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Ringelblume

Die Ringelblume (Calendula officinalis),

auch Garten-Ringelblume ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Pflanzenteile werden in der Heilkunde verwendet. Die Ringelblume ist eine einjährige krautige Pflanze, seltener wächst sie einjährig überwinternd oder zweijährig und erreicht meist Wuchshöhen von 30 bis 50, selten bis 70 Zentimeter. Die Wurzel ist spindelförmig und faserreich. Der aufrechte, wenig oder lediglich im oberen Bereich verzweigte Stängel ist kantig und kurzflaumig behaart.

Die Blütezeit dauert von Juni bis Oktober, ein Blütenkorb blüht meist vier bis fünf Tage lang. Die Blütenkörbe stehen einzeln an beblätterten, langen Blütenstandsstielen und haben einen Durchmesser von bis zu 4 Zentimeter. Die 12 bis über 40 Hüllblätter sind 10 bis 12 Millimeter lang.

Aus den Zungenblüten entwickeln sich die 9 bis 15 (selten bis über 25) Millimeter langen, einsämigen Achänen (Schließfrüchte). Die Achänen sind teilweise geflügelt, sichelförmig, gekrümmt bis geringelt und gaben der Pflanze ihren Namen. Die Ringelblume ist heterokarp: es gibt Kahn-, Ringel- und Hakenfrüchte, die sich in der Art ihrer Ausbreitung unterscheiden: Sie erfolgt durch Haftung an Tieren (Epizoochorie), durch Wind (Anemochorie), oder durch Nahrungseintrag der Ameisen (Myrmekochorie, Mundwanderung; Stomatochorie).

Im Anbau sind als pilzliche Krankheitserreger Alternaria calendulae, Cercospora calendulae und Entyloma calendulae von Bedeutung, die die Blätter schädigen. Der Echte Mehltau kann zu großen Ertragsausfällen führen. Blattläuse (Aphis fabae, Myzus persicae) verursachen Saugschäden an den Triebspitzen und übertragen Viren.

Ringelblumen werden in der Form von Teeaufgüssen, wässrigen Auszügen, Tinkturen, Extrakten und Salben verabreicht. In der Volksmedizin wird die Ringelblume als Diaphoretikum, Diuretikum, Antispasmodikum, Antihelminthikum, Emmenagogum und gegen Leberleiden eingesetzt. In der Lebensmittelindustrie wird die Ringelblume als Farbstoff eingesetzt, unter anderem bei Käse und Butter. In Teemischungen dient sie als Schmuckdroge. In der Vergangenheit diente sie zum Verfälschen von Safran.


Aberglaube:
Es ist die Blume, die man klassischerweise für die Frage Er liebt mich, er liebt mich nicht verwendet. Das Abpflücken der Blumen soll allerdings Gewitter heraufbeschwören. Die Ringelblume soll sich auch zur Liebesweissagung im Traum verwenden lassen: Sie wird gemeinsam mit Sommerkräutern getrocknet, gemahlen und mit Honig und Essig zu einer Salbe verarbeitet. Junge Frauen trugen die Salbe auf, bevor sie zu Bett gingen und riefen den Heiligen Lukas an, sie von ihrer großen Liebe träumen zu lassen.

Bei Bauern stand die Ringelblume in hohem Ansehen, weil sich mit ihrer Hilfe angeblich das Tageswetter voraussagen lässt. Sind die Blüten zwischen 6 und 7 Uhr bereits geöffnet, so verspreche dies einen schönen sonnigen Tag. Sind sie jedoch nach 7 Uhr noch geschlossen, so müsse mit Regen gerechnet werden.

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Pechnelke

Die Gewöhnliche Pechnelke (Silene viscaria) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Leimkräuter (Silene) innerhalb der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae). Sie ist in Europa weitverbreitet. Die Gewöhnliche Pechnelke wächst als überwinternd grüne, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 60, selten bis zu 90 Zentimetern. Es werden grundständige, nicht blühende Blattrosetten gebildet.

Der Stängel und der meist rötliche Blütenstand ist unter den Knoten stark klebrig. Die gegenständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind lineal lanzettlich und am Grund etwas behaart und gewimpert. Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni oder Juli und liegt damit hauptsächlich am Beginn des Frühsommers. Die Gewöhnliche Pechnelke ist manchmal zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). Der traubig-rispige Blütenstand hat die Form einer lockeren Thyrse. Der Name Pechnelke rührt daher, dass die Stängel unterhalb der Knoten eine dunkle, klebrige Beschichtung aufweisen.

Von diesen Bereichen wird angenommen, dass sie zum Schutz vor phytophagen Insekten wie Blattläusen evolviert sind, welchen dadurch der Weg entlang des Stängels versperrt wird. Blütenökologisch handelt es sich um vormännliche „Stieltellerblumen“, deren Nebenkrone als Einkriechsperre dient. In Deutschland kommt die Gewöhnliche Pechnelke mäßig häufig im zentralen sowie nördlichen Franken, im Bayerischen Wald, in Niederbayern, Sachsen, im Harz, im Pfälzerwald vor. In der restlichen Mitte und Süden Deutschlands ist sie selten.

Sie fehlt in den deutschen Alpen und Alpenvorland. Sehr zerstreut bis selten kommt sie im nordöstlichen Deutschland, Schleswig-Holstein und Brandenburg vor. Sie fehlt im nordwestlichen Deutschland und am Niederrhein. In der roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten Deutschlands gilt sie 1993 als nicht gefährdet. Einige Sorten werden in gemäßigten Gebieten als Zierpflanzen verwendet. Von Juni bis Juli bilden sich Kapselfrüchte (Samen), welche austrocknen und sich dann über den Wind verstreuen.

Der Gewöhnlichen Pechnelke wird nachgesagt, dass sie die Abwehrkräfte der sie umgebenden Pflanzen stärke und unter anderem gegen Braunfäule helfe. Pechnelkenextrakt ist in Deutschland als Pflanzenstärkungsmittel zugelassen. Ein Extrakt der Gewöhnlichen Pechnelke enthält relativ viele Brassinosteroiden, welche sich nachweislich positiv auf das Wachstum anderer Pflanzen auswirken.

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Studentenblume

Farbenfrohe Stinker

Zur Gattung Tagetes zählt man rund 50 bis 60 Arten, die aus Mexiko, Mittelamerika oder Südamerika stammen. Die Tagetes, auch Studentenblume genannt, sieht nicht nur hübsch aus, mit ihr lassen sich auch Läuse bekämpfen. Pflanzt Ihr die Tagetes im Gemüsebeet ein, vernichtet das Gift ihrer Wurzeln wirkungsvoll Faden- und Drahtwürmer. Probiert es einfach mal aus und lasst Euch von der tollen Wirkung der Tagetes im Gemüse- und auch im Rosenbeet überraschen.

Die Samen der Tagetes sind schwarz und länglich. Nachdem die Blüte verwelkt ist, trocknet der Blütenkopf komplett aus, sodass Ihr den Kopf einfach vom Stängel abbrechen könnt. Diese Blütenköpfe lagert Ihr anschließend ein, bis sie komplett ausgetrocknet sind. Nach einer Woche könnt Ihr die Samen mit der Hand aus dem Blütenkopf entnehmen oder verwenden. Die Studentenblume ist ein Lichtkeimer.

Anders als bei Dunkelkeimern ist in den Samenkörnern der Tagetes nicht viel Energie gespeichert. Die Samen der Studentenblume gehen also nur auf, wenn sie neben Wärme, Sauerstoff und Feuchtigkeit ausreichend Lichtreize bekommen. Die Erdschicht, welche die Saat bedeckt, darf nicht dicker sein als das einzelne Samenkorn.

Als Schnittblume ist sie auf Grund Ihres Geruches nicht besonders geeignet, hält sich aber allein lange in der Vase. Andere Blumen solltet Ihr aber nicht in diese Vase stecken, da sie durch die Stoffe schneller “kaputt” gehen.

Die einjährige Studentenblume ist bei Schnecken sehr beliebt. Deshalb wird sie auch zur Anlockung von Schnecken in Gemüsebeeten gepflanzt. Sobald die Schnecken sich dann um die Pflanze konzentrieren, kann man sie leicht absammeln. Sind die Schnecken schneller als Sie, bleibt von den Pflanzen nicht mehr viel übrig.
Was allerdings Schnecken nicht mögen, ist Kaffeesatz. Dieser gilt nicht nur als allgemeiner “Schneckenschutz”, sondern auch als Dünger. Ein überdüngen mit Kaffeesatz ist nicht möglich.

Übrigens:
Pechnelken, Ringelblumen, Lavendel und einige andere Kräuter vertreiben auch so manche unliebsamen Besucher wie z. B. Läuse, Faden- und Drahtwürmer.

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Bergenien

Die Bergenien (Bergenia),

auch Wickelwurzen genannt, sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae). Die Bergenia-Arten sind in den zentral- und ostasiatischen Gebirgen beheimatet. Als frostharte Bodendecker, Steingartenpflanzen oder Zierstauden werden Bergenien-Sorten in Parks und Gärten gepflanzt. Bergenien-Arten sind immergrüne bis sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen. Sie bilden mit dicken, oft sehr flach streichenden Rhizomen große Bestände.

Die wechselständig in grundständigen Rosetten angeordneten, kurz gestielten Laubblätter sind halb aufrecht, 10 bis 40 cm lang und 5 bis 20 cm breit. Die einfachen Blattspreiten sind rundlich, weichledrig, schwach fleischig und durch Wachs glänzend. Der Blattrand ist glatt, gekerbt oder gezähnt. Die Blüten stehen in Thyrsen mit wickeligen Teilblütenständen mit Hochblättern zusammen. Die relativ großen, auffälligen Blüten sind zwittrig und fünfzählig. Die fünf Kelchblätter sind verwachsen. Die fünf Kronblätter sind weiß über rosafarben und rot bis purpurfarben. Es sind zwei Kreise mit je fünf Staubblättern vorhanden. Die zwei einviertel-oberständigen Fruchtblätter sind nur an ihrer Basis verwachsen.

Die Plazentation ist marginal mit vielen Samenanlagen. Es sind zwei Griffel vorhanden. Es werden Kapselfrüchte mit vielen Samen gebildet. Die kleinen Samen sind dunkelbraun. Im Englischen werden die Bergenien oft Pigsqueak (= Schweinequiek) genannt. Dieser kuriose Name leitet sich von dem Geräusch ab, das beim Aneinanderreiben frischer Blätter entsteht. Bergenien werden gern von Dickmaulrüsslern heimgesucht. Die Blätter sind dann vom Rand her angefressen und ausgebuchtet.

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Honigbeere

CC BY 2.5 - Opioła Jerzy (Poland)

Die Kamtschatka-Heckenkirsche,

auch Maibeere, Sibirische Blaubeere, Honigbeere oder Gimolost genannt, ist eine Varietät der Pflanzenart Blaue Heckenkirsche (Lonicera caerulea) aus der Gattung Heckenkirschen (Lonicera) innerhalb der Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae).

Ihr Verbreitungsgebiet liegt in Sibirien, auf Kamtschatka und auf den Kurilen.

Die Maibeere wächst als reich verzweigter, sommergrüner Strauch und erreicht Wuchshöhen von 1 bis 2, selten auch bis 2,5 Metern.

Die Rinde junger Zweige ist grün und verfärbt sich im Sommer rotbraun. Sie sind mit abwärts gerichteten Haaren bedeckt. Die Laubblätter sind bei einer Länge von 4 bis 10 Zentimetern elliptisch, länglich-elliptisch oder verkehrt-eiförmig. 

Die Blattfläche ist anfangs samtig, über den Sommer deutlich behaart und der Blattrand ist bewimpert. Die kurz gestielten Blüten stehen paarweise in den Blattachseln. Die Blüten sind zygomorph.

Die gelbliche bis grünlich-gelbe Blütenkrone ist 1,1 bis 1,6 Zentimeter lang und röhrig-glockig. Die Staubblätter überragen die Krone.

Die bei Reife schwarzblauen und hellblau bereiften Früchte sind bei einer Länge von 0,8 bis 3,1 Zentimetern unregelmäßig walzenförmig, ei- oder birnenförmig.

Sie reifen im Mai und Juni und sind essbar und schmackhaft. Die Maibeere wird selten zur Fruchtgewinnung kultiviert, vor allem die Sorten ‘Maistar’ und ‘Mailon’ werden aber zum Anbau genutzt.

Die saftig-süßen Früchte können frisch verzehrt oder zu Marmeladen, Kompott, Mus und Saft verarbeitet werden. Sie wird auch aufgrund der dekorativen Blüten und der bemerkenswerten Früchte als Zierstrauch verwendet.

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Blauer Eisenhut

Der Blaue Eisenhut (Aconitum napellus) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Eisenhut (Aconitum) in der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae).

Der Blaue Eisenhut ist eine traditionelle Zier- und Arzneipflanze. Der Blaue Eisenhut ist eine sommergrüne ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 50 bis 200 Zentimetern erreicht.

Aus einer knollenartig verdickten Wurzel treibt ein steif aufrechter, kräftiger Stängel.

Der Blaue Eisenhut gedeiht am besten auf kühlen und feuchten, nährstoffreichen, auch kalkhaltigen Lehm- und Tonböden und hellen bis halbschattigen Standorten.

Alle Pflanzenteile sind sehr giftig. Sie gilt als die giftigste Pflanzenart Europas. Die Knolle enthält zwischen 0,2 und 3 % Aconitin, je nach Jahreszeit und Größe. Beim Menschen bewirken bereits 0,2 g der Pflanze Vergiftungserscheinungen, 2 bis 4 g, etwa der frischen Wurzel, sind innerhalb von 30 bis 45 Minuten tödlich.

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Dickmaulrüssler

CC BY-SA 3.0 - gailhampshire from Cradley, Malvern, U.K

Die Dickmaulrüssler (Otiorhynchus

stellen eine Käfergattung aus der Familie der Rüsselkäfer (Curculionidae) dar. Viele Vertreter werden als landwirtschaftliche Schädlinge angesehen, da die Larven die Wurzeln, Knollen und Rhizome abfressen und die adulten Tiere (Imagines) sich hauptsächlich von Blättern, Knospen oder jungen Trieben der Pflanzen ernähren.

In Deutschland ist besonders der “gefurchte Dickmaulrüssler” (Otiorhynchus sulcatus) bekannt und als Pflanzenschädling gefürchtet. Bevorzugte Pflanzengattungen und -arten sind beispielsweise Himbeeren, Rosen, Erdbeeren, Rhododendren, Kirschlorbeer, Pfaffenhütchen und Eiben.

Dickmaulrüssler besitzen meist eine dunkle schwarze oder braune Färbung. Einige Vertreter können jedoch auch gelb gefärbt sein. Sie können zwischen 3 und 14 mm groß werden. Der für sie typische Rüssel ist stets kräftig entwickelt und besitzt ohrenförmige wulstartige Gebilde (Pterygien genannt), die sich neben den Fühlergruben befinden. An der Spitze sind diese verbreitert und etwa doppelt so lang wie breit.

Sowohl die Oberseite des Körpers als auch die Schienen, die Antennen und die in der Mitte verdickten Schenkel sind kahl, seltener behaart oder beschuppt. Die obere Rückenseite (das Pronotum) ist häufig geriffelt, gerunzelt, gekörnt und mit dunkelbraun bis gelb gefärbten Pünktchen versehen.

Die erwachsenen Tiere treten meist zur Dämmerung oder nachts auf und sind polyphag an krautigen Pflanzen oder kleineren Gehölzen von April bis Oktober zu finden.

Die Einschleppung des Schädlings in der Landwirtschaft bzw. im Garten erfolgt oft mit dem Substrat oder über getopfte Pflanzen, von denen aus sie sich dann auf die verschiedenen Pflanzenarten ausbreiten. Die Bekämpfung der Larven kann mit räuberischen Nematoden erfolgen.

Nach der Kopulation erfolgt die Eiablage, welche auch durch Jungfernzeugung möglich ist, in den Boden, wo die Larven zunächst an Wurzeln fressen. Die daraus entstehenden Puppen graben sich kleinere Erdhöhlen und überwintern zumeist wieder als Larve, seltener als Puppe. Der Käfer fällt durch vom Rand her angefressene Blätter auf. Bei Gefahr lässt er sich zu Boden fallen und sucht ein Versteck auf.

Schädling

Maßnahmen:

  • Regelmäßige Kontrolle der Pflanzen auf Fraßspuren
  • Eventuell Ansiedlung von natürlichen Feinden im Garten wie z.B. Igel & Spitzmaus
  • Bekämpfung der Larven mit Nützlingen
  • Geeignete Mittel gegen die Käfer: Azadirachtin oder Celaflor Schädlingsfrei
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Buchsbaumzünsler

Der Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis) ist ein ostasiatischer Kleinschmetterling aus der Familie der Crambidae, der zu Beginn des 21. Jahrhunderts nach Mitteleuropa eingeschleppt wurde. Die Raupen können Schäden durch Kahlfraß an Buchsbäumen verursachen. Wenn er die Buchsbäume befällt kann er diese vollständig zerstören.

Der Falter erreicht eine Flügelspannweite von etwa 40 bis 45 Millimetern. Die Vorderflügel sind zumeist seidig weiß gefärbt und mit einem breiten braunen Band am Vorderrand sowie am Saum versehen. Auffällig sind eine kleine, braun gefärbte Ausbuchtung in das Mittelfeld sowie ein daneben befindlicher halbmondförmiger, weißer Fleck. Die Hinterflügel sind ebenfalls seidig weiß und zeigen einen breiten braunen Saum. Zuweilen erscheinen auch gänzlich braun gefärbte Exemplare, bei denen jedoch der weiße Fleck vorhanden ist.

Die Raupen sind bis zu fünf Zentimeter lang, gelbgrün bis dunkelgrün sowie schwarz und weiß gestreift, mit schwarzen Punkten, weißen Borsten und schwarzer Kopfkapsel.

Das Schadbild ist nicht zu verwechseln mit Buchsbaum-Erkrankungen, zum Beispiel dem Cylindrocladium-Triebsterben, dem Volutella-Zweigsterben und der Buchswelke. Die Raupen des Buchsbaumzünslers fressen zunächst die Blätter, anschließend auch die grüne Zweigrinde. An den Blättern befallener Pflanzen sind nur noch die Blattrippen oder der Blattstiel sowie Reste vertrockneten, hellbeigen Blattgewebes vorhanden. Dazwischen gibt es vereinzelt auch noch gesunde, grüne Blätter. Die ganze Pflanze ist von einem Gespinst umgeben. Hellgrüne Kotkrümel sind im Gespinst und unter der Pflanze sichtbar. Bei sehr starkem Fraß können einzelne Triebe oder gar die ganze Pflanze absterben. Meist treibt die Pflanze aber wieder aus.

Eine regelmäßige Kontrolle der Buchsbäume von März bis Oktober erlaubt eine frühzeitige Befallserkennung. Eine Bekämpfung mit Spritzmitteln sollte möglichst direkt und mit ausreichendem Druck erfolgen. Die biologische Bekämpfung der Larven auf Basis des nützlingsschonenden Bacillus thuringiensis ssp. kurstaki zeigte in einem Versuch der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) von 2012 eine hervorragende Wirkung. Chemische Bekämpfungsmöglichkeiten gibt es in Form von Thiacloprid, was jedoch schädlich für Nutztiere wie z. B. Bienen ist; oder Acetamiprid. In Asien verwenden Bauern auch Niemöl zur Bekämpfung des Buchsbaumzünslers.

Weitere Methoden zur Bekämpfung sind die Verwendung von Pheromonfallen oder Lichtfallen. Mittels Hochdruckstrahler und Auffangfolie können die Buchsbaumzünsler großflächig abgesprüht und aufgesammelt werden. Eine Dezimierung der Raupen durch Vögel findet wegen der Giftigkeit der Futterpflanze kaum statt; die Raupen werden wieder herausgewürgt.

Das rechtzeitige Erkennen des Befalls ist extrem wichtig!

Buchsbaumzünsler überwintert eingesponnen in Kokons im Geäst des Buchsbaums. Liegen die Temperaturen durchgehend über 7°C wird der Schädling aktiv.

Schädling

Ist der Befall großflächiger, so wird empfohlen, die Buchsbäume mit einem Hochdruckreiniger abzusprühen (bitte eine Plane dabei um die Pflanze legen)

  • Pheromonfallen eignen sich zur Früherkennung und zur Bestimmung des besten Bekämpfungszeitpunkts mit biologischen Insektiziden
  • Biologische Insektizide: Bacillus thuringiensis und Azadirachtin
  • Chemische Insektizide: Thiacloprid und Acetamiprid
  • Nach einem Befall kann ein Rückschnitt vor der völligen Zerstörung bewahren
  • Zerstörte Buchsbäume luftdicht verpackt im Restmüll entsorgen

Gute Erfahrungen zur ökologischen Bekämpfung vor allem kleiner Raupen wurde mit einem Bacillus thuringiensis-Präparat, wie z.B. XenTari® gemacht.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Schädlinge

Zitronenmelisse

Die Zitronenmelisse oder Melisse (Melissa officinalis) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Melissen (Melissa) innerhalb der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Sie stammt aus dem östlichen Mittelmeerraum. Als pharmazeutische Droge werden die Laubblätter (Melissae folium) verwendet. Sie wurde zur Arzneipflanze des Jahres 1988 gekürt.

Zur gezielten Nutzung wird Zitronenmelisse als zwei- bis dreijährige Kultur angebaut. Angebaut wird entweder durch Pflanzung von ab März vorgezogenen Jungpflanzen im Mai oder September oder durch Aussaat an Ort und Stelle im Mai, da zur Keimung meist Temperaturen um 20 °C erforderlich sind. Eine Vermehrung durch Stecklinge ist möglich.

Die Zitronenmelisse kann drei- bis viermal jährlich kurz vor der Blüte geerntet werden, zum Beispiel durch Mahd mit einem Balkenmäher oder einem Mählader. Pro Hektar Anbaufläche lässt sich eine Blattmasse von 15 bis 30 t ernten.

Die Blüten führen Nektar. Die Bestäubung erfolgt vorwiegend durch Apis mellifera und Bombus-Arten. Die Blüten sind proterandrisch bis homogam.

Küche

Die Zitronenmelisse wird als Gewürz- oder Arzneipflanze und als Bienenweide angebaut. Die Blätter werden als Küchengewürz verwendet. Extrakte aus den Blättern werden zu Kräuterlikören verarbeitet.

Zum Aromatisieren von kalten Getränken, Salaten und Saucen sowie Kompotten wird Melisse verwendet. Tee und Wein kann man aus ihr herstellen. Melissentee soll beruhigend wirken und verdauungsfördernd sein. Am aromatischsten ist Zitronenmelisse vor der Blüte.

Als sogenannte Klostermelisse wird sie dem hochprozentigen (79 Vol.-% Alkohol) Klosterfrau Melissengeist zugesetzt.

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Süßdolde

Die Süßdolde,

auch Myrrhenkerbel genannt (Myrrhis odorata) ist die einzige Pflanzenart der monotypischen Pflanzengattung Myrrhis innerhalb der Familie der Doldenblütler (Apiaceae).

Die Süßdolde ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 60 bis 200 Zentimetern. Die Pflanzenteile duften stark nach Anis. Der Stängel ist im oberen Bereich verzweigt. Die Knoten (Nodien) und die Blattscheiden sind zottig behaart.

Die Süßdolde steigt im Gebirge bis in Höhenlagen von etwa 1900 Metern.

Sie kommt meist in Fettwiesen, Weiden, Grasgärten, in Hochstaudenfluren, an Waldrändern, auch in Auenwäldern vor. Sie gedeiht am besten auf kalkhaltigen Untergrund.

Küche

Die Blätter sind essbar; sie können vom frühen Frühjahr bis in den Herbst geerntet werden. Die Samen werden als Gewürz verwendet; sie werden im Herbst geerntet, wenn sie hart geworden sind.

Alle Teile der Süßdolde haben einen anisähnlichen, süßen Geschmack. Salate, Saucen und Fischgerichte kann man mit den Blättern würzen. Mit den Früchten werden Kohlgerichte und Gebäck verfeinert. Setzt man die Früchte saurem Kompott zu, kann man die Zuckerzugabe deutlich reduzieren. (Wichtig für Diabetiker) Aus den Wurzeln kann Gemüse zubereitet werden. Die gekochten Wurzeln sind fein geschnitten, mit einer Essig/Öl-Marinade ein geschmackvoller Salat. Die Süßdolde ist Bestandteil des Chartreuse und verschiedener Liköre.

Als Heilkraut wird sie in der Volksheilkunde als Blutreinigungsmittel verwendet, weiter auch gegen Husten und Magenschwäche.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Kräuter