Pflanzenkrankheit

Schneeschimmel

Schneeschimmel ist eine Pilzkrankheit, die hauptsächlich auf Rasenflächen auftritt und durch eine Ansammlung von Schnee und Feuchtigkeit begünstigt wird.

Es gibt zwei Arten von Schneeschimmel:

den grauen Schneeschimmel und den weißen Schneeschimmel.

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Der graue Schneeschimmel tritt auf, wenn die Temperatur des Bodens und des Rasens knapp über dem Gefrierpunkt liegt und Feuchtigkeit vorhanden ist. Die Symptome zeigen sich durch graue Flecken auf dem Rasen, die sich schnell ausbreiten können. Die betroffenen Stellen können matschig werden und das Gras kann absterben.

Der weiße Schneeschimmel tritt auf, wenn der Schnee auf dem Rasen schmilzt und das Gras feucht bleibt. Die Symptome zeigen sich durch weiße Flecken auf dem Rasen, die sich schnell ausbreiten können. Die betroffenen Stellen können matschig werden und das Gras kann absterben.

Um Schneeschimmel vorzubeugen, ist es wichtig, den Rasen vor dem Winter gut zu pflegen und zu düngen, um ihn widerstandsfähiger gegen Pilzkrankheiten zu machen. Auch eine gute Entwässerung des Bodens und des Rasens kann helfen, Schneeschimmel zu verhindern.

Wenn Schneeschimmel auftritt, kann der betroffene Bereich mit einem Fungizid behandelt werden, das im Gartenfachhandel erhältlich ist. Es ist auch wichtig, den betroffenen Bereich gut zu belüften, um die Feuchtigkeit zu reduzieren und die Verbreitung des Pilzes zu stoppen.

Weitere vorbeugende Maßnahmen sind:

  • regelmäßiges Mähen, nicht zu tief mähen (max. 1/3 der Halmlänge)
  • auf gute Durchlässigkeit im Boden achten, ggf. vertikutieren oder aerifizieren und sanden
  • ausgewogen Düngen (kaliumbetont im Herbst)
  • Entfernung von Laub und Rasenschnitt
Posted by Redaktion in Aktuelles, Pflanzenkrankheiten

Rußrindenkrankheit

Cryptostroma corticale (Syn. Coniosporium corticale) ist die einzige bekannte Art der Schlauchpilzgattung Cryptostroma. Diese Gattung wurde lange Zeit der Familie Xylariaceae zugeordnet. Aufgrund der Verwandtschaft mit der Art Graphostroma platystoma ist jedoch auch eine Einordnung in die Familie der Graphostromataceae naheliegend. C. corticale ist der Erreger der sogenannten Rußrindenkrankheit, einer ernsten Pilzkrankheit, die vor allem Ahornbäume befällt.


Symptome und Krankheitsverlauf bei Bäumen
Erkrankte Ahornbäume zeigen typische Symptome wie:


Welkerscheinungen, vorzeitigen Blattverlust, Absterben der Krone, Nekrosen im Kambium (Wachstumsgewebe), länglich aufgerissene Rindenpartien, aus denen teilweise Schleim austritt.
Die Rußrindenkrankheit wird oft durch klimatische Bedingungen wie Trockenheit und Hitze begünstigt, da Bäume in Stresssituationen anfälliger sind. Der Infektionsprozess verläuft schleichend, und das Absterben eines Baumes kann sich über mehrere Jahre hinziehen.

Der Pilz dringt meist durch Verletzungen der Borke in den Baum ein. Zunächst besiedelt er das Kernholz, indem er sich durch das Xylem (Wasserleitungsgewebe) ausbreitet. Mit der Zeit wandert das Myzel auch in das Phloem (Nährstoffleitungsgewebe). Der Pilz kann lange latent im Baum verbleiben, insbesondere in Jahren mit kühleren Sommern, in denen sich das Pilzwachstum verlangsamt. In warmen, trockenen Perioden, in denen der Baum geschwächt ist, breitet sich das Myzel verstärkt in Richtung der Rinde aus, wo es schließlich die charakteristische schwarze Sporenschicht (Ruß) bildet.


Gesundheitsgefahren für Menschen
Die Sporen von Cryptostroma corticale stellen auch für Menschen eine Gesundheitsgefahr dar. Bei der Inhalation der Sporen kann es zu einer sogenannten exogen-allergischen Alveolitis (auch als „Ahornrindenkrankheit“ oder „Farmerlunge“ bekannt) kommen. Diese Erkrankung äußert sich durch:
Reizhusten, Fieber, Atemnot, Schüttelfrost. Vor allem Menschen, die beruflich oder in ihrer Freizeit intensiven Kontakt mit befallenen Bäumen haben (z. B. Gärtner, Forstarbeiter), sind gefährdet.

Historische Verbreitung und aktuelle Situation
Bereits 1964 wurde in Deutschland eine Verbindung zwischen einer Lungenkrankheit bei einem Gärtnermeister und befallenen Ahornbäumen hergestellt. Dennoch blieben infizierte Bäume in Deutschland über Jahrzehnte unbemerkt. Erst ab 2005 wurde die Rußrindenkrankheit wieder vermehrt an Ahornbäumen festgestellt. In Österreich wurde der Befall erstmals im Jahr 2003 dokumentiert.

Präventions- und Bekämpfungsmaßnahmen
Um die Ausbreitung des Pilzes einzudämmen, ist es wichtig, stark geschwächte oder bereits befallene Bäume zu fällen und zu entsorgen, wobei Vorsichtsmaßnahmen zu treffen sind, um die Sporenverbreitung zu minimieren. Insbesondere bei Holzarbeiten sollten geeignete Atemschutzmasken getragen werden, um die Gesundheitsgefährdung durch Sporeninhalation zu reduzieren. Ebenso sollten klimatische Stressfaktoren wie Trockenheit durch Bewässerung gemindert werden, um die Abwehrkraft der Bäume zu stärken.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Pflanzenkrankheiten

Monilinia

(C) CC BY-SA 3.0 Wikipedia Jerzy Opioła

Monilinia,

besser bekannt unter den Namen seiner Nebenfruchtform Monilia, ist eine Pilzgattung, die zur Familie der Sklerotienbecherlingsverwandten Sclerotiniaceae zählt und der Gattung der Helotiales angehört.

Zu den parasitären Moniliniaarten zählen Pflanzenschädlinge, die Kern- und Steinobst als Fruchtfäule befallen oder als Spitzendürre Obstblüten schädigen können.

Erreger bei Apfel und Kirsche sind vor allem die Arten Monilia laxa, Monilia fructigena und Monilia fructicola. Der Soorpilz Candida albicans, früher als Monilia albicans bezeichnet, zählt als Hefepilz.

Monilinia-Arten verursachen verschiedene Krankheiten. Die wirtschaftlich bedeutsamsten sind Moniliose/Fruchtfäule oder Spitzendürre. Monilinia fructigena bildet in der Nebenfruchtform die typischen konzentrischen Kreise mit gelblichen Pusteln und ist vor allem auf den Früchten zu finden, Monilinia laxa und auch Monilinia fructicola bilden hingegen gräuliche Pusteln, die nicht konzentrisch angeordnet sind.

(C) GFDL & CC ShareAlike 2.0 Wikipedia Mnolf

Monilia, v. a. Monilinia fructigena, befällt nur verletzte Früchte. Häufig ist zu beobachten, dass die Fäulnis an Fraßstellen oder anderen Wunden beginnt. Zunächst treten an den Früchten graubraune, meist ringförmig angeordnete Pilzfruchtkörper als Polsterschimmel auf.

Der Pilz durchwächst nach und nach die Frucht und führt zu einer Totalfäule. Typisch sind dabei weiße Fruchtkörper des Pilzes auf der etwa milchkaffeebraunen, verfaulten Frucht. Die Flecken sind dabei in sehr charakteristischen konzentrischen Kreisen angeordnet. Auch im Obstlager kann die Entwicklung der Schadpilze weiter fortschreiten und zu einer sogenannten Schwarzfäule führen.

Befallene Früchte von Kern- und Steinobst trocknen ein, verbleiben am Baum oder fallen ab. Komplett verfaulte, am Baum verbliebene Früchte werden als „Fruchtmumien“ bezeichnet und treten insbesondere bei Äpfeln, Birnen und Quitten auf, sind aber auch bei Süß- und Sauerkirschen, Zwetschgen, Renecloden und Pfirsichen zu finden. Monilia-Erreger (wie M. fructigena und M. laxa) können an verdorrten Früchten überwintern und sich im Frühling erneut ausbreiten. Um eine erneute Übertragung des Erregers im Folgejahr zu vermeiden, müssen befallene Früchte im Winter vom Baum entfernt, Zweige bis auf das gesunde Holz zurückgeschnitten werden. Die Abfälle sollten nicht kompostiert, sondern über die Biotonne entsorgt oder verbrannt werden.


Vom Monilia-Befall sind fast alle kultivierten Obstarten, aber auch einige Zierpflanzen betroffen. Neben Apfel-, Birn-, Süß- und Sauerkirsch- (hier besonders die Schattenmorelle) und Pflaumenbäumen tritt Monilia auch bei den entsprechenden Zierarten und Mandelbäumen auf. Inzwischen werden auch Sorten gezüchtet, die gegen den Pilz resistent sind. Auf verschiedenen Heidekrautgewächsen wachsen Arten, die von Holst-Jensen und Schumacher vorläufig in die Gattung Franquinia gestellt werden.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Pflanzenkrankheiten

Porree-Rost

Puccinia allii ist eine Ständerpilzart aus der Ordnung der Rostpilze (Pucciniales).

Der Pilz ist ein Endoparasit verschiedener Lauche. Symptome des Befalls durch die Art sind Rostflecken auf den Blättern der Wirtspflanzen. Das Verbreitungsgebiet umfasst ein holarktisches Areal.

Puccinia allii ist mit bloßem Auge nur anhand der auf der Oberfläche des Wirtes hervortretenden Sporenlagern zu erkennen. Sie wachsen in Nestern, die als rötliche bis braune Flecken auf den Blattoberflächen erscheinen.

Die Wirtspflanzen von Puccinia allii sind diverse Lauche (Allium spp.). Der Pilz ernährt sich von den im Speichergewebe der Pflanzen vorhandenen Nährstoffen, seine Sporenlager brechen später durch die Blattoberfläche und setzen Sporen frei. Die Art verfügt über einen Entwicklungszyklus mit Uredien und Telien.

Der Pilz überwintert an befallenen Pflanzenresten oder an Porreestangen, die über Winter im Beet stehen bleiben, bzw. an in der Nähe wachsendem Schnittlauch.

Befallene Pflanzenreste sollten daher nicht auf den Kompost.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Pflanzenkrankheiten