Tipps

Exotische Radieschen

Es gibt einige sehr interessante und ungewöhnliche Radieschensorten, die nicht nur durch ihre Farben und Formen auffallen, sondern auch durch spezielle Geschmacksnoten und besondere Anbauweisen. Diese „exotischen“ Radieschen bieten eine spannende Abwechslung und eignen sich ideal für Gärtner, die gerne etwas Neues ausprobieren möchten.

Wassermelonen-Radieschen (Raphanus sativus var. “Red Meat”)

Aussehen: Äußerlich sieht dieses Radieschen eher unscheinbar und grün-weiß aus, aber beim Aufschneiden zeigt es ein leuchtend pinkfarbenes, manchmal fast rotes Inneres – daher der Name “Wassermelonen-Radieschen”.

Geschmack: Mild und leicht süßlich, mit einer dezenten Schärfe. Die Schärfe nimmt nach dem Lagern ab.

Besonderheiten: Dieses Radieschen wird meist größer als die herkömmlichen Sorten und benötigt eine etwas längere Wachstumszeit. Ideal für kühle Jahreszeiten und bringt Farbe in Salate und Rohkostplatten.

Anbauhinweis: Wird am besten im Spätsommer ausgesät und im Herbst geerntet.

Schwarzer Winter (Raphanus sativus var. niger)

Aussehen: Dunkelschwarze, runde oder längliche Knollen mit weißem Inneren.

Geschmack: Sehr scharf und würzig, intensiver als die meisten anderen Radieschen. Die Schärfe lässt sich durch Kochen oder Backen etwas mildern.

Besonderheiten: Dieses Radieschen ist besonders lagerfähig und für den Winteranbau geeignet. Es kann roh, gekocht oder als Heilmittel gegen Husten verwendet werden, da es den Stoffwechsel anregt und das Immunsystem stärkt.

Anbauhinweis: Spätaussaat im Sommer, Ernte im Herbst und ideal für die Winterlagerung.

Purple Plum

Aussehen: Kleine, runde Knollen mit einer intensiv violetten Schale und weißem Inneren.

Geschmack: Mild-würzig und saftig, mit einer leicht fruchtigen Note.

Besonderheiten: Diese Sorte ist schnellwüchsig und eignet sich ideal für die Frühjahrs- und Herbstkultur. Ihre ungewöhnliche Farbe macht sie zum Hingucker in Salaten.

Anbauhinweis: Aussaat im Frühjahr oder Herbst, da es bei zu warmen Temperaturen vermehrt zu Blütenbildung kommen kann.

Rattenschwanz-Radieschen (Raphanus caudatus)

Aussehen: Diese Sorte bildet keine essbaren Knollen, sondern lange, grüne bis purpurne Schoten, die an Rattenschwänze erinnern.

Geschmack: Würzig-scharf und knackig, ähnlich wie herkömmliche Radieschen, jedoch ohne die Knollentextur.

Besonderheiten: Die Schoten werden roh oder eingelegt gegessen und sind eine beliebte Zutat in asiatischen Gerichten. Die Pflanze ist sehr ertragreich und bildet während der gesamten Saison neue Schoten.

Anbauhinweis: Sehr unkompliziert und ideal für den Sommeranbau. Sobald die Schoten etwa 10–15 cm lang sind, können sie geerntet werden.

Chinese Green Luobo (Grünes Rettichradieschen)

Aussehen: Längliche, hellgrüne Knollen mit einem weißen bis grünlichen Inneren.

Geschmack: Mild mit einem leicht süßlichen, erfrischenden Aroma. Es hat weniger Schärfe als andere Radieschen.

Besonderheiten: Diese asiatische Sorte wird oft in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet und ist eine Besonderheit auf dem Teller, da sie sowohl als Rohkost als auch gekocht oder fermentiert schmeckt.

Anbauhinweis: Geeignet für die Aussaat im Spätsommer oder Herbst.

Misato Rose (Misato Red oder “Red Heart”)

Aussehen: Runde bis ovale Knollen mit einer grünlich-weißen Schale und intensiv rosafarbenem bis rotem Fruchtfleisch.

Geschmack: Mild und leicht süßlich, mit einer dezenten Schärfe im Nachgang.

Besonderheiten: „Misato Rose“ ist eine japanische Sorte und eine wunderschöne Dekoration für Salate oder Rohkostgerichte. Besonders saftig und knackig.

Anbauhinweis: Kann wie andere Winterradieschen im Spätsommer gesät werden und im Herbst geerntet werden.

Daikon-Rettich (Raphanus sativus var. longipinnatus)

Aussehen: Große, weiße, längliche Wurzelknolle, die bis zu 30 cm lang und 5–8 cm dick wird.

Geschmack: Mild und erfrischend, mit einer leichten, süßen Schärfe.

Besonderheiten: In Japan und anderen asiatischen Ländern ist Daikon ein Grundnahrungsmittel, das roh, gekocht oder eingelegt verzehrt wird. Besonders beliebt für asiatische Gerichte und Suppen.

Anbauhinweis: Wird meist im Sommer ausgesät und im Herbst geerntet. Daikon benötigt viel Platz und eine tiefe Bodenbearbeitung.

Pflege- und Anbautipps für exotische Radieschen

  1. Standort und Boden: Exotische Radieschen mögen lockeren, gut durchlässigen und humusreichen Boden, ähnlich wie herkömmliche Radieschen. Der Boden sollte tief gelockert werden, insbesondere für Sorten wie Daikon oder die Chinese Green Luobo, die in die Tiefe wachsen.
  2. Gießen: Die meisten exotischen Sorten benötigen eine gleichmäßige Wasserversorgung, da Schwankungen schnell zu holzigen oder rissigen Knollen führen können. Eine Mulchschicht hilft, die Feuchtigkeit gleichmäßig im Boden zu halten.
  3. Düngung: Eine moderate Kompostgabe im Frühjahr reicht meist aus, da zu viel Stickstoff das Blattwachstum anregt und die Knollenbildung hemmt.
  4. Schädlingsschutz: Radieschen sind häufig von Erdflöhen und Blattläusen betroffen. Ein Insektenschutznetz oder Mischkultur mit stark riechenden Pflanzen wie Zwiebeln oder Knoblauch kann helfen.
  5. Ernte und Lagerung: Exotische Radieschen werden je nach Sorte entweder jung und frisch verzehrt oder können, wie beim schwarzen Winterrettich, eingelagert werden.

Exotische Radieschen-Samen kaufen

Exotische Radieschensorten findest du oft bei speziellen Saatgut-Anbietern wie:

  • Dreschflegel und Bingenheimer Saatgut für biologische und samenfeste Sorten
  • Reinsaat und Kiepenkerl führen oft spezielle asiatische Sorten oder außergewöhnliche Radieschen

Samenvermehrung bei exotischen Radieschen

Die meisten exotischen Radieschen sind samenfest und lassen sich gut vermehren. Die Schritte ähneln denen herkömmlicher Radieschen:

  1. Blütenbildung fördern: Lasse einige Pflanzen stehen, bis sie blühen und Samen produzieren. Die Blüten sind klein und weiß bis rosa und werden von Insekten bestäubt.
  2. Samen gewinnen: Die Samen entwickeln sich in langen Schoten, die nach der Reife trocken und bräunlich werden. Diese können vorsichtig geerntet, getrocknet und aufgebrochen werden, um die Samen zu gewinnen.
  3. Lagerung: Samen kühl, trocken und dunkel lagern. Exotische Radieschen-Samen bleiben meist 2-3 Jahre keimfähig.

Diese ungewöhnlichen Radieschen bieten sowohl optisch als auch geschmacklich Vielfalt und bringen Spannung ins Gemüsebeet.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Exoten, Gemüse, Tipps

Hustensaft aus dem Garten?

Ja, es ist durchaus möglich, Hustensaft selbst herzustellen, und viele der dafür benötigten Pflanzen können in einem Kleingarten angebaut werden. Diese Methode ist nicht nur nachhaltig, sondern oft auch eine natürliche Alternative zu industriell hergestellten Medikamenten. Hier sind einige Pflanzen und Rezepte, die sich gut eignen:

Geeignete Pflanzen und ihre Wirkung

  1. Thymian (Thymus vulgaris):
    • Wirkung: Schleimlösend, entzündungshemmend, antibakteriell.
    • Anwendung: Perfekt für Husten und Erkältungen.
  2. Spitzwegerich (Plantago lanceolata):
    • Wirkung: Beruhigt die Schleimhäute und wirkt entzündungshemmend.
    • Anwendung: Besonders gut bei trockenem Reizhusten.
  3. Salbei (Salvia officinalis):
    • Wirkung: Antibakteriell, entzündungshemmend, beruhigt den Hals.
    • Anwendung: Gut bei Halsschmerzen und Husten.
  4. Fenchel (Foeniculum vulgare):
    • Wirkung: Krampflösend, schleimlösend.
    • Anwendung: Besonders hilfreich bei Husten mit Schleimbildung.
  5. Eibisch (Althaea officinalis):
    • Wirkung: Enthält Schleimstoffe, die einen schützenden Film auf den Schleimhäuten bilden.
    • Anwendung: Ideal bei Reizhusten.
  6. Holunderblüten (Sambucus nigra):
    • Wirkung: Unterstützt das Immunsystem, lindert Husten und wirkt schweißtreibend.
    • Anwendung: Kombinierbar mit anderen Kräutern.
  7. Zwiebel:
    • Wirkung: Antibakteriell und schleimlösend.
    • Anwendung: Einfach, aber effektiv in Hustensäften.
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Grundrezept für selbstgemachten Hustensaft

Rezept mit Thymian und Honig:
Zutaten:

  • 2 EL frische Thymianblätter (oder 1 EL getrockneter Thymian)
  • 150 ml Wasser
  • 150 g Honig (oder Zucker als vegane Alternative)

Zubereitung:

  1. Thymian in einem Topf mit Wasser aufkochen und 10 Minuten ziehen lassen.
  2. Abseihen und die Flüssigkeit leicht abkühlen lassen.
  3. Honig einrühren, bis er sich vollständig aufgelöst hat.
  4. Den Hustensaft in ein steriles Glas füllen und im Kühlschrank lagern (hält etwa 1–2 Wochen).

Dosierung:

  • Erwachsene: 1 EL 2–3-mal täglich.
  • Kinder ab 1 Jahr: 1 TL 2–3-mal täglich (keinen Honig für Kinder unter 1 Jahr verwenden!).

Alternative: Zwiebelsirup

Zutaten:

  • 1 große Zwiebel
  • 3–4 EL Honig oder Zucker

Zubereitung:

  1. Zwiebel fein hacken und in ein Glas schichten, dabei jede Schicht mit Honig oder Zucker bedecken.
  2. Über Nacht stehen lassen, bis sich ein Sirup gebildet hat.
  3. Den Sirup abseihen und in ein Glas füllen.

Dosierung:

  • 1 TL alle paar Stunden bei Husten.

Hinweise und Vorsicht

  • Selbstgemachte Hustensäfte sind wirksam bei mildem bis moderatem Husten. Bei länger andauernden Beschwerden oder schweren Symptomen (z. B. Fieber, Atemnot) sollte ein Arzt konsultiert werden.
  • Hygiene ist wichtig: Kräuter gründlich waschen und Arbeitsmaterialien sterilisieren, um Verunreinigungen zu vermeiden.
  • Allergien oder Unverträglichkeiten berücksichtigen, insbesondere bei Kindern.

Mit etwas Planung und den richtigen Pflanzen aus dem Kleingarten lässt sich ein effektiver, natürlicher Hustensaft herstellen!

Posted by Redaktion in Aktuelles, Essen, Tipps

Essbare Wildobstsorten

Essbare Wildobstsorten sind eine ausgezeichnete Ergänzung für den Garten. Sie sind meist robust, wenig anfällig für Krankheiten und Schädlinge und bieten zudem eine Vielfalt an Geschmacksrichtungen und Verwendungsmöglichkeiten.

Hier eine Übersicht über empfehlenswerte Wildobstsorten:

Aronia (Apfelbeere)

  • Beschreibung: Aronia-Sträucher sind winterhart und tragen kleine schwarze Beeren, die reich an Antioxidantien und Vitamin C sind.
  • Standort: Sonnig bis halbschattig, toleriert auch etwas feuchtere Böden.
  • Verwendung: Die Beeren sind roh recht herb, eignen sich jedoch hervorragend für Marmelade, Saft, Likör und Tee.

Holunder

  • Beschreibung: Holunder ist pflegeleicht und wächst gut in verschiedenen Bodentypen. Die duftenden Blüten und schwarzen Beeren sind vielseitig verwendbar.
  • Standort: Sonnig bis halbschattig, anspruchslos in der Pflege.
  • Verwendung: Blüten für Sirup und Gelee, Beeren für Saft, Gelee und Likör. Vorsicht: Beeren müssen erhitzt werden, um das leicht giftige Sambunigrin abzubauen.

Felsenbirne

  • Beschreibung: Die Felsenbirne ist ein kleiner Strauch oder Baum mit attraktiven weißen Blüten und dunkelvioletten Beeren.
  • Standort: Sonnig bis halbschattig, wächst gut auf durchlässigen Böden.
  • Verwendung: Die süßen Beeren können frisch gegessen oder zu Marmelade und Saft verarbeitet werden.

 

Hagebutten (Rosenfrüchte)

  • Beschreibung: Verschiedene Rosenarten, insbesondere die Hundsrose, produzieren Hagebutten, die reich an Vitamin C sind.
  • Standort: Sonnig, gut durchlässiger Boden.
  • Verwendung: Eignen sich für Hagebuttenmark, Tee und Marmelade. Die Kerne müssen entfernt werden, da sie feine Härchen enthalten.

Sanddorn

  • Beschreibung: Ein Strauch, der orangefarbene, vitaminreiche Beeren trägt und sich auch für trockene Standorte eignet. Sanddorn ist zweihäusig, daher sind männliche und weibliche Pflanzen erforderlich.
  • Standort: Sonnig, bevorzugt sandige, durchlässige Böden.
  • Verwendung: Die Beeren werden meist verarbeitet, da sie sehr sauer sind. Sie eignen sich gut für Saft, Gelee und Sirup.

Kornelkirsche

  • Beschreibung: Ein robuster Strauch oder Baum, der leuchtend rote, kirschartige Früchte produziert.
  • Standort: Sonnig bis halbschattig, gedeiht auch auf kalkhaltigen Böden.
  • Verwendung: Die herb-säuerlichen Früchte eignen sich für Gelee, Marmelade oder Kompott. Die Reifezeit der Früchte variiert stark, was gestaffelte Ernten ermöglicht.

Vorteile von Wildobst im Garten

Wildobststräucher und -bäume sind oft weniger pflegeintensiv als klassische Obstsorten und bieten zudem einen hohen ökologischen Wert. Sie ziehen Bienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber an und bieten Vögeln wertvolle Nahrung und Schutz. Außerdem sind viele Wildobstsorten relativ resistent gegen Krankheiten und Schädlinge, was den Einsatz von Pestiziden überflüssig macht.

Resümee

Wildobst ist eine ausgezeichnete Wahl für den naturnahen Garten und liefert eine spannende Geschmacksvielfalt, die sich für unterschiedlichste Zubereitungen eignet. Die Pflanzen sind anpassungsfähig, pflegeleicht und bieten darüber hinaus wertvolle ökologische Vorteile für das Gartenökosystem.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Obst, Tipps

Exotische Tomaten

Reistomate

Hier sind einige exotische Tomatensorten, die sich gut für den Anbau im Kleingarten eignen. Sie bringen interessante Farben, Formen und Geschmacksrichtungen mit und bieten eine gute Vielfalt für kleine Gärten.

Ich habe zu jeder Sorte die wichtigsten Informationen zu Pflanzzeit, Standort, Pflege, Düngung und Erntezeit hinzugefügt.

Green Zebra

  • Beschreibung: Kleine bis mittelgroße Tomate mit grünen und gelben Streifen, saftig und leicht süß-säuerlich.
  • Pflanzzeit: Vorzucht ab Februar bis Anfang April, ins Freiland nach den Eisheiligen (Mitte Mai).
  • Standort: Sonnig bis halbschattig, windgeschützt, ideal in einem Tomatenhäuschen oder unter einem Überdach.
  • Pflege: Regelmäßiges Ausgeizen, Stützen der Pflanze, braucht mäßige Wasserzufuhr.
  • Düngung: Alle 2-3 Wochen mit Tomatendünger; etwas stickstoffärmer, um die Fruchtausbildung zu fördern.
  • Erntezeit: Juli bis September. Reif, wenn die grünen Streifen ein kräftiges Gelb annehmen.

Black Krim

  • Beschreibung: Große, dunkelrote bis violett-schwarze Fleischtomate mit sehr aromatischem, würzigem Geschmack.
  • Pflanzzeit: Vorzucht ab Februar bis Anfang April, Auspflanzung im Mai.
  • Standort: Vollsonnig, warm, windgeschützt, z.B. an einer Hauswand oder in einem Tomatenhäuschen.
  • Pflege: Benötigt kräftige Stützen; regelmäßiges Ausgeizen fördert die Ernte.
  • Düngung: Regelmäßige Düngergaben alle 2 Wochen, eher kaliumbetont, um die Fruchtbildung zu unterstützen.
  • Erntezeit: Juli bis September. Reif, wenn die Früchte dunkle, fast violett-schwarze Färbung annehmen.

Indigo Rose

  • Beschreibung: Eine besonders auffällige Sorte mit dunkelvioletten, fast schwarzen Früchten, die antioxidativ wirken und leicht säuerlich schmecken.
  • Pflanzzeit: Vorzucht ab März, ins Freiland ab Mitte Mai.
  • Standort: Sonnig bis vollsonnig; Wärme und Licht sind wichtig für die Farbentwicklung.
  • Pflege: Regelmäßiges Ausgeizen, benötigt eine Stütze, da die Früchte recht schwer werden können.
  • Düngung: Kaliumreiche Düngung alle 2-3 Wochen für eine gute Fruchtausbildung.
  • Erntezeit: August bis Oktober. Die Früchte sind reif, wenn sie eine tiefe, fast schwarze Farbe mit einem rötlichen Schimmer annehmen.

Ananas-Tomate (Pineapple)

  • Beschreibung: Große, gelb-orange marmorierte Fleischtomate mit süßem, fruchtigem Geschmack, erinnert an exotische Früchte.
  • Pflanzzeit: Vorzucht ab Februar bis Anfang April, Auspflanzung im Mai.
  • Standort: Sonnig und geschützt, am besten in einem Tomatenhäuschen oder Gewächshaus.
  • Pflege: Ausgeizen wichtig, Stützen notwendig, da die Früchte schwer werden können.
  • Düngung: Reichlich Nährstoffe, bevorzugt organische Dünger, etwa alle zwei Wochen.
  • Erntezeit: Juli bis September. Reif, wenn sie eine leuchtend gelbe bis orange Farbe haben und leicht nachgeben.

Reisetomate

  • Beschreibung: Eine ungewöhnliche Tomate, die aus mehreren kleinen Kammern besteht und sich daher leicht teilen lässt; Geschmack ist mild.
  • Pflanzzeit: Vorzucht ab März, Auspflanzung ab Mitte Mai.
  • Standort: Sonnig und windgeschützt; idealerweise im Freiland.
  • Pflege: Kaum Ausgeizen erforderlich; da sie kleinere Früchte bildet, braucht sie keine sehr starke Stütze.
  • Düngung: Monatliche Düngung ausreichend, organische Dünger sind geeignet.
  • Erntezeit: August bis Oktober. Reif, wenn die einzelnen Kammern fest und leuchtend rot sind.

Berner Rose

  • Beschreibung: Rosa-rote, süße und saftige Tomate mit weicher Haut; eine traditionelle Schweizer Sorte.
  • Pflanzzeit: Vorzucht ab Februar bis Anfang April, ins Freiland nach den Eisheiligen (Mai).
  • Standort: Sonnig, geschützter Platz, geeignet für den Anbau im Topf.
  • Pflege: Regelmäßiges Ausgeizen; mittelgroße Stützen reichen aus.
  • Düngung: Kalium- und phosphorhaltige Dünger unterstützen die Fruchtbildung; alle 2 Wochen düngen.
  • Erntezeit: Juli bis September. Die Früchte sind reif, wenn sie eine einheitlich rosa Farbe haben.

Gelbe Dattelwein (Yellow Pearshaped)

  • Beschreibung: Kleine gelbe Tomaten mit birnenförmigen Früchten, süß und mild im Geschmack.
  • Pflanzzeit: Vorzucht ab März, ins Freiland ab Mitte Mai.
  • Standort: Sonnig, gut durchlüftet, ideal für Hochbeete oder Töpfe.
  • Pflege: Weniger Ausgeizen notwendig, da sie buschiger wächst; braucht eine leichte Stütze.
  • Düngung: Alle 2-3 Wochen leicht düngen, gut geeignet für organischen Dünger.
  • Erntezeit: Juli bis September. Die Früchte sind reif, wenn sie eine leuchtend gelbe Farbe erreicht haben.

White Beauty

  • Beschreibung: Mittelgroße, cremeweiße bis leicht elfenbeinfarbene Tomate. Ihr Fruchtfleisch ist sehr saftig, weich und hat eine milde Süße. Die Sorte eignet sich gut für Salate, Gazpachos oder einfach frisch geschnitten als Beilage.

  • Pflanzzeit: Vorzucht ab März, ins Freiland oder Gewächshaus nach den Eisheiligen (etwa Mitte Mai). Die Samen benötigen eine Keimtemperatur von etwa 20–25 °C.

  • Standort: Vollsonnig und warm, da die weiße Farbe der Frucht von intensiver Sonneneinstrahlung profitiert. Ein Platz im Tomatenhaus oder im geschützten Freiland ist ideal.

  • Pflege: Regelmäßiges Ausgeizen, um die Pflanze kompakt zu halten und eine gute Fruchtentwicklung zu fördern. Die Pflanze wächst meist mittelgroß, braucht jedoch eine stabile Stütze, um die Fruchtlast zu tragen.

  • Düngung: White Beauty ist recht anspruchsvoll, was die Nährstoffe angeht. Eine kaliumreiche Düngung im Zwei-Wochen-Rhythmus fördert die Fruchtbildung. Organischer Tomatendünger oder Kompost sind ebenfalls vorteilhaft.

  • Erntezeit: Je nach Standort und Pflege von Ende Juli bis Anfang September. Reif sind die Früchte, wenn sie eine gleichmäßige, elfenbeinfarbene Tönung haben und leicht nachgeben.

  • Besonderheiten: Die White Beauty ist eine wärmeliebende Sorte, die besser in einem warmen Klima gedeiht. In kühleren Regionen oder bei häufigem Regen kann die Pflanze anfällig für Krankheiten werden. Daher ist ein Standort mit Schutz vor starkem Regenfall ideal.

Pflegetipps allgemein

Die meisten Tomatensorten profitieren von einer regelmäßigen Bewässerung, die den Boden gleichmäßig feucht, aber nicht nass hält. Tomaten sind nährstoffhungrig und reagieren gut auf eine ausgewogene Düngung, die Stickstoff (N), Phosphor (P), und Kalium (K) im richtigen Verhältnis bereitstellt. Außerdem ist das Mulchen des Bodens vorteilhaft, um die Feuchtigkeit zu halten und Unkraut zu reduzieren.

Durch die Auswahl dieser exotischen Sorten können Sie interessante Farben und Geschmacksrichtungen in Ihren Kleingarten bringen. Einige Sorten eignen sich auch gut für den Anbau in Töpfen und können so auch auf Balkonen oder Terrassen gezogen werden.

Die größten Tomatensorten findet Ihr hier!

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Die größten Radieschen

Es gibt tatsächlich einige größere Radieschensorten, die oft als „Riesenradieschen“ bezeichnet werden. Diese Sorten unterscheiden sich von den herkömmlichen, kleineren Radieschen durch ihre beachtliche Größe, kräftigen Geschmack und ihre oft leicht schärfere Note.

5 Riesenradieschen-Sorten nach Größe und Gewicht

Riesen von Aspern

  • Größe/Gewicht: 80–120 g
  • Geschmack: Kräftig, mit leicht süßlichen Noten
  • Schärfe: Mild bis mäßig scharf
  • Beschreibung: Große, ovale Knollen mit kräftig roter Farbe und saftiger Konsistenz. Diese Sorte wird gerne roh gegessen und bringt durch ihre Größe einen beachtlichen Ertrag.
  • Samenfest oder F1: Samenfest
  • Besonderheiten: Die Knollen neigen dazu, schnell holzig zu werden, daher ist eine rechtzeitige Ernte wichtig.

Riesenbutter

  • Größe/Gewicht: 50–80 g
  • Geschmack: Mild, leicht süßlich und sehr saftig
  • Schärfe: Gering
  • Beschreibung: Rundliche, rote Knollen mit einer besonders zarten und butterartigen Textur. Der milde Geschmack macht sie ideal für Salate und Rohkost.
  • Samenfest oder F1: Samenfest
  • Besonderheiten: Diese Sorte ist dank ihrer geringen Schärfe besonders kinderfreundlich und sollte gleichmäßig gegossen werden, um saftig zu bleiben.

Ostergruß Rosa 2

  • Größe/Gewicht: 30–50 g
  • Geschmack: Würzig und intensiv, knackig in der Konsistenz
  • Schärfe: Mittel
  • Beschreibung: Längliche Knollen mit auffälliger rosa bis violetter Farbe. Sie sind besonders dekorativ und bringen eine schöne Würze in Salate.
  • Samenfest oder F1: Samenfest
  • Besonderheiten: „Ostergruß Rosa 2“ ist widerstandsfähig und gedeiht auch bei kühleren Temperaturen gut, ideal für Frühjahr und Herbst.

Zlata

  • Größe/Gewicht: 20–30 g
  • Geschmack: Mild mit leicht nussigem, erdigem Aroma
  • Schärfe: Leicht bis mäßig scharf
  • Beschreibung: Eine gelbe, rundliche Sorte, die durch ihre außergewöhnliche Farbe und milden Geschmack auffällt. Eignet sich ideal für die Rohkostküche.
  • Samenfest oder F1: Samenfest
  • Besonderheiten: Diese Sorte ist pflegeleicht und benötigt eine gleichmäßige Wasserversorgung für optimale Knollenbildung.

Saxa 3

  • Größe/Gewicht: 15–25 g
  • Geschmack: Frisch und würzig, mit kräftiger Schärfe
  • Schärfe: Mittel bis stark scharf
  • Beschreibung: „Saxa 3“ gilt oft als Standardradieschen, kann aber bei guter Pflege beachtlich groß werden. Sie ist scharf und knackig und bringt eine gute Würze in Salate.
  • Samenfest oder F1: Samenfest
  • Besonderheiten: Diese schnell wachsende Sorte ist für den frühen Anbau geeignet und liefert in kurzer Zeit eine gute Ernte.

Standort und Bodenanforderungen

Riesenradieschen bevorzugen lockeren, humusreichen und gut durchlässigen Boden. Der Boden sollte tief gelockert und mit Kompost angereichert werden, damit die Wurzeln gut wachsen können und die Knollen nicht verformt werden.

Aussaat und Pflanzabstand

  • Die Aussaat kann ab März direkt ins Freiland erfolgen. Ein Pflanzabstand von 10 cm zwischen den Pflanzen und 20 cm zwischen den Reihen ist ideal, damit die Knollen groß und rund wachsen können.

Bewässerung und Düngung

  • Bewässerung: Radieschen benötigen gleichmäßige Feuchtigkeit im Boden, besonders während der Knollenbildung. Unregelmäßige Bewässerung kann die Knollen holzig und scharf machen.
  • Düngung: Riesenradieschen benötigen nur wenig Dünger. Eine leichte Kompostgabe im Frühjahr ist in der Regel ausreichend. Zu viel Stickstoff fördert das Blattwachstum auf Kosten der Knollen.

Erntezeit

  • Die Erntezeit liegt bei etwa 6–8 Wochen, je nach Sorte und Wetterbedingungen. Riesenradieschen sollten nicht zu lange im Boden verbleiben, da sie sonst holzig werden und schärfer im Geschmack sind.

Samenvermehrung

Die meisten Riesenradieschen-Sorten sind samenfest, das bedeutet, sie behalten ihre Sorteneigenschaften auch in der nächsten Generation bei und eignen sich daher für die Saatgutvermehrung.

Schritte zur Saatgutgewinnung

  1. Blütenbildung fördern: Lass einige Pflanzen nach der Ernte stehen, bis sie Blüten bilden. Radieschen blühen in der Regel im späten Frühjahr oder Sommer. Die Blüten sind klein, weiß oder rosa, und ziehen Insekten an, die für die Bestäubung sorgen.
  2. Schotenbildung abwarten: Nach der Blüte bilden sich lange, grüne Schoten. Diese enthalten die Samen. Die Schoten müssen vollständig reifen und bräunlich-trocken werden. Das dauert meist einige Wochen bis Monate, je nach Witterung.
  3. Samenschoten ernten: Sobald die Schoten trocken und bräunlich sind, können sie vorsichtig geerntet werden. Am besten wird der gesamte Fruchtstand abgeschnitten und zum Nachreifen und Trocknen an einem luftigen, trockenen Ort aufgehängt.
  4. Samen entnehmen: Zerbrösele die Schoten vorsichtig, um die Samen zu entnehmen. Die Samen sollten dann nochmals gründlich trocknen, um Schimmelbildung zu vermeiden.
  5. Lagerung: Die Samen an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort aufbewahren, idealerweise in einer Papiertüte oder einem verschließbaren Glasbehälter. Richtig gelagert, bleiben die Samen mindestens zwei Jahre lang keimfähig.

Hinweis zur Bestäubung:

Radieschen sind Kreuzblütler und können sich mit anderen Radieschen oder nah verwandten Pflanzen (z. B. Rettich, Rucola) kreuzen. Wenn du sortenreines Saatgut willst, ist es wichtig, dass du die Pflanzen isolierst, entweder durch räumlichen Abstand oder durch das Abdecken mit einem Blütennetz.

Samen kaufen

Falls du zusätzlich Samen kaufen möchtest, hier einige Anbieter für samenfeste Riesenradieschen:

  • Bingenheimer Saatgut: Ökologisches, samenfestes Saatgut.
  • Dreschflegel Saatgut: Fokus auf biologische und samenfeste Sorten.
  • Samen Maier und Kiepenkerl: Großes Sortiment, auch für spezielle Sorten wie Riesenradieschen.

Zusammenfassung

Riesenradieschen sind eine großartige Alternative zu kleineren Radieschen und bieten sowohl im Geschmack als auch in der Optik Abwechslung. Die meisten dieser Sorten sind samenfest, sodass du die Pflanzen für die nächste Saison vermehren kannst. Die eigene Saatgutgewinnung macht nicht nur Spaß, sondern sorgt auch für eine nachhaltige Anbauweise und ein schönes Gartenprojekt.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Gemüse, Tipps

Mondkalender – echt jetzt?

Wissenschaftlich erwiesen oder ein Mythos bzw. glatter "Dummfug" beim Gärtnern?

Der Mondkalender beim Gärtnern ist ein Thema, das die Meinungen stark spaltet – oft sind Gärtner entweder überzeugte Anhänger oder klare Skeptiker. Wissenschaftlich betrachtet gibt es bislang keine stichhaltigen Belege, die die Wirksamkeit eines Mondkalenders beim Gärtnern untermauern.

Was der Mondkalender verspricht

Befürworter des Mondkalenders glauben, dass die verschiedenen Mondphasen (Neumond, zunehmender Mond, Vollmond und abnehmender Mond) das Wachstum und die Gesundheit von Pflanzen beeinflussen. Der Mondkalender geht von der Annahme aus, dass der Mond die Wasserverhältnisse in Pflanzen (ähnlich wie die Gezeiten im Meer) und die Aktivität des Pflanzenwachstums steuert. Dies führt zu spezifischen Anweisungen, wann Pflanzen gepflanzt, beschnitten oder geerntet werden sollten, um die besten Ergebnisse zu erzielen.

Wissenschaftliche Belege: Fehlanzeige

Es gibt jedoch keine wissenschaftlich fundierten Studien, die diesen Einfluss des Mondes auf das Pflanzenwachstum oder die Erträge belegen. Die Gravitationskraft des Mondes, die für die Gezeiten verantwortlich ist, wirkt auf ganze Ozeane und große Gewässer – Pflanzen mit ihrem vergleichsweise geringen Wassergehalt sind davon weitgehend unberührt. Die Kräfte, die für die Gezeiten verantwortlich sind, sind zu schwach, um auf kleinräumige Organismen oder gar Moleküle im Pflanzenwasser nennenswert einzuwirken.

Zusätzlich fehlen Langzeitstudien, die klare und replizierbare Unterschiede zwischen Gärten, die nach Mondkalendern gepflegt wurden, und solchen, die konventionell gepflegt wurden, belegen könnten. Die vorhandenen Studien zeigen vielmehr, dass Faktoren wie Licht, Temperatur, Bodenbeschaffenheit und Wasserversorgung das Wachstum wesentlich stärker beeinflussen als der Mond.

Psychologischer Einfluss: Ein Faktor, der nicht unterschätzt werden sollte

Manche Befürworter schwören auf den Erfolg mit dem Mondkalender. Dies lässt sich möglicherweise durch den sogenannten Placebo-Effekt erklären: Wer nach festen Rhythmen und sorgfältigen Plänen im Garten arbeitet, achtet oft verstärkt auf Details und plant generell besser, was dann zu einer besseren Gartenpflege führt. Dieser zusätzliche Fokus und die erhöhte Aufmerksamkeit könnten dazu führen, dass der Garten tatsächlich gedeiht – jedoch nicht aufgrund des Mondes, sondern durch die intensivere und strukturierte Arbeit.

Fazit: Mythos oder Methode?

Kurz gesagt: Aus wissenschaftlicher Sicht ist der Mondkalender für das Gärtnern „Dummfug“. Es handelt sich eher um eine esoterische Tradition ohne wissenschaftliche Basis. Für Gärtner, die Freude an einer nach bestimmten Rhythmen strukturierten Arbeit haben, kann der Mondkalender jedoch eine interessante und motivierende Methode sein. Wenn man es praktisch sieht, gibt es keine schädliche Wirkung davon, nach Mondkalendern zu gärtnern – sofern man die tatsächlichen Bedürfnisse der Pflanzen in Bezug auf Licht, Boden und Bewässerung nicht vernachlässigt.

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Welche Blumen lassen sich als Dekoration trocknen?

Es gibt eine Vielzahl von Blumen, die sich hervorragend zum Trocknen eignen und danach, als Dekoration verwendet, werden können. Hier sind 30 der beliebtesten “Deko-Pflanzen”.

  1. Trommelstöckchen (Craspedia)
    • Merkmale: Kugelige Blüten, die ihre leuchtend gelbe Farbe und Form behalten.
    • Aussehen: Runde, feste Blütenköpfe auf langen, dünnen Stielen.
    • Verwendung: Ideal für moderne, minimalistische Arrangements.
    • Tipp: Kopfüber an einem trockenen, dunklen Ort aufhängen.
  2. Schafgarbe (Achillea)
    • Merkmale: Flache Dolden, die Struktur und Fülle bringen.
    • Aussehen: Kleine, flache Blüten in Gelb, Rosa oder Weiß.
    • Verwendung: In Sträußen und Gestecken für Fülle und Textur.
    • Tipp: An einem kühlen, luftigen Ort trocknen.
  3. Kugeldistel (Echinops)
    • Merkmale: Stachelige, strukturierte Blüten, die ihre blaue Farbe behalten.
    • Aussehen: Runde, stachelige Blütenköpfe in Blau und Violett.
    • Verwendung: Perfekt für rustikale oder moderne Arrangements.
    • Tipp: Kopfüber trocknen, um die Form zu bewahren.
  4. Hasenschwanzgras (Lagurus ovatus)
    • Merkmale: Weiche, flauschige Blüten, die dezent und langlebig sind.
    • Aussehen: Ovale, flauschige Blütenstände in Beige.
    • Verwendung: Gut für minimalistische Dekorationen oder als Füllmaterial.
    • Tipp: Einfach lufttrocknen lassen.
  5. Palmblätter
    • Merkmale: Große Blätter, die sich beim Trocknen flachlegen.
    • Aussehen: Fächerartig, beige bis goldfarben.
    • Verwendung: Boho-Dekorationen oder große Vasen.
    • Tipp: An einem gut belüfteten Ort flach trocknen.
  6. Kornblumen (Centaurea cyanus)
    • Merkmale: Intensiv blaue Blüten, die Farbe lange behalten.
    • Aussehen: Kleine, kornartige, leuchtend blaue Blüten.
    • Verwendung: Farbakzente in Arrangements und Kränzen.
    • Tipp: In kleinen Bündeln kopfüber trocknen.
  7. Samtgras (Pennisetum)
    • Merkmale: Federartige, sanfte Blüten, die für Weichheit sorgen.
    • Aussehen: Fluffige, beige oder weiße Blütenstände.
    • Verwendung: Locker und weich in natürlichen Arrangements.
    • Tipp: Lufttrocknen an einem kühlen Ort.
  8. Amaranth (Amaranthus)
    • Merkmale: Längliche, hängende Blüten für dramatische Akzente.
    • Aussehen: Lange, hängende Blütenstände in Rot und Grün.
    • Verwendung: Hängende Gestecke oder für einen dramatischen Effekt.
    • Tipp: Kopfüber trocknen lassen.
  9. Strandflieder (Limonium)
    • Merkmale: Farbige, papierartige Blüten mit guter Haltbarkeit.
    • Aussehen: Kleine, papierartige Blüten in Rosa, Blau und Weiß.
    • Verwendung: Als Füllmaterial oder Akzentblume.
    • Tipp: In Bündeln an einem luftigen Ort trocknen.
  10. Hahnenkamm (Celosia)
    • Merkmale: Dichte, samtige Blüten, die gut haltbar sind.
    • Aussehen: Leuchtend rote oder pinke, strukturierte Blüten.
    • Verwendung: Setzt auffällige Farbakzente.
    • Tipp: Langsam an einem dunklen Ort trocknen.
  11. Lampenputzergras (Pennisetum setaceum)
    • Merkmale: Längliche, weiche Blüten für Boho-Dekor.
    • Aussehen: Lange, federartige Wedel in Beige.
    • Verwendung: In lockeren Sträußen oder solo in Vasen.
    • Tipp: Lufttrocknen und in Form bringen.
  12. Fuchsschwanz (Amaranthus caudatus)
    • Merkmale: Lange, hängende Blütenstände in Rot- oder Grüntönen.
    • Aussehen: Dramatische, herabhängende Blüten.
    • Verwendung: Für große, hängende Dekorationen.
    • Tipp: Am besten kopfüber trocknen.
  13. Globe Amaranth (Gomphrena)
    • Merkmale: Runde, farbenfrohe Blüten, die Form und Farbe behalten.
    • Aussehen: Kugelartige Blüten in Lila, Pink oder Weiß.
    • Verwendung: Bunte Akzente in Sträußen.
    • Tipp: Langsam lufttrocknen.
  14. Nigella (Jungfer im Grünen)
    • Merkmale: Dekorative Samenkapseln für Struktur.
    • Aussehen: Nach dem Blühen ballonförmige Kapseln.
    • Verwendung: Strukturiert in Trockensträußen.
    • Tipp: Kopfüber trocknen, sobald sich die Kapseln gebildet haben.
  15. Immortelle (Helichrysum)
    • Merkmale: Strohartige Blüten, die besonders lange haltbar sind.
    • Aussehen: Gelbe oder rote, harte Blüten.
    • Verwendung: Trockenkränze oder als farbige Akzente.
    • Tipp: Schnell und trocken aufbewahren.
  16. Pampasgras
    • Merkmale: Große, flauschige Wedel, die sich weich und voluminös zeigen.
    • Aussehen: Fluffige, große Wedel in Beige und Cremefarben.
    • Verwendung: Perfekt für große Vasen oder alleinstehend.
    • Tipp: Bei Zimmertemperatur trocknen lassen.
  17. Hortensien
    • Merkmale: Voluminöse Blüten in pastelligen Farben.
    • Aussehen: Große, weiche Blütenköpfe.
    • Verwendung: Ideal für romantische oder vintage Dekorationen.
    • Tipp: Langsam an der Luft trocknen.
  18. Rosen
    • Merkmale: Klassische, romantische Blüten für elegante Sträuße.
    • Aussehen: Einzelne, dichte Blüten in Rosa, Rot und Weiß.
    • Verwendung: Passt gut zu rustikalen oder nostalgischen Dekorationen.
    • Tipp: Kopfüber und dunkel trocknen.
  19. Strohblumen (Helichrysum)
    • Merkmale: Sehr haltbar und farbintensiv.
    • Aussehen: Strohige, gelbe oder rote Blüten.
    • Verwendung: Für Kränze und bunte Akzente.
    • Tipp: Aufrecht stehend an einem dunklen Ort trocknen.
  20. Schleierkraut (Gypsophila)
    • Merkmale: Filigrane, weiße Blüten für Leichtigkeit.
    • Aussehen: Kleine, zarte Blütenwolken.
    • Verwendung: Ideal als Füllmaterial oder Akzent.
    • Tipp: Lufttrocknen, locker aufhängen.
  21. Eukalyptus
    • Merkmale: Behält seinen Duft und seine Farbe.
    • Aussehen: Längliche, grüne Blätter.
    • Verwendung: Minimalistische Sträuße oder alleinstehend.
    • Tipp: Einfach an der Luft trocknen.
  22. Disteln
    • Merkmale: Stachelige Blüten für Struktur.
    • Aussehen: Runde, spitzige Blütenköpfe in Blau und Violett.
    • Verwendung: Rustikale und natürliche Arrangements.
    • Tipp: Kopfüber trocknen.
  23. Pfingstrosen
    • Merkmale: Groß und opulent, erhalten teilweise Farbe und Form.
    • Aussehen: Runde, üppige Blüten.
    • Verwendung: Perfekt für romantische Arrangements.
    • Tipp: Halboffene Blüten kopfüber trocknen.
  24. Mohnkapseln
    • Merkmale: Runde Samenkapseln mit interessanter Textur.
    • Aussehen: Grüne bis braune Samenkapseln.
    • Verwendung: Für Struktur und Fülle in Sträußen.
    • Tipp: Lufttrocknen lassen.
  25. Statice (Strandflieder)
    • Merkmale: Papierartige Blüten, die Form und Farbe behalten.
    • Aussehen: Kleine, leuchtende Blüten in Rosa, Blau, Lila.
    • Verwendung: Als Füllmaterial und Akzent.
    • Tipp: Bündelweise trocknen.
  26. Celosia (Hahnenkamm)
    • Merkmale: Hahnenkammartige Struktur, die lange hält.
    • Aussehen: Leuchtend rote und pinke Blüten mit besonderer Textur.
    • Verwendung: Für auffällige Akzente.
    • Tipp: Langsam und trocken lagern.
  27. Lavendel
    • Merkmale: Angenehm duftend, behält Farbe und Form.
    • Aussehen: Lange, violette Blütenähren.
    • Verwendung: Duftkränze, Gestecke oder alleinstehend.
    • Tipp: Dunkel und trocken lagern.
  28. Rittersporn
    • Merkmale: Lange Blütenrispen, die Farbe gut halten.
    • Aussehen: Blaue, violette oder weiße Blüten.
    • Verwendung: Für Höhe und Farbe in Sträußen.
    • Tipp: Kopfüber und dunkel trocknen.
  29. Farn
    • Merkmale: Langanhaltend mit schöner Struktur.
    • Aussehen: Lange, gefiederte grüne Blätter.
    • Verwendung: Für Struktur und Volumen.
    • Tipp: Flach trocknen oder aufhängen.
  30. Edelweiß
    • Merkmale: Einzigartige, sternförmige Blüten, die Farbe und Form bewahren.
    • Aussehen: Kleine, samtig-weiße Blüten.
    • Verwendung: Romantische, alpine Dekorationen.
    • Tipp: Langsam trocknen lassen.

Diese Pflanzen sind ideal für langlebige Dekorationen, da sie ihre Farben und Formen nach dem Trocknen gut bewahren und vielfältige Kombinationsmöglichkeiten für natürliche und rustikale Arrangements bieten.

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Mythen im Kleingartenwesen

Fakten und Irrtümer im Gemüseanbau

Der Gemüseanbau im Kleingarten ist ein beliebtes Hobby, aber er ist auch von vielen Mythen und überlieferten „Weisheiten“ geprägt. Einige dieser Mythen haben einen wahren Kern, andere sind veraltet, und wieder andere entbehren jeder Grundlage. Um den besten Ertrag und gesunde Pflanzen zu fördern, ist es hilfreich, diese Mythen kritisch zu hinterfragen.

Allgemeine Mythen im Gemüseanbau

Es gibt den Mythos, dass die Zugabe von Bier oder Milch ins Gießwasser das Wachstum fördern soll. Tatsächlich können Milch und Bier im Boden unerwünschte Bakterien und Schimmelpilze begünstigen. Milch in stark verdünnter Form kann gegen Mehltau wirken, aber ein Übermaß stört das Bodenleben.

Der Begriff „Urkarotte“ ist ein klassisches Beispiel für Marketingrhetorik, die Verbraucher emotional anspricht, um ein Gefühl von Authentizität, Naturverbundenheit und „Unverfälschtheit“ zu erzeugen.

Manche Kleingärtner glauben, dass farbige Folien mit bestimmten Lichtfrequenzen das Wachstum fördern. Studien zeigen jedoch, dass die Wirkung solcher Folien minimal ist. Das natürliche Sonnenlicht reicht normalerweise völlig aus.

Die Qualität von Samen hängt eher von Lagerung und Frische als vom Preis ab. Günstige Samen können oft genauso gute Ergebnisse erzielen wie teure Varianten. Noch günstiger ist es aus den vorhandenen Pflanzen Samen zu ziehen. Achtet dabei auf die Samenfestigkeit.

  • Zu häufiges Umgraben schädigt die Bodenstruktur und das Bodenleben. Besonders Regenwürmer und Mikroorganismen, die den Boden fruchtbar halten, werden gestört. Eine schonende Bodenbearbeitung und Mulchen sind oft nachhaltiger.

Zucker im Boden verändert nicht den Geschmack der Früchte, sondern kann das Bodenmilieu negativ beeinflussen. Die Süße ist genetisch bedingt und hängt eher von Sonne und Erntezeit ab.

Ein zu enger Pflanzabstand führt oft zu Konkurrenz um Wasser, Licht und Nährstoffe, was kleinere Früchte und Krankheiten fördert. Ein angemessener Abstand sorgt für bessere Belüftung und Erträg

Beide Düngemittel sind Langzeitdünger und setzen Nährstoffe nur langsam frei. Sie eignen sich für die Grunddüngung im Frühjahr, nicht für eine schnelle Nährstoffversorgung.

Diese Unkräuter deuten oft auf nährstoffreiche Böden hin, nicht auf „schlechte“ Qualität. Brennnesseln etwa sind ein Indikator für stickstoffhaltige Erde.

Parthenokarpe Sorten benötigen keine Bestäubung und sind im Gewächshaus ideal.

Übermäßiges Gießen kann Wurzelschäden und Pilzbefall fördern. Ein ausgetrockneter Boden vor dem nächsten Gießen fördert tieferes Wurzelwachstum.

Der Begriff „Urkarotte“ ist ein klassisches Beispiel für Marketingrhetorik, die Verbraucher emotional anspricht, um ein Gefühl von Authentizität, Naturverbundenheit und „Unverfälschtheit“ zu erzeugen.

Mythen rund um Gurken

Dieser Mythos ist falsch. Berührung oder Drehung hat keinen Einfluss auf die Form, die eher durch Wasser, Temperatur und Nährstoffe beeinflusst wird.

Ein Übermaß an Stickstoff fördert Blätter, aber nicht die Fruchtbildung. Ein ausgewogener Dünger ist besser.

Einige Sorten brauchen keine Bestäubung und sind ideal fürs Gewächshaus.

Bitterstoffe entstehen durch Hitze oder Trockenheit, sind oft nur in der Schale und an den Enden konzentriert und lassen sich durch Schälen umgehen.

Gurken bevorzugen mehr Luftfeuchtigkeit, Tomaten weniger. Sie können dennoch zusammenwachsen, wenn man die Bedingungen anpasst.

Gurken brauchen regelmäßiges Wasser, aber Staunässe schadet den Wurzeln.

Gurken benötigen Sonne. Im Schatten wachsen sie weniger produktiv.

Diese Unkräuter deuten oft auf nährstoffreiche Böden hin, nicht auf „schlechte“ Qualität. Brennnesseln etwa sind ein Indikator für stickstoffhaltige Erde.

Die Knackigkeit hängt eher mit Wasser und Erntefrische zusammen als mit Kalzium.

Mythen rund um Tomaten

Nicht alle Tomatensorten profitieren vom Ausgeizen. Kleinfruchtige Sorten wie Buschtomaten können ohne Ausgeizen gut wachsen.

Regen per se schadet nicht, aber dauerhafte Nässe fördert Pilzkrankheiten. Ein überdachter Standort ist hilfreich.

Blätter sind für die Photosynthese wichtig. Ein drastisches Entfernen schwächt die Pflanze. Das Entfernen einiger Blätter unter den Früchten kann die Belichtung leicht fördern

Ein etwas tieferes Einpflanzen ist nützlich, aber ein zu tiefes Setzen kann bei Kälte das Wachstum hemmen.

Dies stimmt tatsächlich, da das von diesen Früchten abgegebene Ethylen den Reifeprozess fördert.

Eine zu häufige Düngung führt zu übermäßigem Blattwachstum. Ein wöchentlicher bis zweiwöchentlicher Rhythmus ist besser.

Kaffeesatz kann in kleinen Mengen als Zusatz dienen, ist aber zu stickstoffarm und sauer, um als Alleindünger für Tomaten zu dienen.

Die Gefahr von Sonnenbrand durch Wassertropfen ist gering. Wichtiger ist, nasse Blätter trocken zu halten, um Pilzkrankheiten zu vermeiden.

Extreme Temperaturen können zu Hitzestress und Sonnenbrand führen. In heißen Sommern hilft leichte Beschattung.

Zucker und Natron beeinflussen den Geschmack nicht, sondern können eher den pH-Wert des Bodens verändern.

Mythen rund um Beeren

Die meisten Beerenarten, wie Himbeeren und Erdbeeren, gedeihen am besten in voller Sonne und benötigen mindestens 6-8 Stunden Sonnenlicht pro Tag für optimale Erträge.

Einige Arten, wie Erdbeeren, können bereits im ersten Jahr Früchte tragen, besonders wenn sie früh im Jahr gepflanzt werden.

Beerenpflanzen können auch im Spätsommer oder frühen Herbst gepflanzt werden, was ihnen hilft, im Herbst Wurzeln zu schlagen, bevor sie im Frühjahr wachsen.

Während Beeren einen regelmäßigen Wasserbedarf haben, kann zu viel Wasser Wurzelfäule verursachen. Eine gute Drainage ist entscheidend.

Dies ist bei den meisten Beeren nicht notwendig, da sie bereits in den ersten Jahren eine Ernte tragen können. Der Verzicht auf die Ernte kann das Wachstum sogar hemmen.

Mythen rund um Obstbäume

Während einige Obstbäume regelmäßigen Schnitt benötigen, ist ein zu häufiger Schnitt oft schädlich. Der Schnitt sollte je nach Baumart und Wachstumsbedürfnissen angepasst werden.

Zu viel Dünger kann das Wachstum von Blättern fördern und die Fruchtbildung verringern. Ein ausgewogener Düngungsplan ist wichtig.

Die Erntezeit kann je nach Wetterbedingungen, Baumart und Anbauort variieren.

Einige Obstbäume, wie Äpfel und Birnen, benötigen Bestäuber von einer anderen Sorte, um Früchte zu setzen.

Obstbäume können anfällig für verschiedene Krankheiten und Schädlinge sein, und präventive Maßnahmen sind wichtig, um die Gesundheit der Bäume zu erhalten.

Mythen rund um den Rasen

Zu häufiges Mähen kann den Rasen stressen und schwächen. Ideale Mähhöhen variieren je nach Grasart, aber in der Regel sollte der Rasen nur dann gemäht werden, wenn er gewachsen ist.

Solange das Gras nicht zu hoch ist, kann es auch bei warmem Wetter gemäht werden. In heißen Perioden ist es jedoch wichtig, den Rasen gut zu bewässern.

Dickes Gras kann übermäßigen Schatten erzeugen und das Wachstum von Unkräutern hemmen. Die Rasenpflege sollte auch auf die richtige Luftzirkulation und Lichtverhältnisse achten.

Rasen kann auch im Frühling und Herbst wachsen. Kalt- und warmwettergrüne Gräser haben unterschiedliche Wachstumsperioden und können auch im Herbst noch aktiv sein.

Einige Unkräuter können durchaus Vorteile bieten, wie z. B. die Verbesserung des Bodens oder als Nahrungsquelle für Insekten. Eine gesunde Mischung kann oft das Gleichgewicht im Rasen unterstützen.

Diese Mythen verdeutlichen, wie wichtig es ist, fundierte Informationen im Gartenbau zu suchen und sich nicht auf überlieferte Ratschläge zu verlassen. Ein bewusster Umgang mit den Bedürfnissen von Beeren, Obstbäumen und Rasen sorgt für gesunde Pflanzen und eine üppige Ernte.

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Kurkuma

Die Kurkuma oder Kurkume (Curcuma longa), auch Gelber Ingwer, Safranwurz(el), Gelbwurz(el), Gilbwurz(el) oder Curcuma genannt, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae). Sie stammt aus Südasien und wird in den Tropen kultiviert.

Das Rhizom ähnelt stark dem des Ingwers, ist jedoch intensiv gelb; das geschälte Rhizom wird frisch und getrocknet als Gewürz und Farbstoff verwendet.

Es sind bis zu fünf Prozent typische ätherische Öle sowie bis zu drei Prozent des gelbfärbenden Curcumins bzw. dessen Derivate enthalten. Das Rhizom wirkt verdauungsanregend.

Kurkuma ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu einem Meter erreicht. Es werden stark verzweigte, gelbe bis orange, zylindrische, aromatische Rhizome als Überdauerungsorgane ausgebildet, die an den Enden Knollen entwickeln.

Das Rhizom ähnelt stark dem des Ingwers, ist jedoch intensiv gelb. Es sind bis zu fünf Prozent typische ätherische Öle sowie bis zu drei Prozent des für die gelbe Färbung verantwortlichen Curcumins bzw. dessen Derivate (Curcuminoide) enthalten. Die wichtigsten chemischen Komponenten sind neben Curcumin (60 %), Demethoxycurcumin (25 %) und Bisdemethoxycurcumin (15 %). Das ätherische Öl besteht zu 60 % aus Sesquiterpenen, wie Turmeron (bis 30 %), ar-Turmeron (bis 25 %), Atlanton und Zingiberen (bis 25 %) und Monoterpenen (Cymen, 1,8-Cineol, Phellandren, Sabinen, Borneol und andere).

Anbau im Kleingarten – Sinn oder Unsinn?

Ja, Kurkuma kann in deutschen Kleingärten angebaut werden, allerdings nur unter kontrollierten Bedingungen, wie in einem Gewächshaus oder in Töpfen in einem warmen Raum. Es erfordert eine gewisse Sorgfalt und Pflege, kann jedoch für gartenbegeisterte Personen eine interessante Bereicherung sein.

  • Sinn: Kurkuma kann in einem geeigneten Umfeld (Gewächshaus) erfolgreich kultiviert werden, und die gesundheitlichen Vorteile sowie die Verwendung in der Küche machen den Anbau interessant.
  • Unsinn: Der Anbau im Freiland ohne Schutz ist in den meisten deutschen Klimazonen nicht praktikabel, und die Aufzucht kann viel Aufwand erfordern. Für Hobbygärtner, die Platz und Ressourcen haben, kann es jedoch eine lohnende Herausforderung sein.

In China liegt die Blütezeit meist im August. Endständig auf dem Scheinstamm sitzt der 12 bis 20 Zentimeter lange Blütenstandsschaft, über diesem steht der zylindrische, ährige Blütenstand, der viele Blüten enthält. Er ist 12 bis 18 Zentimeter hoch und sein Durchmesser reicht von 4 bis 9 Zentimetern. Die Tragblätter, über denen die Blüten stehen, sind hellgrün, von 3 bis 5 Zentimetern Länge, eiförmig bis länglich und mit stumpfem oberen Ende.

Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und dreizählig. Die drei 0,8 bis 1,2 Zentimeter langen Kelchblätter sind verwachsen, weiß, flaumig behaart und die drei Kelchzähne ungleich. Die drei hellgelben Kronblätter sind zu einer bis zu 3 Zentimeter langen Kronröhre verwachsen. Die drei Kronlappen von 1 bis 1,5 Zentimeter Länge sind dreieckig mit stachelspitzigem oberen Ende; der mittlere Kronlappen ist größer als die beiden seitlichen. Nur das mittlere Staubblatt des inneren Kreises ist fertil.

Frisch hat der Wurzelstock einen harzigen, leicht brennenden Geschmack, getrocknet schmeckt er mildwürzig und erdig-bitter. Er wird vor allem gemahlen wegen seiner Färbekraft verwendet, beispielsweise als Bestandteil von Gewürzmischungen wie Currypulver. Kurkuma ist wesentlich preiswerter als der ebenfalls stark gelbfärbende Safran. In Indien ist die Verwendung von Currypulver seit 4000 Jahren belegt. Susanne S. Renner geht davon aus, dass Kurkuma bereits vor 10.000 Jahren genutzt wurde, „als die Menschen im Ganges-Delta mit der Landwirtschaft und Nutzung von Pflanzen begonnen haben“.

Kurkuma galt als heilig und gehörte bereits damals zu den wichtigsten Gewürzen.

In der traditionellen indischen Heilkunst Ayurveda wird es zu den „heißen“ Gewürzen gerechnet, denen eine reinigende und energiespendende Wirkung zugesprochen wird. Indien ist das weltgrößte Anbauland und verbraucht rund 80 % der Welternte. Während in Indien meistens getrocknetes Kurkuma verwendet wird, ist in Südostasien, beispielsweise in der thailändischen Küche, die Verwendung der frischen, geriebenen Knolle verbreitet. In der westlichen Küche spielt Kurkuma eine untergeordnete Rolle als Bestandteil von Currypulver, als billiger Safranersatz oder als Farbstoff in der Lebensmittelindustrie, etwa für Senf, Teigwaren oder Kurkuma-Reis.

Kurkuma sollte dunkel und nicht zu lange gelagert werden, da die Farbe bei Licht schnell verblasst und es an Aroma verliert.

In Anzeigen oder Ratgebern wird eine Wirkung gegen verschiedenste Krankheiten (Diabetes, Arthrose, Krebs) beworben. Da aber hierfür aussagekräftige Studien fehlen, sind in der EU keine gesundheitsbezogenen Werbeaussagen für kurkumahaltige Nahrungsergänzungsmittel zugelassen.

In Deutschland wurde die Droge Gelbwurzel als Rhizoma Curcumae 1930 im Ergänzungsband 5 (Erg.-B. 5) zum DAB als pflanzliches Arzneimittel aufgenommen. In der überarbeiteten Ausgabe 10 des DAB (mit den neuen lateinischen Drogenbezeichnungen) ist sie als Rhizoma Curcumae Longae gelistet. Der ebenfalls zur Gattung Curcuma gehörende Javanische Gelbwurz (Curcuma xanthorrhiza Roxb.) ist seit 1978 im DAB 8 enthalten.

Entscheidend für die Wirkung soll gemäß dem Deutschen Grünen Kreuz eine exakte und ausreichend hohe Dosierung sein.

Außer als Gewürz und zum Färben von Speisen fand Kurkuma bis ins 20. Jahrhundert zum Färben von Papier, Firnissen und Salben beschränkte Anwendung. Die traditionellen Stoffe Timors (Tais) werden mit Kurkuma gefärbt. Je nach Verwendung entstehen so gelbe bis tief orange Farbtöne.[17] Mit Curcumin gelb gefärbtes Papier (Kurkumapapier) diente in der Chemie als Indikatorpapier auf Alkalien, von denen es in Braunrot umgefärbt wird (Umschlagspunkt bei pH = 8,6). Der Kurkumafarbstoff Curcumin wird als Reagenz zum Nachweis von Bor in Form von Borsäure verwendet, mit der es in saurer Lösung den roten Farbstoff Rosocyanin liefert.

Der lange haltbare, creme- bis rosafarbene Blütenstand der Kurkumapflanze wird als Schnittblume verwendet.

Da Kurkuma relativ billig ist, wird es häufig zum Strecken von Safran verwendet. Die obige Reaktion mit Alkalien wie Natronlauge wird dabei zur Überprüfung der Ware genutzt.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Exoten, Gemüse, Kräuter, Tipps

Die größten Tomatensorten

Die größten und schwersten Tomatensorten sind oft sogenannte “Beefsteak-Tomaten” oder speziell gezüchtete Sorten, die für ihre massive Größe bekannt sind. Hier sind einige der imposantesten Tomatensorten, die für beeindruckende Früchte sorgen und aus Samen gezogen werden können:

  1. Big Zac
  • Gewicht: Diese Tomate ist bekannt für ihre extrem großen Früchte, die bei idealen Bedingungen oft über 1,5 kg wiegen.
  • Beschreibung: Eine Fleischtomate mit einem saftigen, süßen Geschmack und einer leicht rötlichen Färbung.
  • Herkunft: Die Sorte wurde gezüchtet, um Riesen-Tomatenwettbewerbe zu gewinnen.
  • Bezugsquellen: Samen sind oft online bei spezialisierten Saatgutanbietern verfügbar wie Tomatofest oder Seedsavers.
  1. Delicious
  • Gewicht: Diese Sorte kann Früchte mit einem Gewicht von bis zu 1,5 kg hervorbringen.
  • Beschreibung: Diese fleischige Tomate ist reich an Fruchtfleisch und nur sehr geringfügig saftig, was sie ideal für Sandwiches und Salate macht.
  • Herkunft: In den USA gezüchtet, ursprünglich um Rekord-Tomaten zu produzieren.
  • Bezugsquellen: Samen finden Sie bei Anbietern wie Tomatenliebe.de oder auch über internationale Saatgutbanken.
  1. German Johnson
  • Gewicht: Sie kann unter guten Bedingungen Früchte von etwa 0,5 bis 1 kg hervorbringen.
  • Beschreibung: Eine robuste, rosafarbene Tomate mit ausgeprägtem, süßlichem Geschmack. Perfekt für frische Zubereitungen.
  • Herkunft: Eine Erbstücksorte aus den USA, bekannt für ihre Größe und Robustheit.
  • Bezugsquellen: Bei Dreschflegel e.V. oder auch bei lokalen Sammlern und Tauschbörsen erhältlich.
  1. Mortgage Lifter
  • Gewicht: 0,5 bis 1 kg schwere Früchte.
  • Beschreibung: Diese Tomate hat eine interessante Geschichte: Ein Bauer in den USA soll seine Hypothek durch den Verkauf dieser Tomaten abbezahlt haben. Die Früchte sind groß, saftig und haben einen leicht säuerlichen Geschmack.
  • Bezugsquellen: Samen gibt es bei Dreschflegel e.V. und anderen spezialisierten Saatgutbanken.
  1. Brutus Magnum
  • Gewicht: 0,5 bis 1 kg.
  • Beschreibung: Diese Sorten wird speziell wegen ihres fleischigen, festen Fruchtfleisches und ihres aromatischen Geschmacks geschätzt.
  • Bezugsquellen: Samen sind häufig in spezialisierten Online-Shops für seltenes Saatgut verfügbar, z.B. bei Rühlemann’s.

Tipps für die Anzucht von großen Tomaten

  1. Frühe Aussaat: Um große Tomaten zu erzielen, am besten bereits im Februar/März im Haus oder im Gewächshaus aussäen.
  2. Ausreichend Düngen: Für massives Wachstum benötigen große Tomatensorten mehr Nährstoffe. Eine regelmäßige, kaliumreiche Düngung ist vorteilhaft.
  3. Wasserzufuhr kontrollieren: Große Tomaten brauchen viel Wasser, aber Staunässe muss vermieden werden.
  4. Unterstützung bieten: Wegen der Größe und des Gewichts der Früchte ist eine stabile Rankhilfe notwendig.

Durch den Anbau solcher Tomaten können Sie durchaus beeindruckende Ergebnisse erzielen, auch wenn die Pflege und der Platzbedarf etwas höher sind. Die Riesen-Sorten sind definitiv ein Hingucker im Garten und auf dem Teller!

Achtung vor Fakesamen!

Tomaten, die größer als 3 kg werden, sind biologisch sehr unwahrscheinlich. Selbst Sorten wie die “Beefsteak” erreichen oft maximal 1-2 kg unter absolut idealen Bedingungen.

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