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Gewöhnliche Kuhschelle

Die Gewöhnliche Kuhschelle (Pulsatilla vulgaris),

Synonym wenn als Unterart aufgefasst: Pulsatilla vulgaris subsp. vulgaris), auch Gewöhnliche Küchenschelle genannt, ist eine Pflanzenart in der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Sie ist in West- und Mitteleuropa verbreitet.

Die Form der halb geschlossenen Blüte ähnelt einem Glöckchen oder auch einer Kuhschelle.

Die Gewöhnliche Kuhschelle wächst als ausdauernde, krautige Pflanze, die während der Blütezeit Wuchshöhen von bis zu 15 Zentimetern, zur Fruchtzeit bis zu 40 Zentimetern aufweist.

Sie ist ein Tiefwurzler und dringt über 1 Meter ins Erdreich ein.

In Deutschland ist die Gewöhnliche Kuhschelle in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg nach den Roten Listen vom Aussterben bedroht, in Bremen, Hamburg und Berlin bereits ausgestorben. Nicht ganz so dramatisch wie im übrigen Norddeutschland ist die Bestandssituation in Sachsen-Anhalt, wo diese Art als stark gefährdet eingeordnet ist. In Sachsen ist sie sehr selten. In allen übrigen Bundesländern außer Bayern sowie bundesweit ist sie als gefährdet eingestuft. Sie ist nach der Bundesartenschutzverordnung eine besonders geschützte Art.

giftig

Alle Pflanzenteile der Gewöhnlichen Kuhschelle sind sehr giftig. Sie enthält unter anderem Protoanemonin, das ein außerordentlich heftig wirkendes Reizmittel für Haut und Schleimhäute ist. Schon der Umgang mit der Pflanze kann zu Blasenbildung, Verätzungen und Entzündung der betroffenen Hautstellen führen. Bei Verzehr von Pflanzenteilen kann es zu Nierenentzündungen, Magen- und Darmbeschwerden und Lähmungen des Zentralnervensystems kommen. Protoanemonin wandelt sich erst beim Trocknen in das weniger giftige Anemonin um. Die Gewöhnliche Kuhschelle enthält außerdem Saponine, Harze und Gerbstoffe.

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Aronstab

Aronstab (Arum)

ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Arum ist eine von zwei auch in Mitteleuropa vorkommenden Gattungen aus dieser weitgehend tropischen Pflanzenfamilie.

Arum-Arten wachsen als saisongrüne, ausdauernde krautige Pflanzen. Diese Geophyten bilden Knollen als Überdauerungsorgane. Die bei Reife roten, verkehrt-eiförmigen Beeren enthalten einige Samen. Die Samen besitzen Endosperm.

giftig

Alle Teile der Pflanze sind giftig und enthalten in großen Mengen Oxalat, daneben flüchtige Scharfstoffe, wie das bittere Saponin Aroin und das Alkaloid Coniin. Sogar beim bloßen Berühren der Pflanze kann es zu Rötungen der Haut und Blasenbildung kommen. Nach dem Verzehr von Pflanzenteilen, speziell der roten, süß schmeckenden Beeren, können sich Übelkeit, Erbrechen und Durchfälle einstellen. Auch ein Anschwellen der Lippen sowie Entzündungen der Mundschleimhäute mit schmerzhaftem Brennen auf der Zunge und im Rachen können die Folge sein. Die Symptome treten meist innerhalb von 5 bis 25 Minuten auf.

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Jasmin

Der Echte Jasmin oder Gewöhnliche Jasmin (Jasminum officinale)

ist ein Klettergehölz, das durch seine dekorativen weißen und duftenden Blüten auffällt.

Als Bezeichnung für den echten Jasmin wurde im Verlaufe des 16. Jahrhunderts aus dem Lateinischen das Wort „Jasmin“ in verschiedenen Varianten ins Deutsche übernommen. Daneben gab es zunächst auch das Wort „veiolräben“ (Veilchenreben), das sich aber langfristig nicht durchsetzen konnte.

Der Jasmin ist ein sommergrüner, 0,4 bis 5 Meter, in Spalieren bis zu 10 Meter hoch kletternder Strauch mit grünen, vierkantigen, dünnen und rutenförmigen Zweigen. Die Blätter stehen gegenständig und sind aus fünf bis neun Blättchen zusammengesetzt.

Das natürliche Verbreitungsgebiet des Echten Jasmins liegt im Himalaja, im Kaschmir und in Südwest-China in Höhen von 1800 bis 4000 Metern.

Der Jasmin wird aufgrund seiner dekorativen und duftenden Blüten als Zierstrauch kultiviert. Das ätherische Öl, welches mittels Lösungsmittel als Absolue gewonnen wird, verwendet man in der Aromatherapie, zur Parfumherstellung und als Aromastoff beispielsweise für Jasmintee oder Maraschinokirschen. Im Orient und in China werden schon seit Jahrtausenden duftende Öle aus den Blüten des Jasmin gewonnen, was sich auch in seinem arabischen Namen ausdrückt (jasamin steht für „wohlriechendes Öl“ und geht auf das persische yasmin zurück). Er gelangte in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts aus türkischen Gärten über Italien nach Mitteleuropa.

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Akelei

Die Akeleien (Aquilegia)

bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae).

Die 70 bis 75 Arten sind hauptsächlich in den gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel verbreitet. Sorten einiger Aquilegia-Arten werden als Zierpflanzen verwendet.

Akelei-Arten sind mehrjährige (meist drei- bis fünfjährige) bis ausdauernde krautige Pflanzen.

Farben der Blütenhüllblätter reichen von weiß bis blau und gelb bis rot.

Aquilegia-Arten können sich durch das Fehlen von bestimmten fördernden Ausbreitungsmechanismen der kleinen Samen nicht über größere Distanzen ausbreiten. Sie treten dadurch auch oft nur lokal häufiger auf.

giftig

Die Akelei enthält das Gift Magnoflorin, sowie ein Blausäure bildendes Glycosid.

Schon nach dem Verzehr von 20 g der frischen Blätter kann es zu Atemnot, Herzbeschwerden und Krämpfen kommen, die Symptome klingen allerdings rasch wieder ab.

Die Giftstoffe bewirken auch Hautreizungen und Blasenbildung.

Durch Trocknen oder Erhitzen der Pflanzenteile werden die Gifte zerstört.

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Trollblume

Die Trollblume (Trollius europaeus)

ist eine Pflanzenart aus der ca. 30 Arten umfassenden Gattung der Trollblumen. Diese gehören zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Die europäische Trollblume ist die einzige in Europa heimische Art der Trollblumen.

Trivialnamen sind z. B. Goldköpfchen, Butterblume, Butterkugel (Ankenbollen), Budabinkerl, Butterrosen, Kugelranunkel oder Natter(n)knöpfe. Sie wurde zur Blume des Jahres 1995 gewählt.

Die Trollblume ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 60 cm erreicht. Sie besitzt ein Rhizom als Speicherorgan, die Erneuerungsknospen liegen dicht an der Erdoberfläche.

Die Trollblume ist bundesweit im Bestand gefährdet und steht daher unter Naturschutz.

giftig

Sie ist schwach giftig und wird vom Vieh gemieden.

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Obstbaumkrebs

Der Obstbaumkrebs

ist eine durch die Infektion mit dem Pustelpilz Neonectria ditissima hervorgerufene Pflanzenkrankheit. Die Infektion führt zum Absterben von Rinden- und Holzgewebe, der befallene Baum versucht die dadurch entstehende Wunde durch die Bildung von Wundgewebe zu überwallen, wodurch voluminöse Kalluswucherungen entstehen können. Obwohl die so entstehenden Geschwulste kein Krebs im medizinischen Sinne sind, spricht man von Baumkrebs.

Der Obstbaumkrebs ist ein Wundparasit, der für die Infektion auf Verletzungen der Rinde als Eintrittspforte in das Gewebe seiner Wirtspflanzen angewiesen ist.

Diese Verletzungen können auf natürliche Weise (z. B. Frostrisse, Hagelschlag, Verletzungen durch saugende oder fressende Insekten) oder durch mechanische Eingriffe des Menschen (z. B. durch den Obstbaumschnitt, Reibungen der Anbindung) entstehen.

Meist erst im Folgejahr der Infektion bilden sich zerstreute kugelige, rötlich gefärbte Fruchtkörper (Perithecien), die das sexuelle Stadium des Pilzes darstellen. Die Ausbildung der Fruchtkörper findet vor allem im Spätsommer und Herbst in Perioden mit feuchtem Wetter und kühlen Temperaturen statt.

Krankheit

Vorbeugende Maßnahmen sind im Kampf gegen den Obstbaumkrebs besonders wichtig. Durch ein durchdachtes Management von Erwerbsobstanlagen lässt sich die Krankheit zumindest eindämmen. Ist die Krankheit bereits ausgebrochen, ist das Beschneiden der befallenen Stellen wichtig, da sich der Pilz sonst weiter ausbreitet.

Die verschiedenen Apfelsorten weisen eine stark unterschiedliche, sortenabhängige Empfänglichkeit für die Erkrankung auf. Die Sortenwahl hat deshalb bei der Neupflanzung einer Obstbauanlage eine große Bedeutung bei der Prophylaxe.

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Zierkohl

Zierkohl

zählt zu den Kohlgewächsen (B. oleracea ssp.) und zeichnet sich durch krause vielfarbige Blätter aus. Unterschiede gibt es sowohl in der Größe als auch in Blattfarbe und -form. Die Blätter wachsen an kurzen Stielen und sind grün bis fast violett, aber auch manchmal fast weiß gefärbt. Er ist eng mit dem Grünkohl, der in der Schweiz auch Federkohl genannt wird, verwandt. Die meisten Sorten wurden in Japan gezüchtet.

Die Pflanze wird vor allem als Winterschmuck von Beeten, Balkonkästen und Gefäßen genutzt. Zierkohl verträgt Temperaturen bis −8 °C. Neuere Sorten vertragen auch tiefere Temperaturen, z. B. der violettrote ‘Redbor’ F1. Das bedeutet, dass er nicht auf Flächen angebaut werden sollte, wo zuvor ebenfalls Zierkohl oder ein anderer Kreuzblütler gestanden hat. Dann sollte eine Anbaupause von mindestens drei Jahren eingehalten werden. Des Weiteren sollte man auf eine geeignete Nachbarbepflanzung achten. Erbsen, Bohnen, Sellerie, Spinat, Tomaten, Kartoffeln oder Dill. Vermeiden sollte man dagegen eine direkte Nachbarschaft zu Zwiebeln, Knoblauch oder Erdbeeren.

Zierkohl wird durch Aussaat vermehrt. Wichtig ist, dass Sie Brassica oleracea nicht vor Mai, je nach Wetterlage kann es auch Juni werden, aussäen.

essbar

Aufgrund seiner Farbe eignet sich Zierkohl auch besonders gut für das Garnieren von Servierplatten. Zierkohl hat hohe Gehalte an Vitamin A und C, enthält zudem Kalium, Phosphor, Kalzium und Eisen und ist auch als Gemüse – zubereitet wie Wirsing – verwertbar.

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Rambler-Rose

Die Rambler-Rosen

von englisch ramble – umherschweifen, sind eine relativ junge Entwicklung in der Rosenzüchtung, die seit Anfang des 19. Jahrhunderts währt.

Durch Einkreuzung der chinesischen Büschel-Rose (Rosa multiflora) und Rosa wichuraiana entstand eine Gruppe von kletternden Rosen, die mit langen, weichen und biegsamen Trieben ohne Klettergerüst

an tragfähigen Bauteilen und Bäumen bis zu 10 m hoch ranken und mit Blütenbüscheln aus kleineren, wildrosenartigen Blüten eine überreiche Wirkung entfalten.

Ohne Rückschnitt und Pflege sind sie geeignet, in naturnahen Gärten sich selbst überlassen zu bleiben.

Die meisten Sorten von Rambler-Rosen blühen einmal im Jahr und tragen viele Hagebutten.

Im Gegensatz zu Kletterrosen sind Rambler-Rosen in Deutschland noch nicht sehr verbreitet.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Blumen

Sternrußtau

Sternrußtau (Diplocarpon rosae), 

auch Schwarzfleckenkrankheit genannt, ist ein Schlauchpilz, der eine der häufigsten Pilzkrankheiten der Rose verursacht, aber auch andere Pflanzen, zum Beispiel den Lorbeer befällt.

Verursacht wird die Krankheit durch im Boden überwinternde Pilzsporen, die oft durch auftreffendes Gieß- oder Regenwasser auf die Rose gespritzt werden, wo sie sich je nach Empfindlichkeit der Sorte mehr oder weniger stark ausbreiten.

Um einer Erkrankung vorzubeugen, ist es wichtig, durch eine entsprechende Nährstoffversorgung die Widerstandskraft der Pflanze zu erhöhen. Da der Befall nur schwer zu bekämpfen ist, empfiehlt es sich, dass die Pflanzen schon ab Mai vorbeugend gespritzt werden.

Ist die Pflanze erkrankt, muss sie mit einem geeigneten Spritzmittel behandelt werden. Kranke Blätter sowie befallene Triebe sind zu entfernen und in der Mülltonne zu entsorgen, um eine Ausbreitung der Infektion zu verhindern.

Krankheit

Neben der Anwendung von Pflanzenschutzpräparaten empfiehlt sich auch das Abspritzen der Rosen mit Schachtelhalmtee. Ab Frühjahr sollte man die Rosen regelmäßig mit ausgegorener Brennnesseljauche gießen und den Boden mit Holzasche der Buche bestreuen.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Pflanzenkrankheiten