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Dezember – Gartenarbeiten

Das Ende des Jahres kommt langsam näher und es wird kälter. Im Dezember sind alle Pflanzen in der Ruhephase, dennoch gibt es viel zu tun.

Große Ziergräser werden zusammengebunden, verkahlte Hecken können einen Schnitt vertragen und unbedeckte Flächen bekommen eine Mulchschicht.

Die wichtigsten Arbeiten auf einen Blick:

Gartenarbeit im Dezember

– Schnee entfernen
– Rinde pflegen
– Rosen überwintern
– Pflanzen gießen
– Teich pflegen
– Gemüse ernten
– Unkraut jäten
– Blumenknollen vor Frost schützen


– Gartengeräte einmotten
– Gehölze und Sträucher pflegen
– Kragenfäule vermeiden
– Ziergehölze verjüngen
– Obstbäume schneiden
– Frostspanner bekämpfen
– Bäume vor dem Austrocknen schützen
– Futterstellen aufstellen
– Wühlmäuse bekämpfen

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Kaltkeimer

Als Kaltkeimer, früher auch Frostkeimer genannt, bezeichnet man Pflanzen, deren Samen eine Kälte- oder Frostperiode durchlebt haben müssen, bevor die Keimung ausgelöst wird. Im Bereich Gartenbepflanzung handelt es sich dabei zumeist um alpine Stauden aus kälteren Gegenden, die dickere und härtere Samenschalen als üblich haben.

Nachdem die Samen durch Feuchtigkeit aufgequollen bzw. angekeimt sind, sorgen tiefe Temperaturen von

 −5 bis +5 Grad Celsius nach 4 bis 8 Wochen dafür, dass sich das Verhältnis von keimhemmenden und keimfördernden Substanzen im Saatgut zugunsten der keimfördernden Substanzen verschiebt und der Same austreibt. Frostkeimer werden daher im September bis November ausgesät, manche Sorte erst im späten Winter.

Zu spät ausgesäte Kaltkeimer, die keine ausreichend lange Kälteperiode durchlaufen können, keimen erst nach dem nächsten Winter. Wenn die Saat künstlicher Kälte ausgesetzt wird, z. B. in einem Kühlschrank, nennt man das Stratifikation.

Manche Kaltkeimer benötigen verschiedene Temperaturen in verschiedenen Entwicklungsphasen, um keimen zu können. Dabei ist die Wasseraufnahme aus der umgebenden Erde die erste Phase, die Initialisierung zur Keimung die zweite Phase und bis zum Ausbilden der Laubblätter die dritte Phase.

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Gelenkblume

Die Gelenkblume (Physostegia virginiana) oder auch Etagenerika ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Gelenkblumen (Physostegia) in der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).

Die Gelenkblume ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 150 Zentimeter erreicht. Sie bildet ein Rhizom aus. Die Blätter sind länglich oder lanzettlich und gesägt.

Die Krone ist purpurn, rosa, weinrot oder weiß gefärbt. Das Ungewöhnliche an den Blüten dieser Pflanzenart ist, dass sie aufgeblüht sich in einem gewissen Maße seitwärts auslenken lassen und dann in der neuen Ausrichtung verharren. Von daher auch die deutschsprachige Namensgebung.

Die Blütezeit reicht von Juli bis September. Die Gelenkblume wird zerstreut als Zierpflanze für Staudenbeete und als Schnittblume genutzt. Sie benötigt einen sonnigen bis halbschattigen, feuchten Standort. Die Art ist seit spätestens 1683 in Kultur. Es gibt einige Sorten.

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Die Gelenkblume

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Brombeere

Die Brombeeren (Rubus sect. Rubus) sind eine Sektion aus der umfangreichen und weltweit verbreiteten Pflanzengattung Rubus innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae).

Die Sektion umfasst mehrere tausend Arten, allein in Europa wurden mehr als 2000 Arten beschrieben. Die Früchte werden als Obst verwendet.

Das Wort Brombeere hat sich aus dem althochdeutschen Wort brāmberi‚ Dorngebüschbeere oder Beere des Dornstrauchs, entwickelt. Biologisch betrachtet hat die Brombeere allerdings keine Dornen, sondern Stacheln.

Mundartlich werden die Früchte auch Kratzbeere oder Kroatzbeere genannt, worunter die Botaniker aber nur eine Art der Brombeeren verstehen.

Brombeer-Arten sind winterkahle oder wintergrüne (und dann im Frühjahr Laub abwerfende) Sträucher oder genau genommen etwas verholzende, ausdauernde krautige Pflanzen mit zweijährigen Zweigen: Die überwinternden Zweige bringen aus ihren Knospen ausschließlich Blütenstände hervor und sterben dann nach dem Fruchten ab. Brombeeren sind häufig Kletterpflanzen (Spreizklimmer) und werden zwischen 0,5 und 3 Meter hoch; die Sprossachsen sind je nach Art oder Sorte mehr oder weniger stachelig und verholzen mit der Zeit. Die dünnen und derben Stacheln dienen als Kletterhilfe und Fraßschutz.

Warum eine Brombeere?

Brombeere schneiden

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Himbeere

Die Himbeere (Rubus idaeus) ist eine Pflanzenart aus der Untergattung Idaeobatus in der Gattung Rubus innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Die vielfältige Nutzung der Pflanze durch den Menschen spiegelt sich in zahlreichen regionalen Volksbezeichnungen wider.

Zwischen Mai und August werden von den einzelnen Sprossachsen abgehend rispige Blütenstände gebildet.

Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Blütenboden ist stark vorgewölbt. Es sind fünf Kelchblätter vorhanden. Die fünf freien Kronblätter sind weiß. Die über zwanzig Staubblätter sind frei und fertil. Es sind freie Fruchtblätter vorhanden.

Die bei Reife roten, bei Zuchtformen auch beispielsweise gelben oder schwarzen, weichen Früchte sind, anders als der Trivialname Himbeere suggeriert, botanisch gesehen keine Beeren, sondern Sammelsteinfrüchte, die sich aus den einzelnen Fruchtblättern bilden. Anders als bei der Brombeere ist die Frucht nur lose an den Blütenboden gebunden und kann leicht abgezogen werden.

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Himbeeren schneiden

Traumhaft

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Yacón

(C) Wikipedia Suedpfalz

Yacón (Smallanthus sonchifolius (Poepp. & Endl.), Syn.: Polymnia edulis, Polymnia sonchifolia) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Smallanthus und gehört wie die Sonnenblume (Helianthus annuus) zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Yacón ist eine Nutzpflanze, deren Sprossknolle als Wurzelgemüse für die Ernährung genutzt wird. Sie ist mit der Topinambur (Helianthus tuberosus, auch: Erdbirne) verwandt und bildet wie diese essbare Wurzelknollen.

Die Yacónknollen haben ein leicht süßliches erfrischendes Aroma. Die Knollen der Süßkartoffel (Ipomoea batatas) haben eine gewisse Ähnlichkeit mit den Knollen der Yacón, was zu einer Verwechslung führen kann. Beide Knollen müssen vor Frost geschützt werden.

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Yacón ganz leicht im Kübel anbauen

Yacon, die "essbare Lebenswurzel"

Die robuste, ertragreiche und anpassungsfähige Yacón ist in meinen Augen ein guter Kandidat für eine Auswahl an Nutzpflanzen, die mit den sich verändernden klimatischen Bedingungen gut zurecht kommen.

© Neues vom Landei

Die Yacon-Pflanze lagert in ihrer Knolle Kohlenhydrate nicht als Stärke, sondern überwiegend in Form von Inulin ein, was sich folglich nicht negativ auf den Blutzuckerspiegel auswirkt. Außerdem ist Yacon eine gesunde Alternative zu herkömmlichen Süßungsmitteln.

© saftgras

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Wunderbaum

Der Wunderbaum oder Rizinus (Ricinus communis)

ist die einzige Pflanzenart der zur Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) gehörenden monotypischen Gattung Ricinus.

Die wechselständig stehenden Laubblätter sind 30 bis70 cm groß, dunkelgrün (bei einigen Sorten rötlich bis purpurfarben) und sie haben sehr lange, oft rötliche Blattstiele.

Der Wunderbaum blüht von August bis Oktober. Es werden große, etwa 30–40 cm lange, endständige traubig oder rispige Blütenstände gebildet.

giftig

Die Samenschalen des Wunderbaums sind nur schwach giftig. Das Endosperm der Samen ist stark giftig, da es das toxische Eiweiß Rizin, ein Lektin, enthält.

Bei der Einnahme von Rizin kann schon eine Menge von 0,3–20 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht tödlich wirken, das entspricht wenigen Samen.

Im Wunderbaum vorhandene Alkaloide sind Nudiflorin, Ricinidin und Ricinin. Die (jungen) Blätter und die Samenschale sind giftig für Tiere.

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Juli – Schnittsalat, Kopfsalat und Eissalat

Während des ganzen Monats:

Schnittsalat, Kopfsalat, Eissalat, Salatrauke, Radieschen, Möhren, Rote Bete, Dill, Kresse, Petersilie (für die Überwinterung im Freiland).

Anfang des Monats:

Knollenfenchel, Endivien, Zuckerhut, Radicchio, Erbsen.

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Eichen-Prozessionsspinner

Der Eichen-Prozessionsspinner (Thaumetopoea processionea)

ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Zahnspinner (Notodontidae). Die Brennhaare der Raupe können beim Menschen eine Raupendermatitis auslösen.

In Deutschland sind infolge der Massenvermehrungen mittlerweile alle Bundesländer betroffen, am stärksten Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Bayern.

Die Art tritt hauptsächlich im Flachland von der planaren bis zur kollinen Höhenstufe auf. Besiedelt werden eichenreiche Wälder, wie etwa Eichen-Hainbuchenwälder und Kiefernwälder mit Eichenbewuchs, bevorzugt an trockenen und lichten Orten, aber auch in Eichen-Ulmen-Auen. Sie treten jedoch daneben auch in anderen Lebensräumen an Einzelbäumen auf, wie etwa an Straßenrändern, in Parks und auch im urbanen Bereich.

Die Raupen ernähren sich von den Blättern ihrer Wirtsbäume. Sie fressen die gesamte Gewebefläche der Blattspreite und verschmähen dabei lediglich die Mittelrippe und stärkere Seitenrippen des Blattes. Sie gelten als Schädlinge, da sie Lichtungs- oder Kahlfraß verursachen. Bei mehrjährigem starkem Auftreten kann der Baum direkt oder durch Folgeerscheinungen geschädigt werden.

Maßnahmen zur Regulierung der Populationen des Eichen-Prozessionsspinners aus forstwirtschaftlichen Gründen sind nur in Ausnahmefällen gerechtfertigt. In der Nähe von Siedlungen und Erholungseinrichtungen werden die Raupen des Eichen-Prozessionsspinners aus gesundheitlich-hygienischen Gründen bekämpft. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist dabei insbesondere bis zum zweiten Raupenstadium vor Ausbildung der Brennhaare sinnvoll.

Schädling

Die sehr feinen Brennhaare der Raupe, die ein Eiweißgift namens Thaumetopoein enthalten, können beim Menschen eine Raupendermatitis auslösen.

Für den Menschen gefährlich sind die Haare des dritten Larvenstadiums (Mai, Juni) des Eichen-Prozessionsspinners. Sie halten sich auch an den Kleidern und Schuhen und lösen bei Berührungen stets neue toxische Reaktionen aus. Die (fast unsichtbaren) Brennhaare dringen leicht in die Haut und Schleimhaut ein und setzen sich dort mit ihren Häkchen fest.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Schädlinge

Kartoffelkäfer

Der Kartoffelkäfer oder Erdäpfelkäfer (Leptinotarsa decemlineata – etwa: „Zehnstreifen-Leichtfuß“)

ist eine Art aus der Familie der Blattkäfer.

Der 7 bis 15 Millimeter lange Kartoffelkäfer ist gelb, wobei sein Halsschild schwarze Flecken aufweist und sich auf den Flügeldecken zehn dunkle Längsstreifen befinden. Er wiegt 50 bis 170 mg. Bei Gefahr kann der Kartoffelkäfer ein unangenehm schmeckendes Wehrsekret ausscheiden; seine auffällige Färbung wird daher als Warntracht gesehen.

Der Kartoffel­käfer ist heute weltweit verbreitet. Seine Heimat lag ursprünglich in Zentralmexiko. Später stellte man große Ansammlungen dieser Tiere im US-Bundesstaat Colorado fest. In der Annahme, dass jener daher der Herkunftsort des Käfers sei, gab man ihm seinen bis heute im englischsprachigen Raum gültigen Artnamen: Colorado potato beetle, zu deutsch „Colorado-Kartoffelkäfer“.

Der Kartoffelkäfer und seine Larven ernähren sich von Teilen der Kartoffelpflanze, daher auch sein deutscher Name. Kartoffelkäfer können innerhalb kurzer Zeit ganze Felder kahl fressen.

Es werden aber auch andere Nachtschattengewächse, insbesondere auch weitere Nutzpflanzen wie Aubergine, Paprika, Tabak und Tomaten befallen. Experimentell bewährte sich Bittersüßer Nachtschatten als Futterpflanze des Kartoffelkäfers.

In Europa hat der Kartoffelkäfer keine natürlichen Fressfeinde. Er wurde daher mit Chemikalien (zunächst Arsenik, später Insektizide aus der Gruppe der chlorierten Kohlenwasserstoffe (HCH und DDT) oder der Gruppe der synthetischen Pyrethroide) bekämpft. Wegen der Gefahr der Entwicklung von Pestizidresistenz ist unter Beachtung der Anwendungsbedingungen eine integrierte Bekämpfungsstrategie mit wechselnden Wirkstoffen erforderlich. Wirksam ist auch eine Infektion der Käfer mit bestimmten Bakterienstämmen, wie dem Bakterium Bacillus thuringiensis tenebrionis.

Ein neueres Insektizid zur Bekämpfung des Kartoffelkäfers, das auch im ökologischen Landbau zugelassen ist, ist Spinosad. Käfer und Larven einzusammeln und zu töten ist eine wirksame, auch heute in kleinem Maßstab anwendbare Methode der Bekämpfung.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Schädlinge