Küche:

Zierpflanze: Aufgrund ihres schnellen Wachstums und der rankenden Natur ist sie eine beliebte Kletterpflanze für Zäune, Lauben oder Rankhilfen.

Gemüse: Die Früchte der Cyclanthera brachystachya, in spanischsprachigen Regionen auch Cuchinito genannt, werden oft in der Küche verwendet. Sie können roh oder gekocht verzehrt werden und finden in einer Vielzahl von Gerichten Anwendung, von Salaten bis hin zu eingelegten oder gekochten Speisen, ähnlich wie Kürbisse.

Geschmack:
Der Geschmack der Explodiergurke erinnert an eine Mischung aus Gurke und Paprika, ist leicht süßlich und mild, jedoch wenig dominant. Der Geschmack variiert etwas je nach Reifegrad und Zubereitungsart.

Aussaat:

Voranzucht: Die Aussaat sollte idealerweise im Frühjahr in einem warmen, geschützten Raum erfolgen. Die Samen benötigen Temperaturen von etwa 20–25 °C, um zu keimen.

Direktaussaat: Alternativ kann nach den letzten Frösten direkt ins Freiland gesät werden. Die Pflanze benötigt einen sonnigen Standort und bevorzugt durchlässigen, nährstoffreichen Boden.

Keimdauer: Die Keimung dauert in der Regel etwa 10–14 Tage, je nach Temperatur und Bodenfeuchtigkeit.

Pflege:

Standort: Die Explodiergurke gedeiht am besten in voller Sonne und benötigt eine Rankhilfe, um sich optimal entwickeln zu können.

Bewässerung: Regelmäßiges Gießen ist wichtig, besonders in Trockenperioden, jedoch sollte Staunässe vermieden werden.

Düngung: Die Pflanze profitiert von einer regelmäßigen Düngung mit einem stickstoffreichen Dünger, besonders während der Wachstumsphase.

Schädlingsbefall: Sie ist relativ resistent gegenüber Schädlingen, kann jedoch manchmal von Blattläusen oder Mehltau befallen werden. Eine gute Belüftung und regelmäßige Kontrolle der Pflanzen hilft, diese Probleme zu minimieren.

Fazit:

Die Explodiergurke ist eine interessante und pflegeleichte Pflanze, die sowohl dekorative als auch kulinarische Zwecke erfüllt. Mit ihrem schnellen Wachstum und den essbaren Früchten bietet sie Gärtnern und Feinschmeckern gleichermaßen einen Mehrwert. Die besondere Eigenschaft der explodierenden Früchte macht sie zu einem faszinierenden Element im Garten, und der milde Geschmack ihrer Früchte erlaubt eine vielseitige Verwendung in der Küche.


Die Minigurke stammt aus Mexiko und in zentralamerikanischen Ländern beheimatet. Es handelt sich um eine wärmeliebende, rankende (ca. 2 m) Kletterpflanze.



Der Geschmack der Kiwano ist erfrischend, leicht herb und stellt eine Mischung aus Banane, Limette, Gurke und Melone dar.



Die Zitronengurke (Cucumis sativus) bildet Früchte, die aromatisch, süß und, erfrischend schmecken.


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Winterzwiebel

Die Winterzwiebel, eine Pflanzenart aus der Unterfamilie der Lauchgewächse, ist auch unter einer Vielzahl von Namen bekannt, darunter Frühlings- oder Frühzwiebel, Lauchzwiebel, Jungzwiebel, Frühlingslauch, Zwiebelröhrl, Zwiebelröhrchen, Röhrenlauch, Schluppenzwiebel, Schlottenzwiebel, Schnittzwiebel, Ewige Zwiebel, Winterheckenzwiebel, Winterhecke, Weiße Florentiner, Grober Schnittlauch, Jakobslauch, Johannislauch, Fleischlauch und Hohllauch.

Diese Zwiebelpflanze ist erstaunlich robust gegen Frost und kann bereits im Vorjahr ausgesät und im Zwei- bis Dreiblattstadium überwintert werden. Im Hausgarten ist es möglich, Winterzwiebeln zusammen mit Radieschen auszusäen. Die Radieschen können dann etwa ein bis zwei Monate früher geerntet werden, was Platz spart, allerdings sollte etwas mehr gedüngt werden.

Die Winterzwiebel vermehrt sich generativ über Samen. Dazu werden im Frühjahr Pflanzen ausgesät und wie für die Gemüseproduktion gezogen. Im Hausgarten können Winterzwiebeln auch durch Teilung der Horste, ähnlich wie Schnittlauch, vermehrt werden. Der Pflanzenabstand sollte dabei 20 × 20 bis 25 mm betragen.

Winterheckenzwiebeln sind anfällig für die meisten Krankheiten, die auch bei anderen Zwiebelgewächsen auftreten, darunter Falscher Mehltau, Purpurflecken, Mehlkrankheit (Sclerotium cepivorum) und das Winterzwiebel-Gelbstreifen-Virus. Zu den Schädlingen, die auftreten können, gehören vor allem Zwiebelthrips, Lauchmotte und Zwiebelminierfliege.

Die Verwendung der Winterzwiebel ähnelt der der Speisezwiebel, obwohl ihr Geschmack (abgesehen von den Blättern) weniger intensiv ist. Die Blätter hingegen haben einen deutlich kräftigeren Geschmack als Zwiebeln oder Schnittlauch. Winterzwiebeln werden frisch geschnitten als Gewürz verwendet oder gekocht gegessen. Die Blätter können auch als Ersatz für Schnittlauch dienen, beispielsweise in Salaten, Suppen oder einfach auf einem Butterbrot.

Wenn sie als Bundzwiebeln geerntet und gekühlt werden, sind Winterzwiebeln im Kühlfach und foliert etwa 1 bis 2 Wochen haltbar.

Nützlinge
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Topinambur

Topinambur, auch bekannt als Erdartischocke oder Jerusalem-Artischocke, ist eine Pflanze aus der Familie der Korbblütler.

Sie stammt ursprünglich aus Nordamerika und wurde von den Indianern als Nahrungsmittel angebaut. Heute wird Topinambur in vielen Ländern der Welt angebaut, einschließlich Europa, Asien und Nordamerika.

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Die Pflanze wächst bis zu einer Höhe von 2-3 Metern und hat gelbe Blüten, die von August bis Oktober blühen. Die Knollen, die an den Wurzeln der Pflanze wachsen, können geerntet werden, sobald das Laub abgestorben ist, normalerweise im Spätherbst oder Winter. Die Knollen haben eine unregelmäßige Form und können bis zu 10 cm lang sein.

Topinambur ist eine sehr robuste Pflanze und kann in fast allen Böden wachsen, solange der Boden gut durchlässig ist. Es bevorzugt jedoch nährstoffreiche, feuchte Böden und gedeiht in sonnigen bis halbschattigen Lagen.

In der Küche wird Topinambur oft als Gemüse verwendet und hat einen süßlichen Geschmack. Es kann roh oder gekocht gegessen werden und wird oft zu Suppen, Salaten oder als Beilage zu Fleischgerichten verwendet. Die Knollen können auch geröstet oder frittiert werden und sind eine gute Alternative zu Kartoffeln.

Neben der Verwendung als Nahrungsmittel hat Topinambur auch medizinische Eigenschaften und wird in der Naturheilkunde zur Behandlung von Verdauungsproblemen und Diabetes eingesetzt. Darüber hinaus wird es auch als Futterpflanze für Tiere und als Zierpflanze angebaut.

Beim Anbau von Topinambur gibt es ein paar Dinge zu beachten:

Platzbedarf: Topinambur benötigt viel Platz zum Wachsen, da es sehr hoch wird und viel Platz für die Wurzeln benötigt.

Boden: Topinambur gedeiht am besten in nährstoffreichen und gut durchlässigen Böden. Der pH-Wert sollte zwischen 6 und 7,5 liegen.

Bewässerung: Topinambur benötigt regelmäßig Wasser, um gut zu wachsen. Der Boden sollte immer leicht feucht gehalten werden, aber nicht zu nass.

Düngung: Topinambur benötigt eine regelmäßige Düngung, um zu gedeihen. Eine organische Düngung mit Kompost oder Mist ist am besten.

Ernte: Die Knollen sollten im Spätherbst oder Winter geerntet werden, sobald das Laub abgestorben ist. Die Knollen sollten vorsichtig ausgegraben werden, um Beschädigungen zu vermeiden.

Vermehrung: Topinambur vermehrt sich durch Rhizome. Diese können im Frühjahr ausgegraben und geteilt werden, um neue Pflanzen zu vermehren.

Es ist auch wichtig zu beachten, dass Topinambur eine invasive Pflanze sein kann und sich leicht selbst aussät. Daher sollten Sie sicherstellen, dass Sie es nicht in der Nähe von empfindlichen Pflanzen oder natürlichen Lebensräumen anbauen.

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Biquinho

Biquinho ist eine kleine und scharfe Chili-Sorte aus Brasilien. Ihr Name bedeutet “kleiner Schnabel” auf Portugiesisch, da sie eine charakteristische spitze Form hat, ähnlich einem Schnabel.

Biquinho-Chilis haben eine süße und fruchtige Geschmacksnote, die von einer angenehmen Schärfe begleitet wird. Sie sind nicht so scharf wie viele andere Chili-Sorten, daher eignen sie sich gut zum Würzen von Speisen, ohne diese zu überwältigen.

Hier sind einige Schritte, um Biquinho-Chilis anzubauen:

Standort wählen: Wählen Sie einen sonnigen Standort mit gut durchlässigem Boden, der reich an organischen Stoffen ist. Biquinho-Chilis wachsen am besten in warmen Klimazonen.

Samen vorbereiten: Die Samen können vor dem Pflanzen in einem feuchten Tuch oder in Wasser eingeweicht werden, um das Keimen zu erleichtern.

Aussaat: Pflanzen Sie die Samen in Töpfen oder direkt in den Boden. Achten Sie darauf, die Samen nicht zu tief zu pflanzen und den Boden gut zu bewässern.

Pflege: Halten Sie den Boden gleichmäßig feucht und düngen Sie die Pflanzen alle paar Wochen mit einem ausgewogenen Dünger. Entfernen Sie auch regelmäßig Unkraut und achten Sie auf Schädlinge.

Ernte: Die Biquinho-Chilis können geerntet werden, wenn sie reif und rot sind. Sie können die Chilis frisch verwenden oder sie trocknen und zu Pulver oder Flocken verarbeiten.

Mit diesen Schritten können Sie erfolgreich Biquinho-Chilis anbauen und genießen.

Die große Variabilität der Art ist unter anderem auch an den vielfältigen Früchten zu erkennen. Während Wildformen meist kleine, runde und glatte Früchte wie andere wilde Capsicum besitzen, sind die Früchte der meisten Zuchtformen faltig geformt, nur selten haben sie die klassische langgezogen-spitze Chiliform.

Die Länge der Früchte variiert zwischen 1 und 12 cm. Die bekannteste Fruchtform ist die Habaneroform, deren Spitze abgeflacht oder eingesenkt ist und leicht länger als breit ist. Andere Fruchtformen sind die flacheren Scotch-Bonnet-förmigen Früchte, laternenförmig spitze oder auch längliche Früchte.

Unreife Früchte können hell- bis dunkelgrün sein, die Farbe der reifen Früchte reicht von blassem Gelb, Orange, Lachsfarben über leuchtendes Rot bis zu einem dunklen Schokoladenbraun.

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Markstammkohl

(CC) Submeir

Markstammkohl (Brassica oleracea var. medullosa Thell.; Syn.: Brassica oleracea convar. acephala var. medullosa Thell.) der auch Futterkohl und Markkohl genannt wird, ist eine Kulturvarietät des Gemüsekohls mit verdicktem Trieb, der in Deutschland vor allem in der Landschaft Prignitz des Landes Brandenburg angebaut wird. Am häufigsten wird Markstammkohl als Futterpflanze genutzt, seltener dient er im deutschsprachigen Raum der menschlichen Ernährung.

Markstammkohl ist eine zweijährige krautige Pflanze. Die Sprossachse beginnt am Boden sehr dünn und verdickt sich danach allmählich keulenförmig von 1 cm auf 4 bis 5 cm. Die Pflanze kann bei ausreichender Kulturzeit bis zu 2 m hoch werden.

Die Pflanze ist sehr frosthart. Die grünen, manchmal an der Blattrippe leicht durch Anthozyan rosa gefärbten Laubblätter werden 10 bis 15 cm breit und 20 bis 40 cm lang. Die Blattspreite ist glatt und zum Stängel hin fiederschnittig-buchtig eingeschnitten. Der Blattrand ist wellig bis glatt.

Alle Kohlsorten bilden im zweiten Jahr einen Blütenstand mit gelben Blüten. Die Bestäubung dieser selbstfertilen Sorten erfolgt durch Bienen. Als Früchte werden Schoten gebildet.

Die Aussaat im Freiland ist bei geeigneten klimatischen Bedingungen schon vor den Eisheiligen im April möglich. Zu Beginn ist eine Unkrautbekämpfung von Vorteil.

Markstammkohl wächst auf fast allen Böden mit einem pH-Wert von 4,5 bis 8. Die Böden sollten durchlässig sein. Schattige Lagen sind kein großer Nachteil ebenso wie sehr sonnige. Markstammkohl verträgt sehr hohe Temperaturen aber auch bei Gewöhnung tiefe Temperaturen bis −15 °C. In einem begrenzten Bereich steigt der Ertrag mit der Erhöhung der Verfügbarkeit von Stickstoff im Boden. Gleichzeitig sinkt jedoch bei ausreichender Bodenfeuchte der Faser- oder Trockensubstanzgehalt der Pflanze.[5] Er wird als Zweitkultur nach Getreide auch als Gründüngungspflanze angebaut um die Nitratauswaschung zu verhindern. Diese Kultur zählt zu den Zwischenfrüchten („Nitratfänger“). Im Frühjahr wird der Stickstoff durch Verrottung wieder frei und für die neue Kultur verfügbar.

In der deutschen Landwirtschaft dient der Markstammkohl infolge seines hohen Grünmasseertrags als Viehfutter. Interessant ist der Anbau gerade dann, wenn im Herbst weniger frisches Grün nachwächst. Er enthält relativ viel Karotin. In der Kulturfolge ist er auch als Gründüngung zur Aufnahme von Reststickstoffmengen geeignet. Es ist zu bedenken, dass Markstammkohl ein Kreuzblütler ist, wie auch andere landwirtschaftliche Kulturpflanzen (z. B. Raps). Um Kohlkrankheiten wie etwa Kohlhernie zu vermeiden, sollte daher besser Phacelia verwendet werden. Mit anderen Kohlsorten gemischt und gesäuert wie Sauerkraut wird er als Knieperkohl auch in der Küche verwendet. Auch der verdickte Trieb kann natürlich verwendet werden.

In Italien, Griechenland und der Türkei ist er auch zum Einwickeln von zu garenden Speisen sehr beliebt und deshalb oft in Hausgärten entsprechender Nationalitäten zu finden. Die Variante „Couve Galega“ ist typisch für Portugal und Galicien (siehe Caldo verde oder Caldo Gallego).

Die Droge aus der Rinde wird bis heute als krampflösendes Mittel, insbesondere bei Menstruationsbeschwerden, arzneilich verwendet.

Der Name Dampfbeere kommt daher, dass früher die Früchte, auch in Mitteleuropa, in der Volksmedizin als Mittel gegen den „Dampf“, wie man Asthma und Atemnot seinerzeit nannte, verwendet wurden.

Das russische Lied Kalinka besingt den Gewöhnlichen Schneeball. Das ukrainische Volkslied Oj, u lusi tscherwona kalyna besingt ebenfalls den Gewöhnlichen Schneeball und wurde nach der russischen Invasion 2022 durch Andrij Chlywnjuk und die ukrainische Band BoomBox bekannt.

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Kai-lan

Was ist denn das nun schon wieder und kann ich das im Kleingarten anbauen?

Kai-lan oder Chinesischer Brokkoli (Brassica alboglabra, Syn.: Brassica oleracea var. alboglabra) – im Englischen Gai lan, Chinese kale oder Chinese broccoli genannt; im Niederländischen meist Kailan geschrieben – ist ein leicht bitteres Blattgemüse mit flachen, glänzend blau-grünen Blättern und dicken Stielen. Der Kai-lan gehört in der Gattung Kohl (Brassica) zur Art des Gemüsekohls (Brassica oleracea) und ist so mit dessen Unterarten Brokkoli und Grünkohl eng verwandt, denen er im Geschmack ein wenig ähnelt.

Er ist daneben ein naher Verwandter des Pak Chois wie des Chinakohls und wird in verschiedenen Sorten angebaut, die den regionalen Anbautemperaturen angepasst zu unterschiedlichen Zeiten geerntet werden. Seine Sorten können sich in äußeren Merkmalen wie der Blütenfarbe unterscheiden, wobei der gelbblütige Kai-lan eine im Vergleich zum Kai-lan mit weißer Blüte neuere Züchtung darstellt.

Die Kai-lan-Pflanze kann eine Höhe von 0,5 bis 1 Meter erreichen, jedoch wird sie meist bei einer Größe von 30 bis 40 cm geerntet. Der Hauptstiel der Pflanze ist gerade und hat keine Härchen. Sein Stieldurchmesser beträgt meist 1,5 bis 2 cm. Die Blätter der Pflanze sind länglich oval und können bis zu 10 cm lang werden. Der Blattrand ist unregelmäßig geformt und kleinteilig gefranst. Der Blattstiel kann 3 bis 7 cm Länge erreichen.

Die Kai-lan-Pflanze kann eine Höhe von 0,5 bis 1 Meter erreichen, jedoch wird sie meist bei einer Größe von 30 bis 40 cm geerntet. Der Hauptstiel der Pflanze ist gerade und hat keine Härchen. Sein Stieldurchmesser beträgt meist 1,5 bis 2 cm. Die Blätter der Pflanze sind länglich oval und können bis zu 10 cm lang werden. Der Blattrand ist unregelmäßig geformt und kleinteilig gefranst. Der Blattstiel kann 3 bis 7 cm Länge erreichen.

Die Blüte des Kai-lans gibt es je nach Art sowohl in weiß als auch gelb. Das Blütenblatt ist länglich oval und kann 1 bis 2,5 cm lang werden. Der Durchmesser der Blüte beträgt mind. 1,5 bis 2 cm.

Der Kai-lan ist eine Pflanze, die warmes bis gemäßigtes Klima bevorzugt und weist unter den Kohlgemüsesorten die größte Wärmeresistenz auf. Der Samen und Setzling des Kai-lans gedeihen am besten bei 25 bis 30 Grad Celsius. Temperatur über 30 und unter 15 Grad Celsius verhindert das Keimen und Wachstum von Saat und Jungpflanze.

Gewöhnlich wächst Kai-lan bei einer Temperatur von 15 bis 25 Grad Celsius. Sein Wachstum vermindert sich bei einer Temperatur unter 20 Grad Celsius und verlangsamt sich stark, wenn sie geringer als 15 Grad Celsius ist. Die Pflanze mag große Tag-Nacht-Temperatur­unterschiede und verträgt normales bis sandiges Erdreich bei 80 bis 90 % Erdfeuchte. Sie ist jedoch nicht gegen Trockenheit resistent. Übermäßige Bewässerung und Ansammlung von Wasser auf den Feldern wirkt sich negativ auf die Pflanze aus.

Kai-lan ist in der chinesischen Küche und vor allem in der südlichen Kanton-Küche sehr verbreitet, zum Beispiel sautiert mit Ingwer und Knoblauch oder einfach in heißem Wasser gegart serviert mit Austernsauce. Im Gegensatz zum Brokkoli, wo nur die Blüten-Teile verzehrt werden, wird Kai-lan in der Regel mit Blättern und Stielen zubereitet. In manchen Ländern wird das Gemüse auch als Zutat in Salat verwendet. In Asien hat Kai-lan auch Eingang in der Küche Koreas, Japans, Myanmars, Thailands und Vietnams gefunden.

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Johannisbeertomate

Eine Johannisbeertomate, was ist den das nun schon wieder? Kann ich das im Kleingarten anbauen?

Die Johannisbeertomate (Solanum pimpinellifolium), auch bekannt als Wildtomate, ist eine Ursprungsform der heutigen Kulturtomate und gehört zur Gattung der Nachtschattengewächse (Solanum). Ihre Früchte sind kleine, kugelförmige Beeren, die an Johannisbeeren erinnern, daher der Name.

Herkunft
Ursprünglich stammt die Johannisbeertomate aus Südamerika, genauer gesagt aus den Küstenregionen von Peru und Chile. Diese Regionen bieten ideale Bedingungen für das Wachstum der Pflanze, da sie in Höhenlagen bis zu 500 m gedeiht. Die Pflanze hat sich auch in anderen Gebieten ausgebreitet, etwa auf den Galapagos-Inseln.

Besonderheiten
Die Johannisbeertomate unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von der klassischen Kulturtomate:

Wachstum: Sie wächst zunächst aufrecht, später niederliegend und kletternd. Sie kann Längen von bis zu 3 m erreichen, was ihr einen wilderen und buschigeren Wuchs verleiht. Das Ausgeizen – also das Entfernen von Seitentrieben – ist bei dieser Pflanze unnötig, da sie sich von Natur aus stark verzweigt.
Früchte: Die Früchte sind klein (ca. 1 cm Durchmesser), rund und leuchtend rot. Sie wachsen in dichten, langen Trauben, die oft reichlich Früchte tragen. Die Schale ist bei Reife glatt und die Kelchlappen der Blüten sind stark zurückgebogen.
Behaarung: Die Pflanze besitzt unterschiedliche Typen von Trichomen (Haare), von spärlichen bis hin zu dichten, drüsigen Haaren, die vor allem in der Fruchtphase sichtbar sind. Die Behaarung variiert je nach geografischer Herkunft der Pflanze.

Nutzung
Die Johannisbeertomate ist eine interessante Ergänzung für den Kleingarten, da sie aufgrund ihres wüchsigen Charakters wenig Pflege benötigt und reichlich Früchte trägt. Ihre kleinen, süßen Früchte eignen sich perfekt zum Naschen und für Salate. Besonders beliebt sind sie auch bei Kindern, da die handlichen Früchte direkt von der Pflanze gegessen werden können.

Geschmack
Der Geschmack der Johannisbeertomate ist süß-säuerlich, mit einer würzigen Tomatennote. Sie bietet ein intensives Aroma, das oft als fruchtig beschrieben wird, und hebt sich damit deutlich von den typischen Supermarkt-Tomaten ab.

Aussaat
Die Aussaat erfolgt ähnlich wie bei anderen Tomaten:

Zeitpunkt: Ab Februar oder März kann im Haus vorgezogen werden. Im Freiland oder Gewächshaus erfolgt die Pflanzung ab Mitte Mai, sobald keine Frostgefahr mehr besteht.
Samenfestigkeit: Die Johannisbeertomate ist samenfest, das heißt, man kann die Samen aus den Früchten entnehmen und im nächsten Jahr wieder verwenden.

Pflege
Die Pflege der Johannisbeertomate ist relativ einfach:

Standort: Ein sonniger und warmer Standort ist ideal. Die Pflanze mag lockere, nährstoffreiche Böden.
Wasser: Regelmäßiges Gießen ist wichtig, wobei Staunässe vermieden werden sollte. Eine Mulchschicht kann helfen, die Feuchtigkeit im Boden zu halten.
Düngung: Wie bei allen Tomatenarten profitieren Johannisbeertomaten von einer gelegentlichen Düngung, vor allem in der Wachstums- und Fruchtphase.

Platzbedarf
Die Johannisbeertomate benötigt aufgrund ihres wuchernden Wachstums viel Platz. Jede Pflanze beansprucht etwa zwei Quadratmeter Fläche, um sich optimal zu entwickeln. Sie ist daher nicht für den klassischen Tomatenanbau an Stäben geeignet, bei dem die Pflanzen kompakt und eintriebig gehalten werden. Stattdessen eignet sich ein freier Stand oder eine Rankhilfe, an der sie sich ausbreiten kann.

Fazit
Ja, die Johannisbeertomate kann problemlos im Kleingarten angebaut werden, solange ausreichend Platz zur Verfügung steht. Sie bietet eine pflegeleichte und robuste Alternative zur herkömmlichen Tomate, besonders für Gärtner, die nach etwas Besonderem suchen. Die Pflanze ist nicht nur ein optischer Blickfang, sondern auch ein Geschmackserlebnis für die ganze Familie.

Muss man die Pflanze ausgeizen?

Bei der Johannisbeertomate (Solanum pimpinellifolium) ist das Ausgeizen nicht notwendig und auch nicht empfehlenswert. Hier sind die Gründe dafür:

1. Wuchsverhalten
Buschiger Wuchs: Johannisbeertomaten wachsen auf natürliche Weise buschig und verzweigt. Sie bilden viele Triebe und tragen reichlich Früchte in dichten Trauben, was für die Pflanze typisch ist.
Niederliegendes Wachstum: Die Pflanzen neigen dazu, niederzulegen und zu klettern, was bedeutet, dass sie in ihrer natürlichen Wuchsform keine Unterstützung benötigen.

2. Ertrag
Hohe Fruchtproduktion: Durch das Vermeiden von Ausgeizen bleibt die gesamte Pflanze vital, was zu einer höheren Fruchtproduktion führen kann. Das Entfernen von Trieben könnte die Menge an Früchten verringern, die die Pflanze tragen kann.

3. Pflegeaufwand
Weniger Pflege: Da kein Ausgeizen erforderlich ist, ist der Pflegeaufwand geringer. Dies macht die Johannisbeertomate besonders attraktiv für Gärtner, die eine pflegeleichte Pflanze suchen.

4. Widerstandsfähigkeit
Robustheit: Johannisbeertomaten sind im Allgemeinen robuster und weniger anfällig für Krankheiten, wenn sie in ihrem natürlichen Wuchs gelassen werden.

Fazit
Das Ausgeizen ist bei Johannisbeertomaten nicht nötig und könnte sogar den Ertrag beeinträchtigen. Es ist besser, die Pflanze in ihrem natürlichen, buschigen Wuchs zu belassen, um die volle Ernte zu genießen.

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Tinda

Tinda, was ist den das nun schon wieder? Kann ich das im Kleingarten anbauen?

Praecitrullus fistulosus (Synonym: Benincasa fistulosa), allgemein bekannt als Tinda, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Sie ist die einzige Art der Gattung Praecitrullus und stammt aus Südasien, insbesondere aus Indien und Pakistan. Diese einjährige, kletternde Pflanze wird in ihrer Heimat als beliebtes Gemüse kultiviert und zeichnet sich durch eine Reihe besonderer Merkmale aus.

Herkunft
Die Pflanze ist ursprünglich in Indien und Pakistan beheimatet und wird vor allem in diesen Ländern kommerziell angebaut. Sie wächst gut in tropischen und subtropischen Klimazonen und ist ein wichtiger Bestandteil der regionalen Küche.

Botanische Merkmale
Die Praecitrullus fistulosus ist eine einjährige, kletternde Pflanze mit relativ starken, zottig behaarten Sprossachsen. Die Pflanze hat schlanke, zwei- bis vierteilige Ranken, die sie beim Klettern unterstützen. Die wechselständigen Blätter sind fiederlappig bis -teilig, manchmal auch ganz oder gelappt. Sie sind herz- bis pfeilförmig, bis zu 15 cm groß und rauhaarig. Die Blätter sind an den Haupt- und Nebennerven auf der Unterseite dichter behaart.

Die Früchte sind rund bis leicht abgeflacht, haben eine grüne Farbe und erreichen einen Durchmesser von 6–12 cm. Es handelt sich dabei um Panzerbeeren, die glatte und vielsamige Früchte sind. Die schwarzen, flachen Samen haben eine dreischichtige Samenschale und sind etwa 8 mm lang.

Besonderheiten
Eine besondere Eigenschaft dieser Pflanze ist ihre Anpassung an heiße und trockene Klimazonen, in denen viele andere Pflanzen Schwierigkeiten hätten, zu gedeihen. Die zottige Behaarung der Sprossachsen und Blätter hilft der Pflanze vermutlich, sich vor übermäßiger Verdunstung zu schützen. Darüber hinaus gibt es zwei Fruchttypen: eine hellgrüne Variante, die bevorzugt wird, und eine dunkelgrüne Form, die seltener angebaut wird.

Nutzung und Geschmack
Die Früchte von Praecitrullus fistulosus sind ein wichtiger Bestandteil der asiatischen Küche. Sie werden in unreifem Zustand geerntet, bevor die Samen aushärten, und in verschiedenen Gerichten verwendet. Üblicherweise werden die Früchte geschält, die Samen entfernt, und das Fruchtfleisch gekocht, oft in Kombination mit Linsen oder Gewürzen. Auch das Einlegen der Früchte ist verbreitet. Die Samen können geröstet und als Snack verzehrt werden. Der Geschmack der Frucht ist mild und erinnert an Zucchini, mit einer leicht süßlichen Note.

Aussaat und Pflege
Die Aussaat erfolgt im Frühjahr, nachdem die Frostgefahr vorüber ist. Die Samen sollten direkt ins Freiland gesät werden, da die Pflanze eine starke Wurzelbildung aufweist und das Umpflanzen schlecht verträgt. Ein warmer und sonniger Standort ist ideal, und der Boden sollte gut durchlässig, nährstoffreich und feucht, aber nicht staunass sein.

Aussaatzeit: Frühling (April bis Mai)
Keimdauer: 7–14 Tage bei Temperaturen von 20–25 °C
Boden: Gut durchlässig, humusreich und leicht feucht
Bewässerung: Regelmäßig, aber Staunässe vermeiden
Düngung: Organischer Dünger oder Kompost im Laufe der Wachstumsperiode

Platzbedarf
Da Praecitrullus fistulosus kletternde Ranken bildet, benötigt die Pflanze entweder ausreichend Platz zum Ranken oder eine Rankhilfe wie ein Gitter oder Spalier. Sie kann sowohl im Beet als auch in größeren Töpfen angebaut werden, wobei mindestens ein Quadratmeter pro Pflanze eingeplant werden sollte.

Platzbedarf: Mindestens 1 m² pro Pflanze
Rankhilfe: Empfohlen, wenn vertikale Begrenzungen gegeben sind

Fazit
Praecitrullus fistulosus ist eine interessante Pflanze aus der Familie der Kürbisgewächse, die nicht nur in der asiatischen Küche eine wichtige Rolle spielt, sondern auch eine robuste und pflegeleichte Art für den Garten darstellt. Besonders in warmen Klimazonen kann sie ertragreich gedeihen und eine gesunde Ergänzung zur Gemüsevielfalt sein.

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Tindola

(C) CC BY-SA 3.0 Thamizhpparithi Maari Wikipedia

Tindola oder Scharlachranke (Coccinia grandis) ist eine Nutzpflanze aus der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae).

Die Tindola ist eine ausdauernde krautige Kletterpflanze mit Knollen, die kahlen Sprossachsen von bis zu 5 Metern Länge bildet. Die einfachen Laubblätter sind wechselständig und besitzen einen 5 bis 55 Millimeter langen Stiel.

Die meist kahle Blattspreite ist 3 bis 11 Zentimeter lang und 3 bis 13 Zentimeter breit. Sie ist herzförmig oder fünfeckig bis handförmig 3- bis 5-fach gelappt. Die stumpfen bis spitzen und feinstachelspitzigen, teils gelappten Lappen oder Spreiten sind, meist drüsig, gezähnt. Die Blattform ist ausschlaggebend für den englischen Trivialnamen Ivy Gourd („Efeu-Kürbis“).

Die Art ist von Afrika bis Südostasien und Malesien heimisch und wird hier auch angebaut. Darüber hinaus ist sie in Lateinamerika, Australien und anderen tropischen Gebieten eingeschleppt worden.

Die reifen Früchte werden roh, gekocht oder kandiert gegessen. Blätter, junge Sprosse und unreife Früchte werden gekocht als Gemüse gegessen. Verschiedenen Pflanzenteile werden medizinisch genutzt. Manchmal wird die Art auch als Zierpflanze angepflanzt. Blätter und junge Sprosse sind relativ reich an Kalium, Eisen, Zink und Selen, auch die Aminosäurezusammensetzung der Proteine ist für den Menschen günstig.

Die Tindola wird häufig über Stecklinge vermehrt, wobei rund 10-mal so viele weibliche wie männliche Pflanzen angepflanzt werden. Die Stecklinge werden im Abstand von ein bis zwei Metern an Spalieren gezogen. Häufig ist Bewässerung nötig. Manche Landrassen entwickeln sich ohne Befruchtung (parthenokarpisch). Eine Einzelpflanze kann bis zu 300 Früchte pro Saison tragen.

Die Art wird in etlichen Gebieten, wo sie eingeschleppt wurde, als invasive Art eingestuft. Da sie eine dichte Vegetationsschicht bildet, erdrückt sie die unter ihr befindliche Vegetation. Sie gilt als sehr aggressiv auf Guam und Saipan. Auf Hawaii gilt sie als Problem in Gärten, an Straßenrändern und in natürlicher Vegetation. Die Bekämpfung erfolgt zum Teil durch Ausbringung von Insekten, etwa den Käfern Acythopeus cocciniae und Acythopeus burkhartorum (Curculionidae) und dem Schmetterling Melittia oedipus (Sessidae). Weitere Bekämpfungsarten sind das Aufbringen von 2,4-D oder Triclopyr an die basalen Stammteile oder von Triclopyr und Dicamba auf die Blätter, mechanische Bekämpfung ist wirkungslos.

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Ingwer

Der Ingwer (Zingiber officinale), auch Ingber und Imber, der Wurzelstock auch Immerwurzel und Ingwerwurzel, genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Ingwer (Zingiber) innerhalb der Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae). Der unterirdische Hauptspross des Ingwers, das Ingwer-Rhizom (auch Ingwerwurzelstock genannt), wird als (ebenfalls Ingwer genanntes) Küchengewürz oder Arzneidroge verwendet; die pharmazeutische Bezeichnung für das Ingwer-Rhizom lautet Zingiberis rhizoma.

Ingwer ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 50 bis über 150 Zentimetern erreicht. Der dicke Stängel und die langen Laubblätter geben der Pflanze ein schilfartiges Aussehen. Es wird ein verzweigtes Rhizom als Überdauerungsorgan gebildet, das in der Erde horizontal wächst und innen gelblich und sehr aromatisch ist. Die Wurzeln werden entlang des Rhizoms als Adventivwurzeln angelegt.

Sie können ein gekauftes Stück Ingwer-Knolle ganz einfach vermehren, indem Sie es in kleinere Stücke schneiden und mit den “Augen”, an denen das frische Grün austreibt, in Wasser legen.


Der Geruch des Ingwers ist aromatisch, der Geschmack brennend scharf und würzig. Wesentliche Bestandteile sind dabei ein ätherisches Öl, Harzsäuren und neutrales Harz sowie Gingerol, eine scharf aromatische Substanz.

Das Gingerol verleiht dem Ingwer die Schärfe. Weiter enthält Ingwer Zingiberen, Zingiberol, Shogaol und Diarylheptanoide.

Außerdem enthält das Ingwer-Rhizom auch die verdauungsfördernden, magenstärkenden, appetit- und kreislaufanregenden Stoffe Borneol, Cineol, die Scharfstoffe Shogaol und Zingeron[4] sowie Vitamin C, Magnesium, Eisen, Calcium, Kalium, Natrium und Phosphor.

Die außergewöhnliche Schärfe des nigerianischen Ingwers ist zum Beispiel auf einen überdurchschnittlich hohen Gehalt an Gingerol zurückzuführen. Indischer Ingwer mit seinem ausgeprägten Zitrusaroma enthält eine vergleichsweise hohe Menge Limonen.

Ingwer wächst in den Tropen und Subtropen. Er wird traditionell in Ländern wie Indien, Nigeria, China, Nepal, Indonesien, Thailand, Kamerun, Bangladesch, Japan sowie in einigen Staaten Südamerikas angebaut. Die Heimat der Ingwerpflanze ist nicht sicher bekannt. Möglicherweise hat sie ihren Ursprung in Sri Lanka oder auf den pazifischen Inseln. Im 9. Jahrhundert wurde die Pflanze im deutschen Sprachraum bekannt.

Die Ingwerpflanze wird mittlerweile auch in Deutschland angebaut. Seit dem Jahr 2017, wird in der staatlichen Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau im Versuchsbetrieb Bamberg, an der Kultivierung der Ingwerpflanze in Deutschland geforscht. Kultiviert werden in Bamberg die Sorten Tari und Peru. Insbesondere der ökologische Anbau von Ingwer im Folientunnel oder Gewächshaus scheint vielversprechend. Auch wird an einer Kultivierung der Ingwerpflanze mit konventionellen Produktionsverfahren im Rahmen der KIP (kontrollierten integrierten Produktion) mithilfe der sogenannten „deep water culture“ in Bamberg, einer Methode der Hydroponik, geforscht. Mittlerweile hat die Ingwerpflanze aus der Forschung heraus auch ihren Weg in die Region gefunden und wird gewerblich angebaut.

Ingwer zählt frisch wie auch getrocknet und gemahlen zu den bekannteren Küchenkräutern und Gewürzen. So zerreibt man beispielsweise ein geschältes Stück des Ingwer-Rhizoms auf der Küchenreibe und gibt es (kurz nach dem Kochen oder Braten) in Suppen oder auch auf Hühnchenfleisch. Er passt zu Geflügel und Lamm sowie zu Fisch und Meeresfrüchten. Er dient pur oder in Mischungen (Curry, Chutneys, Marmeladen, Soßen) als Gewürz. Auch Lebkuchen, Pfefferkuchen, Milchreis, Obstsalat, Tee und fruchtige Kaltschalen werden mit gemahlenem Ingwer verfeinert.

Ingwer-Pflaumen beziehungsweise Ingwer-Nüsse sind in Sirup eingelegte Stücke frischen Ingwers. Als weitere süße Ingwerzubereitungen gibt es kandierten (auch mit Schokolade überzogenen) Ingwer und die vor allem in Großbritannien beliebte Ingwerkonfitüre. Junge Ingwersprossen dienen in den Tropen gelegentlich als sehr würziges Gemüse oder als Würzkraut. Aus Japan stammt in Essig eingelegter Ingwer, der als Gari zwischen unterschiedlichen Sushi-Gängen gegessen wird und als solcher in Sushi-Restaurants auf der ganzen Welt verbreitet ist.

Ingwer wird häufig in der Getränke- (Ginger Ale, Ingwerbier) und Lebensmittelindustrie verwendet. Ginger Ale ist eine alkoholfreie Limonade mit Ingwergeschmack, die vor allem um die Mitte des 20. Jahrhunderts beliebt war. Wegen seiner anregenden Wirkung auf die Schweißbildung ist Ingwer in heißen Ländern als Zusatz in Kaffee oder Tee beliebt. Auch reiner Ingwertee ist gebräuchlich.

Der „Ingwer-Wurzelstock“ enthält einen zähflüssigen Balsam (Oleoresin), der aus ätherischen Ölen und einem Scharfstoffanteil, den Gingerolen und Shogaolen, besteht. Zubereitungen aus dem „Ingwer-Wurzelstock“ werden antioxidative, antiemetische, entzündungshemmende sowie anregende Effekte auf die Magensaft-, Speichel- und Gallenbildung sowie die Darmfunktion zugesprochen und daher insbesondere in der traditionellen asiatischen Medizin auch zur Behandlung von Rheuma, Muskelschmerzen oder Erkältungen verordnet.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Gemüse, Kräuter
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