Redaktion

Kugelamarant

Der Echte Kugelamarant (Gomphrena globosa) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse.

Der Echte Kugelamarant ist eine aufrechte, einjährige Pflanze, die Wuchshöhen bis 30 Zentimeter erreicht. Die Blätter sind länglich oder eiförmig, stumpf oder spitz, stachelspitzig und behaart. Sie sind 2 bis 10 Zentimeter lang. Der Blütenstand ist kugelig und purpurviolett, rosa oder orange gefärbt. Er hat einen Durchmesser von 2 bis 3 Zentimeter.

Die Blütezeit reicht von Juli bis September. Der Echte Kugelamarant kommt im tropischen bis subtropischen Amerika vor.

Der Echte Kugelamarant wird selten als Zierpflanze für Sommerrabatten sowie als Schnittblume und als Trockenblume genutzt. Die Art ist seit spätestens 1714 in Kultur. Es gibt einige Sorten, beispielsweise die nur 15 Zentimeter hohe ‘Nana Compacta’.

Traditionelle Nutzung: getrocknete Blüten als Tee aufgegossen bei Bauchgrimmen, Husten, Kehlkopfentzündung und bei Sängern um die Stimme zu klären.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Blumen

Johannisbeertomate

Eine Johannisbeertomate, was ist den das nun schon wieder? Kann ich das im Kleingarten anbauen?

Die Johannisbeertomate (Solanum pimpinellifolium), auch bekannt als Wildtomate, ist eine Ursprungsform der heutigen Kulturtomate und gehört zur Gattung der Nachtschattengewächse (Solanum). Ihre Früchte sind kleine, kugelförmige Beeren, die an Johannisbeeren erinnern, daher der Name.

Herkunft
Ursprünglich stammt die Johannisbeertomate aus Südamerika, genauer gesagt aus den Küstenregionen von Peru und Chile. Diese Regionen bieten ideale Bedingungen für das Wachstum der Pflanze, da sie in Höhenlagen bis zu 500 m gedeiht. Die Pflanze hat sich auch in anderen Gebieten ausgebreitet, etwa auf den Galapagos-Inseln.

Besonderheiten
Die Johannisbeertomate unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von der klassischen Kulturtomate:

Wachstum: Sie wächst zunächst aufrecht, später niederliegend und kletternd. Sie kann Längen von bis zu 3 m erreichen, was ihr einen wilderen und buschigeren Wuchs verleiht. Das Ausgeizen – also das Entfernen von Seitentrieben – ist bei dieser Pflanze unnötig, da sie sich von Natur aus stark verzweigt.
Früchte: Die Früchte sind klein (ca. 1 cm Durchmesser), rund und leuchtend rot. Sie wachsen in dichten, langen Trauben, die oft reichlich Früchte tragen. Die Schale ist bei Reife glatt und die Kelchlappen der Blüten sind stark zurückgebogen.
Behaarung: Die Pflanze besitzt unterschiedliche Typen von Trichomen (Haare), von spärlichen bis hin zu dichten, drüsigen Haaren, die vor allem in der Fruchtphase sichtbar sind. Die Behaarung variiert je nach geografischer Herkunft der Pflanze.

Nutzung
Die Johannisbeertomate ist eine interessante Ergänzung für den Kleingarten, da sie aufgrund ihres wüchsigen Charakters wenig Pflege benötigt und reichlich Früchte trägt. Ihre kleinen, süßen Früchte eignen sich perfekt zum Naschen und für Salate. Besonders beliebt sind sie auch bei Kindern, da die handlichen Früchte direkt von der Pflanze gegessen werden können.

Geschmack
Der Geschmack der Johannisbeertomate ist süß-säuerlich, mit einer würzigen Tomatennote. Sie bietet ein intensives Aroma, das oft als fruchtig beschrieben wird, und hebt sich damit deutlich von den typischen Supermarkt-Tomaten ab.

Aussaat
Die Aussaat erfolgt ähnlich wie bei anderen Tomaten:

Zeitpunkt: Ab Februar oder März kann im Haus vorgezogen werden. Im Freiland oder Gewächshaus erfolgt die Pflanzung ab Mitte Mai, sobald keine Frostgefahr mehr besteht.
Samenfestigkeit: Die Johannisbeertomate ist samenfest, das heißt, man kann die Samen aus den Früchten entnehmen und im nächsten Jahr wieder verwenden.

Pflege
Die Pflege der Johannisbeertomate ist relativ einfach:

Standort: Ein sonniger und warmer Standort ist ideal. Die Pflanze mag lockere, nährstoffreiche Böden.
Wasser: Regelmäßiges Gießen ist wichtig, wobei Staunässe vermieden werden sollte. Eine Mulchschicht kann helfen, die Feuchtigkeit im Boden zu halten.
Düngung: Wie bei allen Tomatenarten profitieren Johannisbeertomaten von einer gelegentlichen Düngung, vor allem in der Wachstums- und Fruchtphase.

Platzbedarf
Die Johannisbeertomate benötigt aufgrund ihres wuchernden Wachstums viel Platz. Jede Pflanze beansprucht etwa zwei Quadratmeter Fläche, um sich optimal zu entwickeln. Sie ist daher nicht für den klassischen Tomatenanbau an Stäben geeignet, bei dem die Pflanzen kompakt und eintriebig gehalten werden. Stattdessen eignet sich ein freier Stand oder eine Rankhilfe, an der sie sich ausbreiten kann.

Fazit
Ja, die Johannisbeertomate kann problemlos im Kleingarten angebaut werden, solange ausreichend Platz zur Verfügung steht. Sie bietet eine pflegeleichte und robuste Alternative zur herkömmlichen Tomate, besonders für Gärtner, die nach etwas Besonderem suchen. Die Pflanze ist nicht nur ein optischer Blickfang, sondern auch ein Geschmackserlebnis für die ganze Familie.

Muss man die Pflanze ausgeizen?

Bei der Johannisbeertomate (Solanum pimpinellifolium) ist das Ausgeizen nicht notwendig und auch nicht empfehlenswert. Hier sind die Gründe dafür:

1. Wuchsverhalten
Buschiger Wuchs: Johannisbeertomaten wachsen auf natürliche Weise buschig und verzweigt. Sie bilden viele Triebe und tragen reichlich Früchte in dichten Trauben, was für die Pflanze typisch ist.
Niederliegendes Wachstum: Die Pflanzen neigen dazu, niederzulegen und zu klettern, was bedeutet, dass sie in ihrer natürlichen Wuchsform keine Unterstützung benötigen.

2. Ertrag
Hohe Fruchtproduktion: Durch das Vermeiden von Ausgeizen bleibt die gesamte Pflanze vital, was zu einer höheren Fruchtproduktion führen kann. Das Entfernen von Trieben könnte die Menge an Früchten verringern, die die Pflanze tragen kann.

3. Pflegeaufwand
Weniger Pflege: Da kein Ausgeizen erforderlich ist, ist der Pflegeaufwand geringer. Dies macht die Johannisbeertomate besonders attraktiv für Gärtner, die eine pflegeleichte Pflanze suchen.

4. Widerstandsfähigkeit
Robustheit: Johannisbeertomaten sind im Allgemeinen robuster und weniger anfällig für Krankheiten, wenn sie in ihrem natürlichen Wuchs gelassen werden.

Fazit
Das Ausgeizen ist bei Johannisbeertomaten nicht nötig und könnte sogar den Ertrag beeinträchtigen. Es ist besser, die Pflanze in ihrem natürlichen, buschigen Wuchs zu belassen, um die volle Ernte zu genießen.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Exoten, Gemüse

Tinda

Tinda, was ist den das nun schon wieder? Kann ich das im Kleingarten anbauen?

Praecitrullus fistulosus (Synonym: Benincasa fistulosa), allgemein bekannt als Tinda, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Sie ist die einzige Art der Gattung Praecitrullus und stammt aus Südasien, insbesondere aus Indien und Pakistan. Diese einjährige, kletternde Pflanze wird in ihrer Heimat als beliebtes Gemüse kultiviert und zeichnet sich durch eine Reihe besonderer Merkmale aus.

Herkunft
Die Pflanze ist ursprünglich in Indien und Pakistan beheimatet und wird vor allem in diesen Ländern kommerziell angebaut. Sie wächst gut in tropischen und subtropischen Klimazonen und ist ein wichtiger Bestandteil der regionalen Küche.

Botanische Merkmale
Die Praecitrullus fistulosus ist eine einjährige, kletternde Pflanze mit relativ starken, zottig behaarten Sprossachsen. Die Pflanze hat schlanke, zwei- bis vierteilige Ranken, die sie beim Klettern unterstützen. Die wechselständigen Blätter sind fiederlappig bis -teilig, manchmal auch ganz oder gelappt. Sie sind herz- bis pfeilförmig, bis zu 15 cm groß und rauhaarig. Die Blätter sind an den Haupt- und Nebennerven auf der Unterseite dichter behaart.

Die Früchte sind rund bis leicht abgeflacht, haben eine grüne Farbe und erreichen einen Durchmesser von 6–12 cm. Es handelt sich dabei um Panzerbeeren, die glatte und vielsamige Früchte sind. Die schwarzen, flachen Samen haben eine dreischichtige Samenschale und sind etwa 8 mm lang.

Besonderheiten
Eine besondere Eigenschaft dieser Pflanze ist ihre Anpassung an heiße und trockene Klimazonen, in denen viele andere Pflanzen Schwierigkeiten hätten, zu gedeihen. Die zottige Behaarung der Sprossachsen und Blätter hilft der Pflanze vermutlich, sich vor übermäßiger Verdunstung zu schützen. Darüber hinaus gibt es zwei Fruchttypen: eine hellgrüne Variante, die bevorzugt wird, und eine dunkelgrüne Form, die seltener angebaut wird.

Nutzung und Geschmack
Die Früchte von Praecitrullus fistulosus sind ein wichtiger Bestandteil der asiatischen Küche. Sie werden in unreifem Zustand geerntet, bevor die Samen aushärten, und in verschiedenen Gerichten verwendet. Üblicherweise werden die Früchte geschält, die Samen entfernt, und das Fruchtfleisch gekocht, oft in Kombination mit Linsen oder Gewürzen. Auch das Einlegen der Früchte ist verbreitet. Die Samen können geröstet und als Snack verzehrt werden. Der Geschmack der Frucht ist mild und erinnert an Zucchini, mit einer leicht süßlichen Note.

Aussaat und Pflege
Die Aussaat erfolgt im Frühjahr, nachdem die Frostgefahr vorüber ist. Die Samen sollten direkt ins Freiland gesät werden, da die Pflanze eine starke Wurzelbildung aufweist und das Umpflanzen schlecht verträgt. Ein warmer und sonniger Standort ist ideal, und der Boden sollte gut durchlässig, nährstoffreich und feucht, aber nicht staunass sein.

Aussaatzeit: Frühling (April bis Mai)
Keimdauer: 7–14 Tage bei Temperaturen von 20–25 °C
Boden: Gut durchlässig, humusreich und leicht feucht
Bewässerung: Regelmäßig, aber Staunässe vermeiden
Düngung: Organischer Dünger oder Kompost im Laufe der Wachstumsperiode

Platzbedarf
Da Praecitrullus fistulosus kletternde Ranken bildet, benötigt die Pflanze entweder ausreichend Platz zum Ranken oder eine Rankhilfe wie ein Gitter oder Spalier. Sie kann sowohl im Beet als auch in größeren Töpfen angebaut werden, wobei mindestens ein Quadratmeter pro Pflanze eingeplant werden sollte.

Platzbedarf: Mindestens 1 m² pro Pflanze
Rankhilfe: Empfohlen, wenn vertikale Begrenzungen gegeben sind

Fazit
Praecitrullus fistulosus ist eine interessante Pflanze aus der Familie der Kürbisgewächse, die nicht nur in der asiatischen Küche eine wichtige Rolle spielt, sondern auch eine robuste und pflegeleichte Art für den Garten darstellt. Besonders in warmen Klimazonen kann sie ertragreich gedeihen und eine gesunde Ergänzung zur Gemüsevielfalt sein.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Exoten, Gemüse

Trommelstöckchen

Die Craspedia, mit wissenschaftlicher Name Pycnosorus globosus Es ist eine mehrjährige Pflanze, die zur selben Familie von Gänseblümchen gehört, der Familie der Asteraceae. Diese kostbare Blume stammt aus dem Südpazifik und ist in ihrem natürlichen Zustand in Tasmanien, Australien oder Neuseeland verbreitet. Sie wird jedoch seit mehreren Jahren in vielen europäischen Ländern angebaut.

Trommelstöckchen können ausgesät oder als Pflanze im Töpfchen gekauft werden. Die Blumen brauchen es warm und sonnig, gedeihen aber auch im Halbschatten. Sie vertragen Trockenheit gut, sollten aber auf gar keinen Fall nasse Füsse bekommen.

Im Garten ausgepflanzt sind Trommelstöcke nicht winterhart, jedoch bis zum Spätsommer faszinierende Blumen, die als Schnittblume oder Trockenblume regelmäßig geerntet werden können.

Die Pflanze ist giftig und sollte auf keinen Fall verzehrt werden und nicht in die Nähe von Kindern und Tieren kommen.

Die Blütezeit reicht von Anfang Juni bis Mitte August. Schneiden Sie in dieser Zeit die Craspedia, können Sie zusammen mit anderen Schnittblumen interessante Sträuße für die Vase arrangieren.

Auch getrocknet sind sie als Deko ein absoluter Blickfang.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Blumen, Exoten

Lilienhähnchen

Das Lilienhähnchen (Lilioceris lilii), auch Lilienkäfer ist ein Käfer aus der Familie der Blattkäfer (Chrysomelidae).

Die Käfer werden sechs bis acht Millimeter lang. Sie haben einen siegellackroten Halsschild, gleichfarbene Flügeldecken, einen schwarzen Kopf und schwarze Beine.

Die schwarze Färbung unterscheidet sie vom sehr ähnlichen Maiglöckchenhähnchen (Lilioceris merdigera), das einen roten Kopf hat, und bei dem große Teile der Schenkel (Femora) und Schienen (Tibien) der Beine rot gefärbt sind. Die dritte europäische Art ist Lilioceris tibialis, der auf Wildlilien in den Alpen lebt, aber rote Unterschenkel hat. Die erwachsenen Käfer sind flugfähig; sie fliegen aber nur selten.

Das Lilienhähnchen ist der verbreitetste Lilien-Schädling im kontinentalen Europa und Eurasien. Das Lilienhähnchen kommt außerdem in Nordafrika vor. Es wurde nach Nordamerika eingeschleppt, der erste Nachweis stammt aus Montreal im Jahre 1945, 1992 erreichte es die Ostküste der USA. Es wurde spätestens 1939 auf die Britischen Inseln eingeschleppt, 2002 erreichte es auch Schottland und Nordirland. Man findet das Lilienhähnchen auf Feuchtwiesen, an Ufern, in Gärten und Parkanlagen mit Lilien.

Die Weibchen legen zwei Wochen nach der Befruchtung ca. 350 Eier in Gruppen von 2–16 Eiern auf der Blattunterseite ihrer Futterpflanzen ab.

Die Eier sind etwa einen Millimeter groß, zylinderförmig und orangerot gefärbt. Nach zwei bis drei Wochen Fresszeit an ihrer Futterpflanze lassen sich die Larven in ihrem polsternden Kotsack herabfallen und verpuppen sich im Boden. Nach weiteren ein bis zwei Wochen schlüpft der Käfer. Die Käfer können pro Jahr bis zu drei Generationen ausbilden. Man findet sie von April bis Juni und im September auf den Fraßpflanzen.


Allgemein wird Absammeln der Käfer empfohlen. Es empfiehlt sich dabei, eine Hand oder ein Gefäß unter die befallene Pflanze zu halten, da sich die Käfer bei Gefahr fallen lassen. Ist die Pflanze bereits mit Larven befallen, so lassen sich diese leicht mit einem scharfen Wasserstrahl abspritzen.

Die Larven sind unfähig, zur Pflanze zurückzukriechen, und können sich daher nicht weiterentwickeln. Als Spritzmittel wird bei starkem Befall eine wässrige Schmierseife-Ethanol-Lösung empfohlen, so wie sie auch in dem biologischen Anbau verwendet wird. Auch Bestäuben mit Algenkalk oder Gesteinsmehl soll helfen.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Schädlinge

Tindola

(C) CC BY-SA 3.0 Thamizhpparithi Maari Wikipedia

Tindola oder Scharlachranke (Coccinia grandis) ist eine Nutzpflanze aus der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae).

Die Tindola ist eine ausdauernde krautige Kletterpflanze mit Knollen, die kahlen Sprossachsen von bis zu 5 Metern Länge bildet. Die einfachen Laubblätter sind wechselständig und besitzen einen 5 bis 55 Millimeter langen Stiel.

Die meist kahle Blattspreite ist 3 bis 11 Zentimeter lang und 3 bis 13 Zentimeter breit. Sie ist herzförmig oder fünfeckig bis handförmig 3- bis 5-fach gelappt. Die stumpfen bis spitzen und feinstachelspitzigen, teils gelappten Lappen oder Spreiten sind, meist drüsig, gezähnt. Die Blattform ist ausschlaggebend für den englischen Trivialnamen Ivy Gourd („Efeu-Kürbis“).

Die Art ist von Afrika bis Südostasien und Malesien heimisch und wird hier auch angebaut. Darüber hinaus ist sie in Lateinamerika, Australien und anderen tropischen Gebieten eingeschleppt worden.

Die reifen Früchte werden roh, gekocht oder kandiert gegessen. Blätter, junge Sprosse und unreife Früchte werden gekocht als Gemüse gegessen. Verschiedenen Pflanzenteile werden medizinisch genutzt. Manchmal wird die Art auch als Zierpflanze angepflanzt. Blätter und junge Sprosse sind relativ reich an Kalium, Eisen, Zink und Selen, auch die Aminosäurezusammensetzung der Proteine ist für den Menschen günstig.

Die Tindola wird häufig über Stecklinge vermehrt, wobei rund 10-mal so viele weibliche wie männliche Pflanzen angepflanzt werden. Die Stecklinge werden im Abstand von ein bis zwei Metern an Spalieren gezogen. Häufig ist Bewässerung nötig. Manche Landrassen entwickeln sich ohne Befruchtung (parthenokarpisch). Eine Einzelpflanze kann bis zu 300 Früchte pro Saison tragen.

Die Art wird in etlichen Gebieten, wo sie eingeschleppt wurde, als invasive Art eingestuft. Da sie eine dichte Vegetationsschicht bildet, erdrückt sie die unter ihr befindliche Vegetation. Sie gilt als sehr aggressiv auf Guam und Saipan. Auf Hawaii gilt sie als Problem in Gärten, an Straßenrändern und in natürlicher Vegetation. Die Bekämpfung erfolgt zum Teil durch Ausbringung von Insekten, etwa den Käfern Acythopeus cocciniae und Acythopeus burkhartorum (Curculionidae) und dem Schmetterling Melittia oedipus (Sessidae). Weitere Bekämpfungsarten sind das Aufbringen von 2,4-D oder Triclopyr an die basalen Stammteile oder von Triclopyr und Dicamba auf die Blätter, mechanische Bekämpfung ist wirkungslos.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Exoten, Gemüse

Exotische Gurken

 

Der Überblick

Gurken gehören zwar zu den Kürbisgewächsen, aber nicht jede Gurke ist auch wirklich eine Gurke. Hier gibt es einen kleinen Überblick.


Der Geschmack der Kiwano ist erfrischend, leicht herb und stellt eine Mischung aus Banane, Limette, Gurke und Melone dar.



Die Früchte können roh oder gegart gegessen werden. Sie stammt aus Zentralamerika und dem tropisch-andinen Südamerika. Sie wird als Zier- und Gemüsepflanze genutzt.



Die Minigurke stammt aus Mexiko und in zentralamerikanischen Ländern beheimatet. Es handelt sich um eine wärmeliebende, rankende (ca. 2 m) Kletterpflanze.



Die Zitronengurke (Cucumis sativus) bildet Früchte, die aromatisch, süß und, erfrischend schmecken.



Sie sind eine Variante der Gartengurken (Kukumer), welche zu den Kürbisgewächsen zählend die botanische Bezeichnung Cucumis sativus besitzen.



Die Bittermelone (Momordica charantia), auch Bittergurke, Goya-Gurke, Balsambirne, Balsamapfel, oder Bittere Springgurke genannt.



In China sind die Blaugurken ein beliebtes und gesundes Nahrungsmittel. Hierzulande ruft der Anblick eines Blaugurkenbaumes Überraschung und Erstaunen hervor.



Die Blätter und junge Sprossen werden roh oder gekocht gegessen. Die jungen Früchte werden roh wie Gurken oder gekocht verspeist, die älteren nur gekocht.



Die Sorte stammt ursprünglich aus Indien und wurde im U.S. Department of Agriculture aufbewahrt, sie gehört zu den sogenannten Netzgurken.



Sie kann in ihrer Heimat auch als „Unkraut“ auftreten, etwa in Flussniederungen in Mais- und Sojafeldern, wo sie die Ernte erschweren.



Der Schwammkürbis ist wie alle Vertreter der Gattung Luffa eine bis zu 15 Meter lang werdende, niederliegende oder aufsteigende Kletterpflanze.



Sie stammt ursprünglich aus Afrika, ist aber mittlerweile in vielen tropischen und subtropischen Regionen verbreitet, darunter die Karibik, Mittel- und Südamerika.


Posted by Redaktion in Aktuelles, Exoten

Ingwer

Der Ingwer (Zingiber officinale), auch Ingber und Imber, der Wurzelstock auch Immerwurzel und Ingwerwurzel, genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Ingwer (Zingiber) innerhalb der Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae). Der unterirdische Hauptspross des Ingwers, das Ingwer-Rhizom (auch Ingwerwurzelstock genannt), wird als (ebenfalls Ingwer genanntes) Küchengewürz oder Arzneidroge verwendet; die pharmazeutische Bezeichnung für das Ingwer-Rhizom lautet Zingiberis rhizoma.

Ingwer ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 50 bis über 150 Zentimetern erreicht. Der dicke Stängel und die langen Laubblätter geben der Pflanze ein schilfartiges Aussehen. Es wird ein verzweigtes Rhizom als Überdauerungsorgan gebildet, das in der Erde horizontal wächst und innen gelblich und sehr aromatisch ist. Die Wurzeln werden entlang des Rhizoms als Adventivwurzeln angelegt.

Sie können ein gekauftes Stück Ingwer-Knolle ganz einfach vermehren, indem Sie es in kleinere Stücke schneiden und mit den “Augen”, an denen das frische Grün austreibt, in Wasser legen.


Der Geruch des Ingwers ist aromatisch, der Geschmack brennend scharf und würzig. Wesentliche Bestandteile sind dabei ein ätherisches Öl, Harzsäuren und neutrales Harz sowie Gingerol, eine scharf aromatische Substanz.

Das Gingerol verleiht dem Ingwer die Schärfe. Weiter enthält Ingwer Zingiberen, Zingiberol, Shogaol und Diarylheptanoide.

Außerdem enthält das Ingwer-Rhizom auch die verdauungsfördernden, magenstärkenden, appetit- und kreislaufanregenden Stoffe Borneol, Cineol, die Scharfstoffe Shogaol und Zingeron[4] sowie Vitamin C, Magnesium, Eisen, Calcium, Kalium, Natrium und Phosphor.

Die außergewöhnliche Schärfe des nigerianischen Ingwers ist zum Beispiel auf einen überdurchschnittlich hohen Gehalt an Gingerol zurückzuführen. Indischer Ingwer mit seinem ausgeprägten Zitrusaroma enthält eine vergleichsweise hohe Menge Limonen.

Ingwer wächst in den Tropen und Subtropen. Er wird traditionell in Ländern wie Indien, Nigeria, China, Nepal, Indonesien, Thailand, Kamerun, Bangladesch, Japan sowie in einigen Staaten Südamerikas angebaut. Die Heimat der Ingwerpflanze ist nicht sicher bekannt. Möglicherweise hat sie ihren Ursprung in Sri Lanka oder auf den pazifischen Inseln. Im 9. Jahrhundert wurde die Pflanze im deutschen Sprachraum bekannt.

Die Ingwerpflanze wird mittlerweile auch in Deutschland angebaut. Seit dem Jahr 2017, wird in der staatlichen Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau im Versuchsbetrieb Bamberg, an der Kultivierung der Ingwerpflanze in Deutschland geforscht. Kultiviert werden in Bamberg die Sorten Tari und Peru. Insbesondere der ökologische Anbau von Ingwer im Folientunnel oder Gewächshaus scheint vielversprechend. Auch wird an einer Kultivierung der Ingwerpflanze mit konventionellen Produktionsverfahren im Rahmen der KIP (kontrollierten integrierten Produktion) mithilfe der sogenannten „deep water culture“ in Bamberg, einer Methode der Hydroponik, geforscht. Mittlerweile hat die Ingwerpflanze aus der Forschung heraus auch ihren Weg in die Region gefunden und wird gewerblich angebaut.

Ingwer zählt frisch wie auch getrocknet und gemahlen zu den bekannteren Küchenkräutern und Gewürzen. So zerreibt man beispielsweise ein geschältes Stück des Ingwer-Rhizoms auf der Küchenreibe und gibt es (kurz nach dem Kochen oder Braten) in Suppen oder auch auf Hühnchenfleisch. Er passt zu Geflügel und Lamm sowie zu Fisch und Meeresfrüchten. Er dient pur oder in Mischungen (Curry, Chutneys, Marmeladen, Soßen) als Gewürz. Auch Lebkuchen, Pfefferkuchen, Milchreis, Obstsalat, Tee und fruchtige Kaltschalen werden mit gemahlenem Ingwer verfeinert.

Ingwer-Pflaumen beziehungsweise Ingwer-Nüsse sind in Sirup eingelegte Stücke frischen Ingwers. Als weitere süße Ingwerzubereitungen gibt es kandierten (auch mit Schokolade überzogenen) Ingwer und die vor allem in Großbritannien beliebte Ingwerkonfitüre. Junge Ingwersprossen dienen in den Tropen gelegentlich als sehr würziges Gemüse oder als Würzkraut. Aus Japan stammt in Essig eingelegter Ingwer, der als Gari zwischen unterschiedlichen Sushi-Gängen gegessen wird und als solcher in Sushi-Restaurants auf der ganzen Welt verbreitet ist.

Ingwer wird häufig in der Getränke- (Ginger Ale, Ingwerbier) und Lebensmittelindustrie verwendet. Ginger Ale ist eine alkoholfreie Limonade mit Ingwergeschmack, die vor allem um die Mitte des 20. Jahrhunderts beliebt war. Wegen seiner anregenden Wirkung auf die Schweißbildung ist Ingwer in heißen Ländern als Zusatz in Kaffee oder Tee beliebt. Auch reiner Ingwertee ist gebräuchlich.

Der „Ingwer-Wurzelstock“ enthält einen zähflüssigen Balsam (Oleoresin), der aus ätherischen Ölen und einem Scharfstoffanteil, den Gingerolen und Shogaolen, besteht. Zubereitungen aus dem „Ingwer-Wurzelstock“ werden antioxidative, antiemetische, entzündungshemmende sowie anregende Effekte auf die Magensaft-, Speichel- und Gallenbildung sowie die Darmfunktion zugesprochen und daher insbesondere in der traditionellen asiatischen Medizin auch zur Behandlung von Rheuma, Muskelschmerzen oder Erkältungen verordnet.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Gemüse, Kräuter

Kiribaum

Die Paulownien (Paulownia) sind die einzige Gattung der Pflanzenfamilie Blauglockenbaumgewächse (Paulowniaceae). Die etwa sieben Arten sind in Ostasien verbreitet.

Die Paulownia-Arten sind sommergrüne oder – in tropischem Klima – immergrüne Bäume. Die glatte Borke besitzt schon in jungen Jahren auffällige Lentizellen, die sich im Laufe der Zeit längs erweitern. Die Zweige besitzen keine Endknospen.

Die gegenständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter bestehen aus einem langen Blattstiel und einer einfachen Blattspreite. Die Blattspreite ist ungeteilt oder leicht drei- bis fünflappig mit gewelltem, an jungen Bäumen oft gesägten Blatträndern.

Der Blauglockenbaum (Paulownia tomentosa) wird in klimatisch wärmebegünstigten Gebieten in Japan, Europa und Nordamerika als Zierpflanze und schnellwachsende Nutzpflanze verwendet. Sein Holz ist fast so leicht wie Balsaholz und relativ steif. Es wird als leichte Zwischenschicht beispielsweise im Möbelbau, für Musikinstrumente oder als Kernmaterial für Surfboards genutzt. Auch manche traditionelle Möbelstücke werden in Japan aus Paulownia gefertigt.

Seit 2012 werden Blauglockenbäume (Paulownia elongata, Paulownia fortunei, Paulownia tomentosa) auch in Deutschland in Plantagen zur Nutzholzgewinnung angebaut. Die deutschen Holzproduzenten bezeichnen diesen Baum auch japanisch als „Kiribaum“.

In den ersten Jahren ist der Blauglockenbaum vor starken Frösten zu schützen, nach drei Jahren ist er dann winterhart (bis – 20°) . Als Frostschutz genügt es, wenn der Wurzelbereich mit Stroh oder Laub abgedeckt wird.

Die Samen bzw. Samenkapseln des Blauglockenbaumes sind leicht giftig. Durch die Härte dieser “Nüsse” besteht allerdings wenig Gefahr, dass Tiere oder auch Kinder diese verzehren.

Im Garten wird der Blauglockenbaum ca. 10 – 12 Meter hoch, manchmal auch 15 m. Die Kronenbreite erreicht  ca. 5 – 7 Meter.

Die Wurzeln des Kiri-Baums reichen tief in die Erde und sind stark verzweigt. So kommen sie an ausreichend Wasser – auch in trockenen Wetterperioden.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Exoten

Blumenkohl

Blumenkohl 

(Bezeichnung in Deutschland und in Vorarlberg sowie schweizer Hochdeutsch) bzw. Karfiol (österreichisches Hochdeutsch) (Brassica oleracea var. botrytis L.), regional auch „Käsekohl“, „Blütenkohl“, „Traubenkohl“, „Minarett-Kohl“ oder „Italienischer Kohl“ genannt, ist eine Zuchtsorte des Gemüsekohls (Brassica oleracea) mit fleischigen, in einem Kopf zusammenstehenden Blütensprossen, die als Gemüse (genauer: als Blütengemüse) gegessen werden.

Anders als bei anderen Kohlsorten bildet sich der Blütenstand bereits im ersten Jahr. Werden die Pflanzen nicht geerntet, kommt es zum „Schießen“, der gestauchte Spross streckt sich, und es werden gelbe Blüten und danach Samen gebildet.

Blumenkohl kann roh oder gekocht gegessen werden. Er ist leicht verdaulich, von mildem Geschmack und reich an Vitamin C und Mineralstoffen. Zur Zubereitung wird er von den Blättern befreit, der Strunk gekürzt und eingeschnitten und der Kohlkopf im Ganzen etwa 20 Minuten in Salzwasser gegart oder zerteilt in Röschen geröstet (z. B. im Ofen) oder 10 bis 15 Minuten gedünstet.

Durch Zugabe von etwas Milch oder Zitronensaft bleibt er weiß. Die Blätter können gekocht und im Mixer zerkleinert zu einer Cremesuppe verarbeitet werden. Romanesco behält seine frische grüne Farbe durch kurzes Abschrecken in Eiswasser.

Serviert wird er klassisch mit zerlassener Butter, mit Holländischer Sauce oder Béchamelsauce, auf polnische Art mit in Butter geröstetem Paniermehl (in Bayern und Österreich als „Karfiol mit Brösel“ bekannt) oder mit Käse überbacken. Außerdem eignet er sich dazu, im Teigmantel in Fett ausgebacken zu werden; auch Panieren und Frittieren sind mögliche Zubereitungsweisen.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Gemüse