Obst

Sanddorn

Die “Zitrone des Nordens”

Der Sanddorn (Hippophae rhamnoides), auch als Fasanenbeere, Haffdorn oder Seedorn bekannt, ist ein sommergrüner Strauch, der durch seine leuchtend orangeroten Früchte besticht. Diese sind reich an Vitamin C und weiteren bioaktiven Substanzen, was den Sanddorn zu einer wertvollen Nutzpflanze macht – sowohl in der Lebensmittelindustrie als auch in der Kosmetik.

Seine tiefgreifenden Wurzeln, Anpassungsfähigkeit und Nährstoffvielfalt machen ihn zudem zu einer bedeutenden Pflanze für Pionierstandorte und Schutzpflanzungen.

Merkmale und Wuchs

  • Wuchsform: Strauch, 1–6 m hoch, mit verdornten Kurztrieben. Zweige und Knospen erscheinen durch kleine Schuppen silbergrau bis bronzefarben.
  • Wurzelsystem: Tiefreichend (1,5–3 m) und weit ausladend (bis zu 12 m), ideal für erosionsgefährdete Böden.
  • Blütezeit: März bis Mai, kleine gelbliche Blüten erscheinen vor dem Laubaustrieb.
  • Früchte: Schein-Steinfrüchte, oval, orangerot bis gelb, reich an ätherischen Ölen, reifen von August bis Dezember.

Anbaubedingungen

  • Boden: Bevorzugt kalkhaltige Sand- und Kiesböden, ist jedoch sehr anpassungsfähig.
  • Standort: Sonnige Lagen, oft in Dünen, Flussauen, Steppen oder lichten Wäldern bis zu Höhenlagen von 1800 m (Alpen) und 5000 m (Asien).
  • Klima: Robust gegenüber Wind, Trockenheit und salzhaltigen Böden.

Pflanzung

  • Zweihäusigkeit: Weibliche und männliche Pflanzen erforderlich (1 männlicher Strauch auf 5–7 weibliche).
  • Pflanzzeit: Herbst oder Frühjahr.
  • Pflege: Regelmäßige Bewässerung in der Anwachsphase, später trockenheitsresistent. Alle 2–3 Jahre Rückschnitt zur Fruchtertragssteigerung.

Pflege und Düngung

  • Pflegeleicht: Sanddorn ist anspruchslos, benötigt jedoch sonnige Standorte.
  • Düngung: Aufgrund der Symbiose mit stickstofffixierenden Bakterien kaum erforderlich. Bei nährstoffarmen Böden hilft Kompost oder kaliumreicher Dünger.
  • Schädlinge: Blattläuse oder Sanddornblattkäfer sind selten ein Problem.
  • Krankheiten: Bei schlechter Belüftung können Pilzinfektionen wie Rost auftreten.

Ernte und Vermehrung

  • Ernte: Ab dem 6.–8. Standjahr, Früchte sind schwer zu ernten und daher ein kostbarer Rohstoff.
  • Vermehrung: Über Stecklinge, Wurzelausläufer oder stratifizierte Samen.

Inhaltsstoffe und Gesundheitsnutzen

Sanddorn enthält über 100 bioaktive Substanzen, darunter:

  • Vitamine: A, C, D, E, F, K und B-Komplex, sowie Provitamin A.
  • Mineralien: Zink, Eisen, Calcium, Selen, Kupfer.
  • Sekundäre Pflanzenstoffe: Carotinoide, Flavonoide, Tannine, Anthocyane, Antioxidantien.
  • Fettsäuren: Omega-3, -6, -7 und -9.
  • Weitere: Ätherische Öle, Fruchtsäuren, Pektine und Aminosäuren.

Medizinische Anwendung

  • Immunsystem: Sanddornfrüchte und -säfte bei Erkältungen und Infektionen.
  • Wundheilung: Sanddornkernöl fördert die Regeneration der Haut.
  • Kosmetik: Sanddornöl ist in Cremes und Lotionen beliebt, da es die Haut pflegt und vor Umweltschäden schützt.

Kulinarische Verwendung

Sanddorn findet Verwendung in:

  • Säften, Nektaren und Mixgetränken.
  • Marmeladen, Fruchtaufstrichen und Tees.
  • Likören und Obstweinen (z. B. „Fasanenbrause“).

Rezept für Sanddornlikör

Ein köstlicher Likör, der die feine Säure und Fruchtigkeit des Sanddorns einfängt.

Zutaten:

  • 500 g Sanddornbeeren
  • 250 g Zucker
  • 500 ml Wodka oder Korn
  • 1 Vanilleschote (optional)

Zubereitung:

  1. Sanddornbeeren waschen und abtropfen lassen.
  2. Beeren mit Zucker und Vanilleschote in ein Glasgefäß geben.
  3. Alkohol hinzufügen, sodass die Beeren vollständig bedeckt sind.
  4. Gefäß verschließen und 6–8 Wochen an einem dunklen, kühlen Ort ziehen lassen. Gelegentlich schütteln.
  5. Likör filtern und in Flaschen abfüllen.
  6. Vor Genuss weitere 2–4 Wochen reifen lassen.

Tipp: Perfekt pur, in Cocktails oder als Dessert-Topping.


Sanddorn ist nicht nur eine ökologisch wertvolle Pflanze, sondern auch ein vielseitiges Nahrungsmittel und Heilmittel. Seine Kultivierung lohnt sich für Gärtner und Genießer gleichermaßen!

Sanddorn kann auf verschiedene Arten haltbar gemacht werden. Die Früchte sind sehr vielseitig und lassen sich problemlos konservieren, einfrieren oder verarbeiten, um ihre wertvollen Inhaltsstoffe zu bewahren.


1. Einfrieren

Einfrieren ist eine der einfachsten und effektivsten Methoden, um Sanddornfrüchte haltbar zu machen.

  • Vorgehen:
    1. Beeren vorsichtig waschen und gut abtropfen lassen.
    2. Auf einem Backblech oder Tablett ausbreiten und einzeln vorfrieren, damit sie nicht zusammenkleben.
    3. Nach dem Vorfrieren in Gefrierbeutel oder -dosen umfüllen und luftdicht verschließen.
    4. Haltbarkeit: Bis zu 12 Monate bei -18 °C.
  • Verwendung: Gefrorene Beeren können direkt in Smoothies, Säfte oder Marmeladen verwendet werden.

2. Trocknen

Getrockneter Sanddorn ist eine gute Möglichkeit, ihn länger haltbar zu machen und als Snack oder Zutat zu nutzen.

  • Vorgehen:
    1. Beeren waschen und abtropfen lassen.
    2. Im Dörrautomat bei 40–50 °C oder im Backofen bei niedrigster Temperatur (am besten Umluft) trocknen.
    3. Alternativ an einem warmen, luftigen Ort auf einem Tuch ausbreiten und mehrere Tage trocknen lassen.
    4. Gut getrocknete Beeren in luftdichten Behältern aufbewahren.
  • Verwendung: Als Zutat in Tees, Müsli oder Backwaren.

3. Einmachen

Sanddornfrüchte lassen sich als Marmelade, Gelee oder Sirup haltbar machen.

  • Marmelade/Gelee:
    • Fruchtmark oder -saft mit Gelierzucker (z. B. 2:1 oder 3:1) aufkochen und heiß in sterile Gläser füllen.
    • Gelee eignet sich besonders gut, da Sanddornsaft kaum Fruchtstücke enthält.
  • Sirup:
    • 1 Liter Sanddornsaft mit 500–700 g Zucker aufkochen, in saubere Flaschen füllen und verschließen.
    • Haltbarkeit: Bis zu 1 Jahr, wenn kühl und dunkel gelagert.

4. Einkochen

Sanddorn kann durch Einkochen in Gläsern konserviert werden.

  • Vorgehen:
    1. Beeren waschen und in sterile Gläser füllen.
    2. Mit Zuckerwasser (1:4 Mischung) oder reinem Fruchtsaft bedecken.
    3. Gläser verschließen und in einem Einkochtopf bei 80 °C ca. 20 Minuten einkochen.
    4. Haltbarkeit: Bis zu 12 Monate.

5. Sanddornöl

Die Beeren können auch zur Herstellung von Sanddornöl genutzt werden. Dieses ist nicht nur lange haltbar, sondern auch sehr wertvoll.

  • Vorgehen:
    1. Beeren pürieren und den Saft gewinnen.
    2. Den Trester (Fruchtreste) trocknen und in einem neutralen Öl (z. B. Olivenöl) mazerieren.
    3. Das Öl nach einigen Wochen abseihen und in dunkle Flaschen abfüllen.

6. Fermentation

Eine alternative Möglichkeit, Sanddorn haltbar zu machen, ist die Fermentation.

  • Vorgehen:
    1. Beeren mit einer 2–3%igen Salzlake bedecken (20–30 g Salz pro Liter Wasser).
    2. In einem luftdicht verschlossenen Gefäß 1–2 Wochen fermentieren lassen.
    3. Nach der Fermentation im Kühlschrank lagern.
  • Verwendung: Als säuerlich-würzige Beilage oder Grundlage für Getränke wie Kombucha.

7. Verarbeitung zu Saft

  • Vorgehen:
    1. Beeren entsaften (z. B. mit einem Dampfentsafter oder durch Pürieren und Abseihen).
    2. Den Saft auf 70–80 °C erhitzen und in sterile Flaschen füllen.
    3. Haltbarkeit: Bis zu 1 Jahr, wenn kühl und dunkel gelagert.
  • Verwendung: Direkt als Getränk oder Basis für Cocktails, Tees oder Marmeladen.

Tipps zur Lagerung

  • Sanddornprodukte sollten dunkel, kühl und trocken gelagert werden, um Geschmack und Vitamine möglichst lange zu erhalten.
  • Tiefgefrorene Früchte bewahren ihren hohen Vitamin-C-Gehalt am besten, da die Nährstoffe durch das Einfrieren kaum beeinträchtigt werden.

Mit diesen Methoden bleibt Sanddorn auch außerhalb der Erntesaison ein vielseitiger und gesunder Genuss!

Posted by Redaktion in Aktuelles, Obst, Tipps

Baby-Brokkoli

Baby-Brokkoli ist ein Oberbegriff für mehrere, ähnlich aussehende Varianten von Brokkoli. Trotz ihrer deutlichen Unterschiede werden diese Varianten in Rezepten oft nur summarisch unter Bezeichnungen wie „Baby-Brokkoli“, „Spargelbrokkoli“ oder markenähnlichen Namen wie „Brokkolini“ aufgeführt. Der internationale PLU-Code von Baby-Brokkoli ist PLU 3277 („Baby Broccoli“).

Eine der meistverbreiteten Varianten ist eine Kreuzung von Brokkoli (Brassica oleracea var. italica) und Kai-lan (Brassica oleracea var. alboglabra), die 1993 von der japanischen Firma Sakata Seed Corporation in Yokohama erfolgreich gezüchtet wurde und unter den Marken „Bimi“, „Broccolini“, und „Tenderstem“ vermarktet wird.

Ebenfalls weite Verbreitung haben Varianten gefunden, die unter den Namen „Spargoli“ und „Bellaverde Sibsey“ sowie zahlreichen weiteren Marken vermarktet werden.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Gemüse

Glanzmispeln

Die Glanzmispeln (Photinia) sind eine Pflanzengattung der Kernobstgewächse (Pyrinae) in der Familie der Rosengewächse (Rosaceae).

Der botanische Gattungsname leitet sich von altgriechisch φωτεινός phōteinós, deutsch ‚leuchtend, hell‘ ab und bezieht sich auf die oft glänzenden Blätter.

Photinia-Arten bilden Bäume mit unregelmäßiger Krone und Sträucher, die Wuchshöhen von 3 bis 15 Metern erreichen. Die Zweige sind bei vielen Arten dornig. Die meisten Arten sind immergrün, aber es kommen auch laubabwerfende Arten vor. Die wechselständigen Laubblätter sind einfach; ihre Größe variiert je nach Art zwischen 3 und 15 cm Länge und zwischen 1,5 und 5 cm Breite.

Die kleinen apfelförmigen Früchte mit einem Umfang von 4 bis 12 mm werden in großen Mengen gebildet. Sie reifen im Herbst und bleiben oft bis weit in den Winter hinein an der Pflanze hängen. Die Früchte dienen Vögeln als Nahrung, die die Samen mit ihrem Kot ausscheiden und verteilen.

Während bei einigen Tieren wie Pferden schwere Vergiftungserscheinungen nach einem Verzehr auftreten können, besteht für den Menschen nur ein geringes Vergiftungsrisiko.

Photinia-Arten sind als Kernobstgewächse stark durch Befall mit Feuerbrand gefährdet und manche Arten zählen mit zu den Hauptwirtsgruppen.


Die Produktion und Inverkehrbringung von Photinia davidiana („Lorbeermispel/Stranvaesia“) und Photinia nussia („Glanzmispel“) ist in der Schweiz seit 1. Mai 2002 verboten.


Posted by Redaktion in Aktuelles, Gemüse, Giftpflanzen, Obst

Heidelbeere

Die Heidelbeere (auch Blaubeere) (Vaccinium myrtillus) ist eine Art aus der Gattung der Heidelbeeren (Vaccinium) in der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae).

Die in der Heidelbeere enthaltenen Anthocyane färben beim Verzehr Mund und Zähne blau bis rot, sie sind darüber hinaus auch Antioxidantien.

Die häufig im Supermarkthandel erhältlichen Kulturheidelbeeren stammen dagegen nicht von der in Europa heimischen Heidelbeere ab, sondern von der Amerikanischen Heidelbeere (Vaccinium corymbosum) und anderen nordamerikanischen Arten. Sie erzeugen, da ihr Fruchtfleisch hell ist, keine Blaufärbung im Mund, sofern sie unverarbeitet verzehrt werden.

Die Heidelbeere wird regional auch Besinge oder Besing genannt, weitere mundartliche und regionale Namen sind Blaubeere, Schwarzbeere, Mollbeere, Wildbeere, Waldbeere, Bickbeere, Staulbeere (Pfalz und Saarland), Zeckbeere, Moosbeere oder (besonders auch schweiz. und süddeut.) Heubeere.

Heidelbeeren sind eine beliebte Beerensorte für die menschliche Ernährung. Sie lassen sich sowohl frisch verzehren als auch in der Küche verwerten. Sie färben aufgrund der enthaltenen Anthocyane beim Verzehr den Mund und die Zähne rot bis blau. Anthocyane in der Heidelbeere sind auch für ihre antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften verantwortlich.

Vor dem Verzehr selbstgepflückter, ungewaschener Heidelbeeren wird wegen möglicher Anhaftung von Eiern des Fuchsbandwurms gewarnt. Wenn man dieses Risiko ausschließen will, sollte man die Beeren kochen. Geerntete Heidelbeeren halten sich nicht allzu lange.

Gerichte aus oder mit Heidelbeeren sind zum Beispiel Heidelbeerkompott, Heidelbeermarmelade, Heidelbeereis, Heidelbeerkuchen, Hefeklöße mit Heidelbeeren sowie Heidelbeerpfannkuchen. Auch in der Roten Grütze sind sie bisweilen zu finden.


2020 betrug die Welternte 841.886 Tonnen, wobei die entsprechenden Statistiken nicht nach genauer Artzugehörigkeit aufgeschlüsselt sind. Das Land mit der größten Heidelbeerproduktion der Welt waren die Vereinigten Staaten, die 34,9 % der weltweiten Ernte produzierten. Europa brachte 20,0 % der Welternte ein.


In der Volksmedizin gelten Heidelbeerblätter als blutzuckersenkend, ohne dass bisher eine antihyperglykämisch wirkende Substanz nachgewiesen werden konnte. Ob der Chromgehalt der Blätter möglicherweise für eine derartige Wirkung verantwortlich ist, bedarf noch weiterer Untersuchungen. Da bei längerem Gebrauch Vergiftungserscheinungen auftreten können und die Wirksamkeit nicht belegt ist, wird von der Anwendung von Zubereitungen aus Heidelbeerblättern abgeraten.

Stauden
Bodendecker
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Tamarillo oder Baumtomate

Die Tamarillo oder Baumtomate (Solanum betaceum, Syn.: Cyphomandra betacea (cav.) Sendtn.) ist eine Art aus der Gattung der Nachtschatten.

Bekannt ist die Tamarillo vor allem durch die kleine, eiförmige rote oder gelbe Frucht, derentwegen sie kultiviert wird.

Tamarillo sind kleine, zwei bis sieben Meter hohe, immergrüne Bäume, deren Stämme dicht mit unverzweigten, drüsigen und undrüsigen Trichomen behaart sind. Der Stamm verzweigt sympodial nach meist vier, seltener auch nach drei Blattansätzen.

Die gelben bis orangefarbenen, roten oder violetten, etwas matten Früchte sind zweikammerige, feste Beeren (Panzerbeere) mit einer Größe von 4 bis 10 × 3 bis 5 cm, sind ellipsoid oder eiförmig und besitzen eine abgerundete bis spitzere Spitze. Ihnen haftet der beständige Kelch an und sie weisen oftmals dunklere Streifen oder Flecken auf, sie sind kahl und mit einigen Steinzellen durchsetzt.

In ihnen befinden sich viele abgeflachte, rundliche, teils fein weißlich behaarte, hell- bis rotbraune und harte, teils knapp geflügelte Samen, mit einer Größe von etwa 3 bis 4 mm. Die Samen liegen in einer wässrigen Mucilage, das sukkulente Fruchtfleisch, die Pulpe, ist relativ dünn.

Tamarillobäume haben eine Lebenserwartung von bis etwa 12 Jahren, die erste Blüte entsteht in der ersten Verzweigung des Sprosses in etwa 1 bis 1,5 m Höhe in einem Alter von acht bis zehn Monaten.

Lange Zeit waren keine wildwachsenden Populationen der Tamarillo bekannt, seit Ende der 1960er Jahre berichteten einzelne Botaniker jedoch von Populationen, die wild im Süden Boliviens und den gegenüberliegenden Regionen des nordwestlichen Argentiniens vorkommen sollen.

Einige botanische Expeditionen, die zwischen 1998 und 2000 stattfanden, konnten belegen, dass es sich aller Wahrscheinlichkeit nach bei diesen Populationen um wildwachsende Exemplare der Art handelt und nicht um verwilderte, ursprünglich kultivierte Pflanzen.

Obwohl die Ursprünge der Art im Süden Boliviens und Nordwesten Argentiniens liegen, liegt das Hauptverbreitungsgebiet heute im Nordwesten Südamerikas. Eingeführt wurde die Pflanze in Mittelamerika, Mexiko und der Karibik. Kommerzielles Hauptanbaugebiet ist jedoch Neuseeland, wo auch Züchtungen und Kreuzungen mit nahe verwandten Arten wie Solanum maternum, Solanum roseum und Solanum unilobum vorgenommen werden.

1993 wurden in Neuseeland etwa 200 Hektar Land zur Kultivierung von Tamarillos genutzt, von denen etwa 2000 Tonnen Früchte geerntet werden konnten. 87 % der neuseeländischen Exporte gingen in die USA.

Weiterhin wird die Tamarillo in Spanien, Portugal, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Italien, auf den Kanaren, in Ghana, Äthiopien, DR Kongo, Uganda, Tansania, Simbabwe, Südafrika, Indien, Sri Lanka, Bhutan, Sumatra, Java, Neuguinea, Neukaledonien, Australien und in den USA angebaut.

Die Früchte werden vor allem in Lateinamerika im rohen und gekochten Zustand gegessen, wobei jedoch die äußere Haut einen unangenehmen Geschmack aufweisen und etwas fest sein kann. Die äußere Schicht des saftigen Fruchtfleisches kann etwas fad und geschmacklos sein, aber das innere Fruchtfleisch, das die ebenfalls essbaren Samen umhüllt, ist weich, saftig und süßherb.

Neben der Verwendung als Obst, bei der die Tamarillo halbiert und gezuckert mit einem Löffel gegessen werden kann, sind weitere Verwendungsmöglichkeiten verbreitet: Als Füllung oder Beilage zu Fleisch, in Brotaufstrichen und verschiedenen Süßspeisen, als Marmelade oder in Chutneys. Der Fruchtsaft wird auf Madeira (Portugal) inzwischen auch zur Herstellung vom traditionellen Poncha verwendet.

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