Die Cucumis anguria, auch bekannt als Antillengurke, Westindische Stachelgurke oder Igelgurke, ist eine interessante Pflanze aus der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Sie stammt ursprünglich aus Afrika, ist aber mittlerweile in vielen tropischen und subtropischen Regionen verbreitet, darunter die Karibik, Mittel- und Südamerika. Sie ist nicht mit der klassischen Gurke (Cucumis sativus) zu verwechseln, aber ihre Früchte erinnern optisch und geschmacklich an kleine, stachelige Gurken.
Aussehen und Eigenschaften:
- Wuchsform: Kriechende oder kletternde Pflanze mit Ranken, ähnlich wie klassische Gurken.
- Blätter: Herzförmig, leicht behaart, mit gezacktem Rand.
- Blüten: Gelb und relativ unscheinbar, getrenntgeschlechtlich (männliche und weibliche Blüten auf derselben Pflanze).
Früchte: Oval, 4–8 cm lang, mit weicher, stacheliger Schale. Die Farbe reicht von hellgrün bis gelblich, wenn reif.
Anbau und Standort:
- Standort:
- Licht: Die Antillengurke liebt volle Sonne. Ein Standort mit mindestens 6–8 Stunden direkter Sonneneinstrahlung ist ideal.
- Temperatur: Sie bevorzugt warme Temperaturen zwischen 20–30 °C. Frost verträgt sie nicht, daher erst nach den Eisheiligen ins Freiland pflanzen.
- Boden: Leicht sandige, humusreiche Böden mit guter Drainage sind optimal. Der pH-Wert sollte zwischen 6,0 und 6,8 liegen.
2. Aussaat und Pflanzung:
- Vorkultur: Ab März/April im Haus oder Gewächshaus vorziehen. Samen etwa 1–2 cm tief in Anzuchterde legen.
- Keimtemperatur: 22–25 °C, Keimdauer ca. 7–14 Tage.
- Abhärtung: Vor dem Auspflanzen ins Freiland die Jungpflanzen einige Tage an die Außentemperaturen gewöhnen.
- Pflanzabstand: 50–70 cm zwischen den Pflanzen, bei Reihenpflanzung ca. 100 cm Reihenabstand.
- Rankhilfe: Da die Pflanze klettert, empfiehlt sich ein Spalier, Zaun oder eine andere Rankhilfe.
Pflege:
- Gießen:
- Regelmäßig und gleichmäßig gießen, der Boden sollte stets leicht feucht, aber nicht nass sein.
- Staunässe vermeiden, da dies Wurzelfäule begünstigt.
- Mulchen hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten.
- Düngen:
- Vor dem Pflanzen Kompost oder organischen Dünger (z.B. gut verrotteter Mist) in den Boden einarbeiten.
- Während der Wachstumsphase alle 2–3 Wochen mit einem flüssigen organischen Dünger oder Brennnesseljauche nachdüngen.
- Kaliumreiche Düngung fördert die Fruchtbildung.
- Schnittmaßnahmen:
- Kein Rückschnitt nötig, außer zur Formgebung oder zur besseren Belüftung der Pflanze.
- Entfernen von alten, kranken oder schwachen Blättern fördert die Gesundheit der Pflanze.
Die Früchte können roh oder gegart gegessen werden. Sie stammt aus Zentralamerika und dem tropisch-andinen Südamerika. Sie wird als Zier- und Gemüsepflanze genutzt.
Die Früchte können roh oder gegart gegessen werden. Sie stammt aus Zentralamerika und dem tropisch-andinen Südamerika. Sie wird als Zier- und Gemüsepflanze genutzt.
Fortpflanzung und Samengewinnung:
- Bestäubung:
- Die Pflanze ist insektenbestäubt, meist durch Bienen.
- Bei fehlender Bestäubung kann man mit einem Pinsel nachhelfen.
- Samenernte:
- Für die Saatgutgewinnung sollten die Früchte voll ausgereift sein (gelbliche Färbung).
- Frucht aufschneiden, Samen herauslösen und gründlich waschen.
- Fermentierung: Wie bei Tomaten kann eine kurze Fermentierung helfen, die Samenschale von Fruchtfleischresten zu befreien.
- Die Samen anschließend an einem schattigen, gut belüfteten Ort trocknen lassen.
Lagerung: In einem luftdichten Behälter kühl und dunkel lagern, Keimfähigkeit ca. 2–4 Jahre.
Krankheiten und Schädlinge:
- Typische Probleme:
- Mehltau (echter und falscher): Weißer Belag auf den Blättern.
- Blattläuse: Saugen an jungen Trieben, führen zu Blattverkrüppelungen.
- Schnecken: Jungpflanzen sind besonders gefährdet.
- Vorbeugung:
- Gute Luftzirkulation durch nicht zu dichtes Pflanzen.
- Mulchen hilft, den Boden feucht zu halten und das Spritzen von Pilzsporen zu reduzieren.
- Natürliche Fressfeinde wie Marienkäfer gegen Blattläuse fördern.
Fazit:
Die Antillengurke ist eine pflegeleichte und vielseitige Pflanze, die sich sowohl für den Nutz- als auch den Ziergarten eignet. Sie ist relativ robust und gedeiht bei richtiger Pflege üppig. Aufgrund ihrer exotischen Optik und ihres frischen Geschmacks stellt sie eine interessante Alternative zu klassischen Gurken dar.
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