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Kurkuma

Die Kurkuma oder Kurkume (Curcuma longa), auch Gelber Ingwer, Safranwurz(el), Gelbwurz(el), Gilbwurz(el) oder Curcuma genannt, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae). Sie stammt aus Südasien und wird in den Tropen kultiviert.

Das Rhizom ähnelt stark dem des Ingwers, ist jedoch intensiv gelb; das geschälte Rhizom wird frisch und getrocknet als Gewürz und Farbstoff verwendet.

Es sind bis zu fünf Prozent typische ätherische Öle sowie bis zu drei Prozent des gelbfärbenden Curcumins bzw. dessen Derivate enthalten. Das Rhizom wirkt verdauungsanregend.

Kurkuma ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu einem Meter erreicht. Es werden stark verzweigte, gelbe bis orange, zylindrische, aromatische Rhizome als Überdauerungsorgane ausgebildet, die an den Enden Knollen entwickeln.

Das Rhizom ähnelt stark dem des Ingwers, ist jedoch intensiv gelb. Es sind bis zu fünf Prozent typische ätherische Öle sowie bis zu drei Prozent des für die gelbe Färbung verantwortlichen Curcumins bzw. dessen Derivate (Curcuminoide) enthalten. Die wichtigsten chemischen Komponenten sind neben Curcumin (60 %), Demethoxycurcumin (25 %) und Bisdemethoxycurcumin (15 %). Das ätherische Öl besteht zu 60 % aus Sesquiterpenen, wie Turmeron (bis 30 %), ar-Turmeron (bis 25 %), Atlanton und Zingiberen (bis 25 %) und Monoterpenen (Cymen, 1,8-Cineol, Phellandren, Sabinen, Borneol und andere).

Anbau im Kleingarten – Sinn oder Unsinn?

Ja, Kurkuma kann in deutschen Kleingärten angebaut werden, allerdings nur unter kontrollierten Bedingungen, wie in einem Gewächshaus oder in Töpfen in einem warmen Raum. Es erfordert eine gewisse Sorgfalt und Pflege, kann jedoch für gartenbegeisterte Personen eine interessante Bereicherung sein.

  • Sinn: Kurkuma kann in einem geeigneten Umfeld (Gewächshaus) erfolgreich kultiviert werden, und die gesundheitlichen Vorteile sowie die Verwendung in der Küche machen den Anbau interessant.
  • Unsinn: Der Anbau im Freiland ohne Schutz ist in den meisten deutschen Klimazonen nicht praktikabel, und die Aufzucht kann viel Aufwand erfordern. Für Hobbygärtner, die Platz und Ressourcen haben, kann es jedoch eine lohnende Herausforderung sein.

In China liegt die Blütezeit meist im August. Endständig auf dem Scheinstamm sitzt der 12 bis 20 Zentimeter lange Blütenstandsschaft, über diesem steht der zylindrische, ährige Blütenstand, der viele Blüten enthält. Er ist 12 bis 18 Zentimeter hoch und sein Durchmesser reicht von 4 bis 9 Zentimetern. Die Tragblätter, über denen die Blüten stehen, sind hellgrün, von 3 bis 5 Zentimetern Länge, eiförmig bis länglich und mit stumpfem oberen Ende.

Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und dreizählig. Die drei 0,8 bis 1,2 Zentimeter langen Kelchblätter sind verwachsen, weiß, flaumig behaart und die drei Kelchzähne ungleich. Die drei hellgelben Kronblätter sind zu einer bis zu 3 Zentimeter langen Kronröhre verwachsen. Die drei Kronlappen von 1 bis 1,5 Zentimeter Länge sind dreieckig mit stachelspitzigem oberen Ende; der mittlere Kronlappen ist größer als die beiden seitlichen. Nur das mittlere Staubblatt des inneren Kreises ist fertil.

Frisch hat der Wurzelstock einen harzigen, leicht brennenden Geschmack, getrocknet schmeckt er mildwürzig und erdig-bitter. Er wird vor allem gemahlen wegen seiner Färbekraft verwendet, beispielsweise als Bestandteil von Gewürzmischungen wie Currypulver. Kurkuma ist wesentlich preiswerter als der ebenfalls stark gelbfärbende Safran. In Indien ist die Verwendung von Currypulver seit 4000 Jahren belegt. Susanne S. Renner geht davon aus, dass Kurkuma bereits vor 10.000 Jahren genutzt wurde, „als die Menschen im Ganges-Delta mit der Landwirtschaft und Nutzung von Pflanzen begonnen haben“.

Kurkuma galt als heilig und gehörte bereits damals zu den wichtigsten Gewürzen.

In der traditionellen indischen Heilkunst Ayurveda wird es zu den „heißen“ Gewürzen gerechnet, denen eine reinigende und energiespendende Wirkung zugesprochen wird. Indien ist das weltgrößte Anbauland und verbraucht rund 80 % der Welternte. Während in Indien meistens getrocknetes Kurkuma verwendet wird, ist in Südostasien, beispielsweise in der thailändischen Küche, die Verwendung der frischen, geriebenen Knolle verbreitet. In der westlichen Küche spielt Kurkuma eine untergeordnete Rolle als Bestandteil von Currypulver, als billiger Safranersatz oder als Farbstoff in der Lebensmittelindustrie, etwa für Senf, Teigwaren oder Kurkuma-Reis.

Kurkuma sollte dunkel und nicht zu lange gelagert werden, da die Farbe bei Licht schnell verblasst und es an Aroma verliert.

In Anzeigen oder Ratgebern wird eine Wirkung gegen verschiedenste Krankheiten (Diabetes, Arthrose, Krebs) beworben. Da aber hierfür aussagekräftige Studien fehlen, sind in der EU keine gesundheitsbezogenen Werbeaussagen für kurkumahaltige Nahrungsergänzungsmittel zugelassen.

In Deutschland wurde die Droge Gelbwurzel als Rhizoma Curcumae 1930 im Ergänzungsband 5 (Erg.-B. 5) zum DAB als pflanzliches Arzneimittel aufgenommen. In der überarbeiteten Ausgabe 10 des DAB (mit den neuen lateinischen Drogenbezeichnungen) ist sie als Rhizoma Curcumae Longae gelistet. Der ebenfalls zur Gattung Curcuma gehörende Javanische Gelbwurz (Curcuma xanthorrhiza Roxb.) ist seit 1978 im DAB 8 enthalten.

Entscheidend für die Wirkung soll gemäß dem Deutschen Grünen Kreuz eine exakte und ausreichend hohe Dosierung sein.

Außer als Gewürz und zum Färben von Speisen fand Kurkuma bis ins 20. Jahrhundert zum Färben von Papier, Firnissen und Salben beschränkte Anwendung. Die traditionellen Stoffe Timors (Tais) werden mit Kurkuma gefärbt. Je nach Verwendung entstehen so gelbe bis tief orange Farbtöne.[17] Mit Curcumin gelb gefärbtes Papier (Kurkumapapier) diente in der Chemie als Indikatorpapier auf Alkalien, von denen es in Braunrot umgefärbt wird (Umschlagspunkt bei pH = 8,6). Der Kurkumafarbstoff Curcumin wird als Reagenz zum Nachweis von Bor in Form von Borsäure verwendet, mit der es in saurer Lösung den roten Farbstoff Rosocyanin liefert.

Der lange haltbare, creme- bis rosafarbene Blütenstand der Kurkumapflanze wird als Schnittblume verwendet.

Da Kurkuma relativ billig ist, wird es häufig zum Strecken von Safran verwendet. Die obige Reaktion mit Alkalien wie Natronlauge wird dabei zur Überprüfung der Ware genutzt.

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Erdbeerbaum

Erdbeerbaum 2 Jahre

Der Erdbeerbaum (Arbutus unedo) gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) und ist in Regionen wie dem Mittelmeerraum, Westeuropa und Nordafrika heimisch. Er gedeiht vor allem in sonnigen, geschützten Lagen und ist wegen seiner dekorativen Rinde, seinen weißen bis cremefarbenen Blüten und den auffälligen roten Früchten beliebt.

Wenn Sie einen Erdbeerbaum im Kleingarten pflanzen möchten, sollten Sie darauf achten, dass der Standort sonnig bis halbschattig und der Boden gut durchlässig ist.

Erdbeerbäume bevorzugen saure bis neutrale Böden, die humusreich und gut durchlässig sind. Um den pH-Wert des Bodens zu verbessern, kann Kompost oder saurer Mulch (z.B. Rindenmulch) verwendet werden. Während der Wachstumsperiode im Frühling kann es hilfreich sein, den Baum mit einem säureliebenden Pflanzen- oder Heidelbeer-Dünger zu versorgen..

Die Früchte des Erdbeerbaums sind reich an Vitamin C und haben einen süßen, leicht säuerlichen Geschmack. Sie können roh gegessen, zu Marmelade, Gelee, Likör oder Kuchen verarbeitet werden. In der traditionellen Küche der Mittelmeerregion werden sie oft für Desserts verwendet. Darüber hinaus sind die Früchte auch eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel und andere Wildtiere. Die Früchte reifen im Herbst und bleiben oft bis in den Winter hinein am Baum hängen.

Erdbeerbaum Fruchtbildung

Erdbeerbäume sind in der Regel winterhart bis zu einer Temperatur von -10°C, aber sie können bei sehr kalten Temperaturen Schaden nehmen. Wenn Sie in einer Gegend mit kaltem Winter leben, sollten Sie Ihren Baum mit einer Schicht Mulch oder einem Frostschutzvlies abdecken, um ihn zu schützen. Ältere, gut etablierte Bäume sind in der Regel widerstandsfähiger und können auch tiefere Temperaturen überstehen.

Eine vegetative Vermehrung ist möglich, indem man halbverholzte Stecklinge im Spätsommer oder Herbst entnimmt. Die Stecklinge werden in feuchte, durchlässige Erde gesetzt und brauchen hohe Luftfeuchtigkeit sowie geschützte Bedingungen, um Wurzeln zu bilden.

Im Durchschnitt beträgt das jährliche Wachstum etwa 15 bis 30 cm pro Jahr. Das Wachstum hängt jedoch stark von den Standortbedingungen ab, wie Bodenbeschaffenheit, Klima und Pflege. Unter optimalen Bedingungen, wie einem sonnigen Standort, gut durchlässigem Boden und ausreichender Feuchtigkeit, kann der Baum etwas schneller wachsen, aber er bleibt dennoch ein langsam wachsender Baum.

In Regionen mit strengen Wintern ist es ratsam, die Wurzeln des Baumes mit einer dicken Mulchschicht (z.B. aus Laub oder Stroh) zu bedecken, um sie vor Frost zu schützen. Junge Bäume oder empfindliche Exemplare können zusätzlich mit einem Frostschutzvlies oder einer Abdeckung um die Krone vor kalten Winden geschützt werden. Achten Sie darauf, das Vlies nicht zu fest zu wickeln, um die Luftzirkulation zu gewährleisten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Erdbeerbaum nicht nur eine attraktive und leckere Bereicherung für den Kleingarten ist, sondern auch eine wertvolle Pflanze für die lokale Fauna darstellt. Mit der richtigen Pflege und einem geeigneten Standort kann er selbst in kälteren Regionen gedeihen und erfordert dabei vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit.

Erdbeerbäume gibt es tatsächlich in Deutschland, obwohl sie ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und anderen wärmeren Regionen stammen. Sie sind in einigen Gegenden Deutschlands, insbesondere in milderen Klimazonen, anzutreffen. Zum Beispiel in den folgenden Regionen:

  1. Weinbaugebiete: In klimatisch begünstigten Regionen wie dem Rheingau, der Pfalz und Baden, wo auch Wein angebaut wird, kann man Erdbeerbäume finden. Diese Gegenden haben mildere Winter und bieten den Bäumen die nötigen Voraussetzungen, um zu gedeihen.

  2. Städte mit mildem Klima: In Städten wie Freiburg im Breisgau oder am Bodensee, wo das Klima etwas wärmer ist, gibt es Berichte über Erdbeerbäume, die im Freien wachsen und überwintern. Auch in städtischen Parks oder botanischen Gärten können sie gelegentlich gepflanzt werden.

  3. Botanische Gärten: In mehreren botanischen Gärten in Deutschland, darunter der Botanische Garten Berlin oder der Palmengarten Frankfurt, werden Erdbeerbäume als Zierpflanzen kultiviert. Diese Standorte bieten oft geschützte Bedingungen, unter denen auch empfindlichere Pflanzen überleben können.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Exoten, Obst

Horngurke

Die Horngurke (Cucumis metuliferus) stammt ursprünglich aus den warmen Regionen Afrikas, vor allem aus dem südlichen und östlichen Afrika, einschließlich Ländern wie Namibia, Botswana und Simbabwe. Sie wird heute aber auch in anderen Teilen der Welt, wie Neuseeland, Israel, Kalifornien und Kenia, kommerziell angebaut. Neuseeländische Früchte sind besonders bekannt und werden unter der Handelsmarke „Kiwano“ in Europa und den USA vertrieben.

Botanische Beschreibung:

Die Horngurke ist eine einjährige, kletternde Pflanzenart aus der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Die Stängel sind gerippt, steifhaarig und können bis zu drei Meter weit ranken. Die Blätter sind grob gezähnt und ähneln denen der Gurkenpflanzen. Die Früchte, oft als Scheinfrüchte bezeichnet, sind etwa 10 bis 15 Zentimeter lang, ellipsoid und tragen auffällige, stachelartige Auswüchse, die der Frucht ihr charakteristisches Aussehen verleihen. Die Schale ist dick, anfangs grün, wird aber während der Reifung zunehmend orange.

Besonderheiten:

Die Horngurke ist nicht nur optisch durch ihre stachelige, leuchtend orange Schale auffällig, sondern auch durch ihre Vielseitigkeit. Sie ist robust und kann in warmen, trockenen Gebieten gedeihen, weshalb sie auch in Afrika eine wichtige Nahrungsquelle in heißen, halbtrockenen Regionen ist. Ihre Fähigkeit, in solchen Bedingungen zu wachsen, macht sie besonders wertvoll in Ländern mit weniger fruchtbarem Boden. Eine weitere Besonderheit ist ihre lange Haltbarkeit, auch nach der Ernte.

Nutzung:

Die Frucht wird vor allem als exotisches Nahrungsmittel verwendet. Ihr saftig-grünes Fruchtfleisch enthält viele Samen, die, ähnlich wie bei Kiwis, problemlos mitgegessen werden können. Die Frucht wird typischerweise der Länge nach aufgeschnitten, und das Fruchtfleisch wird ausgelöffelt. In der Küche lässt sich die Kiwano sowohl süß als auch herzhaft verwenden. Sie eignet sich für Obstsalate, Smoothies oder Desserts, aber auch als Beilage zu pikanten Gerichten. Außerdem wird sie als dekoratives Element in Cocktails und Buffets verwendet.

Geschmack:
Der Geschmack der Kiwano ist eine einzigartige Mischung aus mehreren Aromen. Er wird oft als erfrischend und leicht herb beschrieben und kombiniert Noten von Banane, Limette, Gurke und Melone. Je nach Reifegrad kann der Geschmack variieren, wobei vollreife Früchte süßer sind. Der Geschmack lässt sich durch das Hinzufügen von Zitronensaft intensivieren und frischer gestalten.

Aussaat und Anbau:
Die Horngurke kann auch in einem deutschen Kleingarten angebaut werden, sofern die Bedingungen stimmen. Sie ist eine wärmeliebende Pflanze und gedeiht am besten bei Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad Celsius. Deshalb sollte sie erst nach den letzten Frösten, idealerweise im Mai, im Freiland oder Gewächshaus ausgesät werden. Vorzucht im Haus ab April ist ebenfalls möglich. Die Samen sollten etwa 1 cm tief in lockere, nährstoffreiche Erde gelegt werden.

Standort und Pflege:
Die Pflanze benötigt einen sonnigen Standort und sollte an einem Spalier oder Rankgitter gezogen werden, da sie sich kletternd ausbreitet. Sie benötigt regelmäßige Wassergaben, besonders in trockenen Perioden, verträgt aber keine Staunässe. Eine Düngung mit Kompost oder einem stickstoffreichen Dünger fördert das Wachstum. Die Blütezeit liegt in den Sommermonaten, wobei sie gelbe, unscheinbare Blüten bildet, die dann von Insekten bestäubt werden. Im Herbst, etwa 60 bis 70 Tage nach der Aussaat, können die ersten Früchte geerntet werden.

Pflege:
Die Pflege der Horngurke ist recht unkompliziert. Wichtig ist ein warmer, sonniger Standort und regelmäßiges Gießen. Obwohl die Pflanze trockenheitstolerant ist, wirkt sich eine gleichmäßige Wasserversorgung positiv auf die Fruchtbildung aus. Staunässe sollte vermieden werden, da die Pflanze empfindlich auf zu viel Feuchtigkeit reagiert. Zudem empfiehlt es sich, die Pflanze bei Bedarf zu düngen, vor allem während der Wachstumsphase. Bei kühleren Temperaturen sollte sie geschützt oder ins Gewächshaus gebracht werden.

Fazit:
Die Horngurke ist eine faszinierende Pflanze, die nicht nur wegen ihrer auffälligen Früchte, sondern auch wegen ihres erfrischenden Geschmacks und ihrer Vielseitigkeit in der Küche beliebt ist. Mit den richtigen Anbaubedingungen kann sie problemlos in einem deutschen Kleingarten kultiviert werden. Sie verlangt zwar nach warmen Temperaturen und einem geschützten Standort, bietet dafür aber interessante Ernteergebnisse, die optisch und geschmacklich überzeugen.


Die Minigurke stammt aus Mexiko und in zentralamerikanischen Ländern beheimatet. Es handelt sich um eine wärmeliebende, rankende (ca. 2 m) Kletterpflanze.



Die Früchte können roh oder gegart gegessen werden. Sie stammt aus Zentralamerika und dem tropisch-andinen Südamerika. Sie wird als Zier- und Gemüsepflanze genutzt.



Die Zitronengurke (Cucumis sativus) bildet Früchte, die aromatisch, süß und, erfrischend schmecken.


Posted by Redaktion in Aktuelles, Exoten, Gemüse

Explodiergurke

(C) CC BY-SA 3.0 Wikipedia H. Zell

Die Explodiergurke (Cyclanthera brachystachya) ist eine bemerkenswerte Pflanze aus der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) und stammt aus den tropischen und subtropischen Regionen Zentralamerikas sowie den tropisch-andinen Gebieten Südamerikas. Sie wird sowohl als Zierpflanze als auch als Gemüsepflanze genutzt.

Herkunft:
Die Heimat der Explodiergurke erstreckt sich über Zentralamerika bis in die tropischen Regionen Südamerikas. Sie ist besonders in Ländern wie Peru, Ecuador und Bolivien zu finden, wo sie traditionell angebaut wird.

Besonderheiten
Die Explodiergurke hat einige interessante Eigenheiten, die sie von anderen Kürbisgewächsen abheben:

Kletterpflanze: Ihre Stängel können mehrere Meter lang werden. Sie nutzt fadenförmige Blattranken, um sich an Stützen festzuhalten und spiralförmig emporzuklettern.

Explodierende Früchte: Die Pflanze trägt ihren Namen aufgrund der Art, wie die Früchte bei Reife aufplatzen und ihre Samen regelrecht “explodierend” verteilen. Dies ist ein natürlicher Mechanismus zur Verbreitung der Samen.

Einjährig oder kurzlebig ausdauernd: Die Explodiergurke ist typischerweise eine einjährige Pflanze, kann aber in einigen Fällen auch als kurzlebige ausdauernde Pflanze überleben.

Nutzung:
Die Pflanze wird vielseitig genutzt, sowohl für Zierzwecke als auch in der Küche:

Zierpflanze: Aufgrund ihres schnellen Wachstums und der rankenden Natur ist sie eine beliebte Kletterpflanze für Zäune, Lauben oder Rankhilfen.

Gemüse: Die Früchte der Cyclanthera brachystachya, in spanischsprachigen Regionen auch Cuchinito genannt, werden oft in der Küche verwendet. Sie können roh oder gekocht verzehrt werden und finden in einer Vielzahl von Gerichten Anwendung, von Salaten bis hin zu eingelegten oder gekochten Speisen, ähnlich wie Kürbisse.

Geschmack:
Der Geschmack der Explodiergurke erinnert an eine Mischung aus Gurke und Paprika, ist leicht süßlich und mild, jedoch wenig dominant. Der Geschmack variiert etwas je nach Reifegrad und Zubereitungsart.

Aussaat:

Voranzucht: Die Aussaat sollte idealerweise im Frühjahr in einem warmen, geschützten Raum erfolgen. Die Samen benötigen Temperaturen von etwa 20–25 °C, um zu keimen.

Direktaussaat: Alternativ kann nach den letzten Frösten direkt ins Freiland gesät werden. Die Pflanze benötigt einen sonnigen Standort und bevorzugt durchlässigen, nährstoffreichen Boden.

Keimdauer: Die Keimung dauert in der Regel etwa 10–14 Tage, je nach Temperatur und Bodenfeuchtigkeit.

Pflege:

Standort: Die Explodiergurke gedeiht am besten in voller Sonne und benötigt eine Rankhilfe, um sich optimal entwickeln zu können.

Bewässerung: Regelmäßiges Gießen ist wichtig, besonders in Trockenperioden, jedoch sollte Staunässe vermieden werden.

Düngung: Die Pflanze profitiert von einer regelmäßigen Düngung mit einem stickstoffreichen Dünger, besonders während der Wachstumsphase.

Schädlingsbefall: Sie ist relativ resistent gegenüber Schädlingen, kann jedoch manchmal von Blattläusen oder Mehltau befallen werden. Eine gute Belüftung und regelmäßige Kontrolle der Pflanzen hilft, diese Probleme zu minimieren.

Fazit:

Die Explodiergurke ist eine interessante und pflegeleichte Pflanze, die sowohl dekorative als auch kulinarische Zwecke erfüllt. Mit ihrem schnellen Wachstum und den essbaren Früchten bietet sie Gärtnern und Feinschmeckern gleichermaßen einen Mehrwert. Die besondere Eigenschaft der explodierenden Früchte macht sie zu einem faszinierenden Element im Garten, und der milde Geschmack ihrer Früchte erlaubt eine vielseitige Verwendung in der Küche.


Die Minigurke stammt aus Mexiko und in zentralamerikanischen Ländern beheimatet. Es handelt sich um eine wärmeliebende, rankende (ca. 2 m) Kletterpflanze.



Der Geschmack der Kiwano ist erfrischend, leicht herb und stellt eine Mischung aus Banane, Limette, Gurke und Melone dar.



Die Zitronengurke (Cucumis sativus) bildet Früchte, die aromatisch, süß und, erfrischend schmecken.


Posted by Redaktion in Aktuelles, Exoten, Gemüse

Pflanzen mit lustigen und skurrilen Bezeichnungen

Es gibt viele Pflanzen mit lustigen, skurrilen und teils kuriosen Namen! Hier eine Auswahl, die zeigt, wie kreativ oder humorvoll botanische Bezeichnungen und volkstümliche Namen sein können:

  1. Eselsdistel (Onopordum acanthium)
  • Beschreibung: Eine markante, bis zu 2 Meter hohe Distel mit großen, silbrig behaarten Blättern und violetten Blüten. Sie gedeiht auf nährstoffarmen Böden und ist trockenheitsresistent.
  • Eignung für Kleingärten: Ja. Sie ist pflegeleicht, ein Blickfang und ideal für Naturgärten.
  • Hinweis: Kann sich leicht aussäen, daher im Zaum halten.

  1. Schlafbaum (Albizia julibrissin)
  • Beschreibung: Auch „Seidenakazie“ genannt, ist dieser Baum bekannt für seine federleichten, rosafarbenen Blüten und die nachts zusammenklappenden Blätter.
  • Eignung für Kleingärten: Ja, mit Einschränkungen. Der Schlafbaum ist nur bedingt frosthart und benötigt einen geschützten, sonnigen Standort oder einen Kübel.
  • Hinweis: Für mildere Regionen oder mit Winterschutz.

  1. Leberblümchen (Hepatica nobilis)
  • Beschreibung: Eine heimische Wildstaude mit zarten, blauen, rosa oder weißen Blüten, die früh im Jahr blüht. Sie bevorzugt schattige Plätze unter Bäumen oder Sträuchern.
  • Eignung für Kleingärten: Ja. Sehr gut für naturnahe Gärten.
  • Hinweis: Vorsichtig pflanzen, da es unter Naturschutz steht.

  1. Nacktstängeliger Schwalbenwurz-Enzian (Gentiana asclepiadea)
  • Beschreibung: Eine Alpenstaude mit blauen, glockenförmigen Blüten, die feuchte, gut durchlässige Böden bevorzugt.
  • Eignung für Kleingärten: Ja. Perfekt für Steingärten oder naturnahe Gärten.
  • Hinweis: Regelmäßig gießen, da sie Feuchtigkeit liebt.
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  1. Hirten-Täschchen (Capsella bursa-pastoris)
  • Beschreibung: Ein kleines Kraut mit herzförmigen Früchten. Es wächst wild auf nährstoffreichen Böden und ist ein typisches „Unkraut“.
  • Eignung für Kleingärten: Ja, aber es neigt dazu, invasiv zu werden.
  • Hinweis: Kann in Kräuterecken nützlich sein (z. B. als Heilpflanze).

  1. Zittergras (Briza media)
  • Beschreibung: Ein heimisches Ziergras mit kleinen, zart zitternden Ährchen, die an Tränen oder Herzen erinnern.
  • Eignung für Kleingärten: Ja. Passt gut in Blumenbeete oder Wildblumenwiesen.
  • Hinweis: Sehr dekorativ und pflegeleicht.

  1. Teufelskralle (Harpagophytum procumbens)
  • Beschreibung: Eine Heilpflanze aus Südafrika mit krallenförmigen Früchten und medizinisch genutzten Wurzeln.
  • Eignung für Kleingärten: Nein. Sie benötigt ein tropisches Klima und wächst nicht in deutschen Böden.

  1. Morgensternsegge (Carex grayi)
  • Beschreibung: Eine feuchtigkeitsliebende Pflanze mit sternförmigen Fruchtständen, die wie Morgensterne aussehen.
  • Eignung für Kleingärten: Ja. Ideal für schattige, feuchte Standorte oder Gartenteiche.
  • Hinweis: Gute Ergänzung für naturnahe oder moderne Gärten.

  1. Totenbleiche (Orobanche)
  • Beschreibung: Eine parasitische Pflanze ohne Chlorophyll, die auf anderen Pflanzen wächst und ein blasses, skurriles Aussehen hat.
  • Eignung für Kleingärten: Nein. Sie schädigt ihre Wirtspflanzen und ist schwer zu kultivieren.

  1. Affenorchidee (Dracula simia)
  • Beschreibung: Eine Orchidee mit Blüten, die wie Affengesichter aussehen. Sie stammt aus tropischen Nebelwäldern.
  • Eignung für Kleingärten: Nein. Sie benötigt hohe Luftfeuchtigkeit und tropisches Klima.

Hinweis: Höchstens in Wintergärten möglich.

  1. Studentenblume (Tagetes)
  • Beschreibung: Eine robuste, leuchtend gelbe bis orangefarbene Zierpflanze, die Schädlinge abwehrt und Nützlinge anlockt.
  • Eignung für Kleingärten: Ja. Perfekt für Blumenbeete und Gemüsebeete.
  • Hinweis: Sehr pflegeleicht und nützlich.

  1. Säuferpalme (Hyophorbe lagenicaulis)
  • Beschreibung: Eine exotische Palme mit einem bauchigen Stamm, die Wasser speichert.
  • Eignung für Kleingärten: Nein. Nicht frosthart, sie eignet sich höchstens als Kübelpflanze in Wintergärten.

  1. Läusekraut (Pedicularis)
  • Beschreibung: Eine parasitische Pflanze, die vor allem in hochalpinen Regionen wächst.
  • Eignung für Kleingärten: Nein. Schwierig zu kultivieren und wenig geeignet.

  1. Gänseblümchen (Bellis perennis)
  • Beschreibung: Eine der bekanntesten heimischen Pflanzen, die fast überall wächst. Es hat kleine weiße Blüten mit gelben Zentren.
  • Eignung für Kleingärten: Ja. Es ist pflegeleicht und wächst von selbst.
  • Hinweis: Ideal für Wildblumenwiesen.

  1. Hühnerdarm (Stellaria media)
  • Beschreibung: Die Vogelmiere ist ein heimisches Wildkraut, das essbar ist und schnell wächst.
  • Eignung für Kleingärten: Ja, aber Vorsicht, da es sich stark ausbreiten kann.
  • Hinweis: Kann als Wildgemüse genutzt werden.

  1. Hasenbrot (Trifolium repens – Weißklee)
  • Beschreibung: Eine heimische Kleeart, die oft als Bodendecker verwendet wird und Stickstoff im Boden fixiert.
  • Eignung für Kleingärten: Ja. Gut für Wildgärten und Blumenwiesen.
  • Hinweis: Lockt Bienen an und ist nützlich für den Boden.

  1. Flaschenbaum (Brachychiton rupestris)
  • Beschreibung: Ein australischer Baum mit einem bauchigen Stamm, der Wasser speichert.
  • Eignung für Kleingärten: Nein. Er ist nicht frosthart und benötigt ein warmes Klima.

  1. Affenschwanzkaktus (Cleistocactus colademononis)
  • Beschreibung: Ein Kaktus mit langen, haarigen Trieben, die wie Affenschwänze aussehen.
  • Eignung für Kleingärten: Nein. Er benötigt Wärme und Trockenheit, aber kein Frost.
  • Hinweis: Ideal für Wintergärten.

  1. Tausendgüldenkraut (Centaurium erythraea)
  • Beschreibung: Eine heimische Heilpflanze mit kleinen rosa Blüten. Sie gedeiht auf mageren, sonnigen Böden.
  • Eignung für Kleingärten: Ja. Sehr gut für Kräuterecken oder naturnahe Gärten.
  • Hinweis: Pflegeleicht, solange der Boden nicht zu nährstoffreich ist.

  1. Himmelsleiter (Polemonium caeruleum)
  • Beschreibung: Eine hübsche Zierpflanze mit blauen Blüten, die halbschattige, feuchte Standorte bevorzugt.
  • Eignung für Kleingärten: Ja. Ideal für Blumenbeete und naturnahe Gärten.
  • Hinweis: Verträgt keine Trockenheit.

  1. Bratwurstbaum (Kigelia africana)
  • Beschreibung: Der Bratwurstbaum stammt aus Afrika und ist bekannt für seine langen, wurstähnlichen Früchte, die an den Ästen herabhängen. Die Pflanze trägt zudem auffällige, rot-violette Blüten, die von Fledermäusen bestäubt werden. Die Früchte sind nicht essbar, werden aber in der traditionellen Medizin verwendet.
  • Eignung für Kleingärten: Nein.

Hinweis: Der Bratwurstbaum ist tropisch und nicht frosthart. Er benötigt viel Wärme und Platz, weshalb er in deutschen Kleingärten nicht geeignet ist. Höchstens in botanischen Gärten oder als Kübelpflanze in beheizten Wintergärten zu finden.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Exoten, Tipps

Kuheuterpflanze

(CC) Wikipedia Raffi Kojian

Die Kuheuterpflanze, Zitzenförmiger Nachtschatten oder Kuheuterpflanze (Solanum mammosum) ist eine Pflanzenart aus der Untergattung Leptostemonum der Gattung der Nachtschatten (Solanum).

Die Kuheuterpflanze ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die in den tropischen Regionen Mittel- und Südamerikas sowie auf den karibischen Inseln heimisch ist. Sie wächst als Strauch oder kleiner Baum und kann eine Höhe von bis zu 2 Metern erreichen.

Die Blätter der Kuheuterpflanze sind groß, glänzend und grün und ähneln den Blättern anderer Nachtschattengewächse wie Tomaten oder Auberginen. Die Blüten sind weiß bis lila und bilden kleine Bündel, die aus den Blattachseln wachsen.

Die Früchte sind kugelförmige Beeren, die zu Beginn grün sind und später eine gelbe Farbe annehmen. Sie haben eine charakteristische Form, die an eine Kuhzitze erinnert, was zu ihrem umgangssprachlichen Namen geführt hat.

Die Kuheuterpflanze wird oft als Zierpflanze angebaut und auch in einigen Regionen als Gemüse oder medizinische Pflanze genutzt. Sie bevorzugt feuchte, warme Bedingungen und gedeiht am besten in humusreichen, gut durchlässigen Böden.

Die Kuheuterpflanze (Solanum mammosum) ist eine tropische Pflanze und kann in Deutschland nur in einem Gewächshaus oder Wintergarten angebaut werden. Sie benötigt viel Wärme und Feuchtigkeit und verträgt keine Frosttemperaturen.

Wenn Sie also ein Gewächshaus oder einen Wintergarten haben und die Bedingungen kontrollieren können, um eine tropische Umgebung zu schaffen, können Sie versuchen, die Kuheuterpflanze anzubauen. Achten Sie jedoch darauf, dass die Pflanze viel Platz benötigt und einen gut durchlässigen Boden sowie regelmäßige Bewässerung benötigt.

Es ist jedoch auch möglich, Samen oder Pflanzen online zu bestellen, um sie als Zierpflanze in Innenräumen zu halten. In diesem Fall können Sie die Pflanze in einem Topf mit einer Mischung aus Blumenerde und Sand anbauen und an einem warmen, sonnigen Ort aufstellen.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Exoten

Speierling

Der Speierling (Sorbus domestica) – regional auch Spierling, Sperberbaum, Sperbelbaum, Sporapfel, Spierapfel, Spreigel genannt – ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Mehlbeeren (Sorbus, Eberesche) innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Er gilt als Wildobstbaum und ist als Wildgehölz eine der seltensten Baumarten in Deutschland; 1993 wurde der Speierling hier wegen seines rückläufigen Bestandes zum Baum des Jahres gewählt.

Nicht zu verwechseln ist die Frucht mit dem Spilling, der in Österreich auch mit dem ähnlich klingenden Namen Spenling bezeichnet wird.


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Posted by Redaktion in Aktuelles, Exoten, Obst

Mammutblatt

Das Mammutblatt (Gunnera manicata) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Gunnera innerhalb der Ordnung der Gunnerales. Sie wird auch Riesen-Rhabarber genannt, da die Wuchsform Ähnlichkeit mit dem Rhabarber (Rheum rhabarbarum) aufweist, sie ist jedoch nicht verwandt mit diesem. Bei den in Chile vorkommenden Arten wird der Stiel wie Rhabarber geschält und gegessen.

… warum diese Pflanze in der Rahmenkleingartenordnung in Leipzig verboten ist, erschließt sich mir derzeit wissenschaftlich noch NICHT

Posted by Redaktion in Aktuelles, Exoten

Kai-lan

Was ist denn das nun schon wieder und kann ich das im Kleingarten anbauen?

Kai-lan oder Chinesischer Brokkoli (Brassica alboglabra, Syn.: Brassica oleracea var. alboglabra) – im Englischen Gai lan, Chinese kale oder Chinese broccoli genannt; im Niederländischen meist Kailan geschrieben – ist ein leicht bitteres Blattgemüse mit flachen, glänzend blau-grünen Blättern und dicken Stielen. Der Kai-lan gehört in der Gattung Kohl (Brassica) zur Art des Gemüsekohls (Brassica oleracea) und ist so mit dessen Unterarten Brokkoli und Grünkohl eng verwandt, denen er im Geschmack ein wenig ähnelt.

Er ist daneben ein naher Verwandter des Pak Chois wie des Chinakohls und wird in verschiedenen Sorten angebaut, die den regionalen Anbautemperaturen angepasst zu unterschiedlichen Zeiten geerntet werden. Seine Sorten können sich in äußeren Merkmalen wie der Blütenfarbe unterscheiden, wobei der gelbblütige Kai-lan eine im Vergleich zum Kai-lan mit weißer Blüte neuere Züchtung darstellt.

Die Kai-lan-Pflanze kann eine Höhe von 0,5 bis 1 Meter erreichen, jedoch wird sie meist bei einer Größe von 30 bis 40 cm geerntet. Der Hauptstiel der Pflanze ist gerade und hat keine Härchen. Sein Stieldurchmesser beträgt meist 1,5 bis 2 cm. Die Blätter der Pflanze sind länglich oval und können bis zu 10 cm lang werden. Der Blattrand ist unregelmäßig geformt und kleinteilig gefranst. Der Blattstiel kann 3 bis 7 cm Länge erreichen.

Die Kai-lan-Pflanze kann eine Höhe von 0,5 bis 1 Meter erreichen, jedoch wird sie meist bei einer Größe von 30 bis 40 cm geerntet. Der Hauptstiel der Pflanze ist gerade und hat keine Härchen. Sein Stieldurchmesser beträgt meist 1,5 bis 2 cm. Die Blätter der Pflanze sind länglich oval und können bis zu 10 cm lang werden. Der Blattrand ist unregelmäßig geformt und kleinteilig gefranst. Der Blattstiel kann 3 bis 7 cm Länge erreichen.

Die Blüte des Kai-lans gibt es je nach Art sowohl in weiß als auch gelb. Das Blütenblatt ist länglich oval und kann 1 bis 2,5 cm lang werden. Der Durchmesser der Blüte beträgt mind. 1,5 bis 2 cm.

Der Kai-lan ist eine Pflanze, die warmes bis gemäßigtes Klima bevorzugt und weist unter den Kohlgemüsesorten die größte Wärmeresistenz auf. Der Samen und Setzling des Kai-lans gedeihen am besten bei 25 bis 30 Grad Celsius. Temperatur über 30 und unter 15 Grad Celsius verhindert das Keimen und Wachstum von Saat und Jungpflanze.

Gewöhnlich wächst Kai-lan bei einer Temperatur von 15 bis 25 Grad Celsius. Sein Wachstum vermindert sich bei einer Temperatur unter 20 Grad Celsius und verlangsamt sich stark, wenn sie geringer als 15 Grad Celsius ist. Die Pflanze mag große Tag-Nacht-Temperatur­unterschiede und verträgt normales bis sandiges Erdreich bei 80 bis 90 % Erdfeuchte. Sie ist jedoch nicht gegen Trockenheit resistent. Übermäßige Bewässerung und Ansammlung von Wasser auf den Feldern wirkt sich negativ auf die Pflanze aus.

Kai-lan ist in der chinesischen Küche und vor allem in der südlichen Kanton-Küche sehr verbreitet, zum Beispiel sautiert mit Ingwer und Knoblauch oder einfach in heißem Wasser gegart serviert mit Austernsauce. Im Gegensatz zum Brokkoli, wo nur die Blüten-Teile verzehrt werden, wird Kai-lan in der Regel mit Blättern und Stielen zubereitet. In manchen Ländern wird das Gemüse auch als Zutat in Salat verwendet. In Asien hat Kai-lan auch Eingang in der Küche Koreas, Japans, Myanmars, Thailands und Vietnams gefunden.

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Johannisbeertomate

Eine Johannisbeertomate, was ist den das nun schon wieder? Kann ich das im Kleingarten anbauen?

Die Johannisbeertomate (Solanum pimpinellifolium), auch bekannt als Wildtomate, ist eine Ursprungsform der heutigen Kulturtomate und gehört zur Gattung der Nachtschattengewächse (Solanum). Ihre Früchte sind kleine, kugelförmige Beeren, die an Johannisbeeren erinnern, daher der Name.

Herkunft
Ursprünglich stammt die Johannisbeertomate aus Südamerika, genauer gesagt aus den Küstenregionen von Peru und Chile. Diese Regionen bieten ideale Bedingungen für das Wachstum der Pflanze, da sie in Höhenlagen bis zu 500 m gedeiht. Die Pflanze hat sich auch in anderen Gebieten ausgebreitet, etwa auf den Galapagos-Inseln.

Besonderheiten
Die Johannisbeertomate unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von der klassischen Kulturtomate:

Wachstum: Sie wächst zunächst aufrecht, später niederliegend und kletternd. Sie kann Längen von bis zu 3 m erreichen, was ihr einen wilderen und buschigeren Wuchs verleiht. Das Ausgeizen – also das Entfernen von Seitentrieben – ist bei dieser Pflanze unnötig, da sie sich von Natur aus stark verzweigt.
Früchte: Die Früchte sind klein (ca. 1 cm Durchmesser), rund und leuchtend rot. Sie wachsen in dichten, langen Trauben, die oft reichlich Früchte tragen. Die Schale ist bei Reife glatt und die Kelchlappen der Blüten sind stark zurückgebogen.
Behaarung: Die Pflanze besitzt unterschiedliche Typen von Trichomen (Haare), von spärlichen bis hin zu dichten, drüsigen Haaren, die vor allem in der Fruchtphase sichtbar sind. Die Behaarung variiert je nach geografischer Herkunft der Pflanze.

Nutzung
Die Johannisbeertomate ist eine interessante Ergänzung für den Kleingarten, da sie aufgrund ihres wüchsigen Charakters wenig Pflege benötigt und reichlich Früchte trägt. Ihre kleinen, süßen Früchte eignen sich perfekt zum Naschen und für Salate. Besonders beliebt sind sie auch bei Kindern, da die handlichen Früchte direkt von der Pflanze gegessen werden können.

Geschmack
Der Geschmack der Johannisbeertomate ist süß-säuerlich, mit einer würzigen Tomatennote. Sie bietet ein intensives Aroma, das oft als fruchtig beschrieben wird, und hebt sich damit deutlich von den typischen Supermarkt-Tomaten ab.

Aussaat
Die Aussaat erfolgt ähnlich wie bei anderen Tomaten:

Zeitpunkt: Ab Februar oder März kann im Haus vorgezogen werden. Im Freiland oder Gewächshaus erfolgt die Pflanzung ab Mitte Mai, sobald keine Frostgefahr mehr besteht.
Samenfestigkeit: Die Johannisbeertomate ist samenfest, das heißt, man kann die Samen aus den Früchten entnehmen und im nächsten Jahr wieder verwenden.

Pflege
Die Pflege der Johannisbeertomate ist relativ einfach:

Standort: Ein sonniger und warmer Standort ist ideal. Die Pflanze mag lockere, nährstoffreiche Böden.
Wasser: Regelmäßiges Gießen ist wichtig, wobei Staunässe vermieden werden sollte. Eine Mulchschicht kann helfen, die Feuchtigkeit im Boden zu halten.
Düngung: Wie bei allen Tomatenarten profitieren Johannisbeertomaten von einer gelegentlichen Düngung, vor allem in der Wachstums- und Fruchtphase.

Platzbedarf
Die Johannisbeertomate benötigt aufgrund ihres wuchernden Wachstums viel Platz. Jede Pflanze beansprucht etwa zwei Quadratmeter Fläche, um sich optimal zu entwickeln. Sie ist daher nicht für den klassischen Tomatenanbau an Stäben geeignet, bei dem die Pflanzen kompakt und eintriebig gehalten werden. Stattdessen eignet sich ein freier Stand oder eine Rankhilfe, an der sie sich ausbreiten kann.

Fazit
Ja, die Johannisbeertomate kann problemlos im Kleingarten angebaut werden, solange ausreichend Platz zur Verfügung steht. Sie bietet eine pflegeleichte und robuste Alternative zur herkömmlichen Tomate, besonders für Gärtner, die nach etwas Besonderem suchen. Die Pflanze ist nicht nur ein optischer Blickfang, sondern auch ein Geschmackserlebnis für die ganze Familie.

Muss man die Pflanze ausgeizen?

Bei der Johannisbeertomate (Solanum pimpinellifolium) ist das Ausgeizen nicht notwendig und auch nicht empfehlenswert. Hier sind die Gründe dafür:

1. Wuchsverhalten
Buschiger Wuchs: Johannisbeertomaten wachsen auf natürliche Weise buschig und verzweigt. Sie bilden viele Triebe und tragen reichlich Früchte in dichten Trauben, was für die Pflanze typisch ist.
Niederliegendes Wachstum: Die Pflanzen neigen dazu, niederzulegen und zu klettern, was bedeutet, dass sie in ihrer natürlichen Wuchsform keine Unterstützung benötigen.

2. Ertrag
Hohe Fruchtproduktion: Durch das Vermeiden von Ausgeizen bleibt die gesamte Pflanze vital, was zu einer höheren Fruchtproduktion führen kann. Das Entfernen von Trieben könnte die Menge an Früchten verringern, die die Pflanze tragen kann.

3. Pflegeaufwand
Weniger Pflege: Da kein Ausgeizen erforderlich ist, ist der Pflegeaufwand geringer. Dies macht die Johannisbeertomate besonders attraktiv für Gärtner, die eine pflegeleichte Pflanze suchen.

4. Widerstandsfähigkeit
Robustheit: Johannisbeertomaten sind im Allgemeinen robuster und weniger anfällig für Krankheiten, wenn sie in ihrem natürlichen Wuchs gelassen werden.

Fazit
Das Ausgeizen ist bei Johannisbeertomaten nicht nötig und könnte sogar den Ertrag beeinträchtigen. Es ist besser, die Pflanze in ihrem natürlichen, buschigen Wuchs zu belassen, um die volle Ernte zu genießen.

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