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Die Chrysanthemen sind verblüht.

Was kann man jetzt tun?

Wenn die Chrysanthemen verblüht sind, gibt es einige Schritte, die du unternehmen kannst, um die Pflanze gesund zu halten und für die nächste Blüte vorzubereiten:

Verblühte Blüten entfernen:
Schneide die verwelkten Blüten ab (Deadheading), um die Pflanze zu ermutigen, ihre Energie in neues Wachstum zu stecken. Das kann auch helfen, Schimmel oder Krankheiten vorzubeugen.

Pflege im Herbst/Winter:
Wenn die Temperaturen sinken, kannst du die Chrysanthemen bis auf etwa 10–15 cm über dem Boden zurückschneiden.

Überwinterung im Freien:
Einige Chrysanthemenarten sind winterhart. Bei diesen Pflanzen kannst du den Boden um die Pflanze herum mit einer Schicht Mulch oder Laub bedecken, um die Wurzeln vor Frost zu schützen.

Überwinterung im Haus:
Nicht winterharte Chrysanthemen können in einem hellen, kühlen Raum überwintert werden. Gieße sie sparsam, aber achte darauf, dass der Boden nicht völlig austrocknet.

Frühlingsvorbereitung:
Im Frühling solltest du die Pflanze auslichten und vertrocknete Triebe entfernen. Wenn nötig, kannst du die Chrysanthemen auch umtopfen oder im Garten neu pflanzen.

Mit diesen Maßnahmen bleibt die Pflanze kräftig und kann in der nächsten Saison wieder schön blühen.

Manche Pflanzen wurden mit wachstumshemmenden Hormonen behandelt. Was kann man dagegen tun?

Wenn deine Chrysanthemen oder andere Pflanzen mit wachstumshemmenden Hormonen behandelt wurden, was bei vielen Zierpflanzen im Handel vorkommt, gibt es einige Möglichkeiten, das natürliche Wachstum wieder zu fördern:

Abwarten:
Die Wirkung wachstumshemmender Hormone lässt mit der Zeit nach. In der Regel baut sich der Einfluss dieser Stoffe im Laufe der nächsten Wachstumsperioden ab, sodass die Pflanze nach einiger Zeit wieder ihr natürliches Wachstum aufnimmt.

Rückschnitt:
Schneide die Pflanze leicht zurück, um neues Wachstum zu stimulieren. Der Rückschnitt kann die Pflanze dazu anregen, frische Triebe zu entwickeln, die weniger von den Hormonen beeinflusst sind.

Gute Pflege:
Achte auf eine optimale Versorgung der Pflanze mit Wasser, Nährstoffen und Licht. Gesunde Pflanzen können Hormone schneller abbauen. Verwende hochwertigen Dünger, der Stickstoff, Phosphor und Kalium enthält, um das Wachstum zu unterstützen.

Umtopfen:
Falls die Pflanze in einem kleinen Topf wächst, hilft es, sie in ein größeres Gefäß mit frischer, nährstoffreicher Erde umzutopfen. Dies gibt den Wurzeln mehr Raum und die Pflanze hat bessere Bedingungen, um kräftig zu wachsen.

Geduld:
Wachstumshemmer wirken oft für einige Monate, manchmal sogar bis zu einem Jahr. Es braucht also Geduld, bis die Pflanze wieder ihr volles Wachstumspotenzial erreicht.

Es gibt keine Möglichkeit, die Hormone direkt aus der Pflanze zu entfernen, aber durch gute Pflege kannst du das natürliche Wachstum unterstützen, sobald die Hemmstoffe ihre Wirkung verlieren.

Zusammenfassung:

Wenn Chrysanthemen verblüht sind, sollten die verwelkten Blüten entfernt und die Pflanze zurückgeschnitten werden, um neues Wachstum zu fördern. Winterharte Sorten können im Freien mit einer Mulchschicht geschützt werden, während nicht winterharte Pflanzen drinnen überwintert werden sollten. Bei mit wachstumshemmenden Hormonen behandelten Pflanzen hilft Geduld, da die Wirkung nach einiger Zeit nachlässt. Regelmäßiger Rückschnitt, gute Pflege und Umtopfen in frische Erde fördern das natürliche Wachstum.

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Obst, Gemüse und Lebensmittel ohne Strom lagern

Der große Ratgeber!

Es gibt verschiedene traditionelle und bewährte Methoden, um Obst, Gemüse und andere Lebensmittel ohne Strom zu lagern. Hier sind einige der effektivsten:

1. Erdkeller und Erdmieten
Erdkeller oder Keller mit stabiler, kühler Temperatur und hoher Luftfeuchtigkeit eignen sich gut zur Lagerung von Obst und Gemüse wie Kartoffeln, Äpfeln, Möhren und Zwiebeln.
Eine Erdmiete ist eine einfache Lagerung im Erdreich, bei der Gemüse wie Karotten, Rüben oder Sellerie in einer Grube mit Sand oder Stroh bedeckt werden, um sie vor Frost und Austrocknung zu schützen. Es erfordert allerdings einen gut drainierten Boden und Schutz vor Tieren.

2. Einlegen und Fermentieren
Einlegen in Salzlake oder Essig ist eine sehr alte Methode, Lebensmittel haltbar zu machen. Sauerkraut, Essiggurken und andere eingelegte Gemüse halten sich so über Monate.
Fermentierung konserviert nicht nur Lebensmittel, sondern erhöht oft auch den Nährwert. Kimchi, Sauerkraut und eingelegte Rüben sind klassische Beispiele. Die Milchsäuregärung schützt die Lebensmittel vor schädlichen Bakterien und hält sie für lange Zeit genießbar.

3. Trocknen
Dörren von Obst, Gemüse und Kräutern ist eine der ältesten Methoden der Konservierung. Luftgetrocknet oder durch Sonne können Lebensmittel wie Tomaten, Äpfel, Pilze und Kräuter gelagert werden. Auch Fleisch kann durch Trocknung (z. B. zu Jerky) haltbar gemacht werden.
In trockenen, luftigen Räumen auf Horden oder Gittern kann man z. B. Zwiebeln, Knoblauch oder Kräuter gut trocknen.

4. Räuchern
Das Räuchern ist vor allem bei der Konservierung von Fleisch und Fisch beliebt. Kaltes Räuchern kann Lebensmittel über Wochen oder Monate haltbar machen, während heißes Räuchern die Haltbarkeit zwar reduziert, aber ein einzigartiges Aroma verleiht.

5. Wurzelgemüse in Sand oder Stroh lagern
Viele Wurzelgemüse wie Karotten, Rüben und Pastinaken bleiben frisch, wenn sie in feuchtem Sand oder Stroh in Kisten gelagert werden. Der Sand verhindert das Austrocknen und hält das Gemüse bei einer gleichmäßigen Temperatur.

6. Tongefäße oder Lehmtöpfe zur Kühlung
Zeer-Töpfe (Ton-Topf-in-Topf-Kühlsystem) nutzen die Verdunstungskälte, um Lebensmittel kühl zu halten. Man setzt einen kleineren Tonkrug in einen größeren, füllt den Zwischenraum mit Sand und hält diesen feucht. Dies hält den Inhalt des inneren Kruges bei niedrigeren Temperaturen, ohne Strom zu benötigen.

7. Wachsversiegelung
Manche Obstsorten, wie z. B. Äpfel, lassen sich gut in Paraffinwachs tauchen. Diese Wachsschicht reduziert den Kontakt mit Sauerstoff und verlängert die Haltbarkeit erheblich.

8. Öllagerung
Lebensmittel wie getrocknete Tomaten oder Käse lassen sich in Öl einlegen. Das Öl verhindert, dass Luft an die Lebensmittel gelangt und sie verderben.

9. Salzen
Fleisch, Fisch und manche Gemüsesorten können durch Pökeln haltbar gemacht werden. Das Salz entzieht den Lebensmitteln Feuchtigkeit, was die Vermehrung von Mikroorganismen verhindert.

10. Kühlen in natürlichen Gewässern
In der Nähe eines kalten Baches oder Flusses kann man Lebensmittel in wasserdichten Behältern lagern, um sie kühl zu halten.

11. Kühlschrank ohne Strom
Man kann auch einen Kühlraum in Gebäuden einrichten, die durch passive Belüftung gekühlt werden. Zum Beispiel werden Lebensmittel oft in Bereichen mit natürlicher Belüftung, wie ungenutzten Kellerbereichen oder hinter dicken Mauern, kühl gelagert.

12. Milchprodukte in Tontöpfen
Milchprodukte wie Butter oder Joghurt wurden früher oft in gut isolierenden Tontöpfen aufbewahrt, die an kühlen Orten gelagert wurden.

Die Wahl der Methode hängt stark von der Umgebung ab: Temperatur, Luftfeuchtigkeit und das jeweilige Lebensmittel. Jede Methode hat ihre eigenen Anforderungen, bietet aber auch viele Vorteile, insbesondere wenn man keinen Strom zur Verfügung hat.

Kann man eine kleine Erdmiete im Kleingarten selber bauen? Wie ist der Aufbau und was ist zu beachten?

Ja, es ist durchaus möglich, eine kleine Erdmiete im Kleingarten selbst zu bauen. Diese Methode ist besonders praktisch, um Gemüse wie Karotten, Rote Bete, Kartoffeln, Kohlrabi oder Sellerie über den Winter zu lagern. Erdmieten sind eine kostengünstige und natürliche Methode, um Lebensmittel ohne Strom und technische Geräte frisch zu halten. Hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Bau und die wichtigen Dinge, die dabei zu beachten sind:

1. Geeigneter Standort
Wähle einen trockenen und erhöhten Standort im Garten aus, damit die Miete nicht von Grund- oder Regenwasser durchweicht wird. Der Platz sollte im Schatten liegen oder zumindest nicht der prallen Sonne ausgesetzt sein. Vermeide auch sehr windige Stellen. Ein windgeschützter Platz ist optimal, damit die Wärme im Inneren besser gehalten wird.

2. Größe der Erdmiete
Die Größe hängt davon ab, wie viel Gemüse du lagern möchtest. Für den Hausgebrauch reicht meist eine Länge von 1 bis 2 Metern und eine Breite von etwa 50–100 cm. Die Höhe variiert je nach benötigtem Volumen, sollte aber 30 bis 50 cm über die Erde hinausragen. Du kannst sie auch nach Bedarf vergrößern.

3. Graben der Grube
Grabe eine Grube, die etwa 40–60 cm tief ist. Diese Tiefe bietet ausreichend Schutz vor Frost und isoliert die Lebensmittel gut. Am Boden der Grube kannst du eine Schicht aus Sand, Kies oder Schotter einbringen, um die Drainage zu verbessern, damit das Gemüse nicht in feuchter Erde liegt und schimmelt.

4. Bodenabdeckung
Lege auf den Boden der Grube eine Schicht aus Stroh, Heu oder trockenen Blättern. Diese Schicht dient als Isolierung und verhindert, dass die Feuchtigkeit aus dem Boden direkt auf das Gemüse übergeht.

5. Einlagern des Gemüses
Das Gemüse wird nun locker in die Grube gelegt. Achte darauf, dass die einzelnen Stücke sich nicht berühren, um Fäulnis zu vermeiden. Besonders bei Wurzelgemüsen kannst du sie schichtweise in leicht feuchten Sand einbetten. Der Sand sorgt dafür, dass das Gemüse nicht austrocknet und isoliert zusätzlich. Andere Gemüsesorten wie Kohlrabi oder Weißkohl können einfach so eingelagert werden, sollten aber ebenfalls nicht in direktem Kontakt mit der Erde stehen.

6. Abdeckung der Erdmiete
Wenn das Gemüse eingeräumt ist, bedecke es mit einer weiteren Schicht aus Stroh oder Laub. Diese Schicht dient als zusätzliche Isolierung. Darüber kannst du eine Schicht Erde aufhäufen. Die Erdschicht sollte etwa 20–30 cm dick sein. Sie schützt das Gemüse vor Frost und sorgt für eine gleichmäßige Temperatur. Achte darauf, dass die Erde gut anliegt, aber nicht zu fest aufgebracht wird, damit etwas Luft zirkulieren kann.

7. Belüftung
Für die Belüftung kannst du eine oder mehrere kleine Lüftungsschächte einrichten. Dazu steckst du z. B. ein Rohr oder ein paar hohle Äste in die Miete, die bis zur Gemüseschicht reichen. Diese Öffnungen sollten oben leicht mit Stroh bedeckt sein, um vor direkter Feuchtigkeit und Kälte zu schützen. Sie verhindern, dass sich Staunässe bildet, und lassen überschüssige Feuchtigkeit entweichen.

8. Wetter- und Frostschutz
Um die Miete vor starkem Regen zu schützen, kannst du eine Plane oder Strohmatten über die Erdschicht legen, die du an den Rändern befestigst. Bei sehr kaltem Wetter kannst du zusätzlich eine dickere Erd- oder Strohschicht aufbringen, um die Miete vor starkem Frost zu schützen.

9. Zugänglichkeit
Du solltest einen Zugangspunkt einplanen, an dem du das eingelagerte Gemüse einfach entnehmen kannst, ohne die gesamte Miete zu öffnen. Das kann z. B. eine Klappe aus Holz oder ein Teil der Miete sein, der nur leicht mit Stroh und Erde bedeckt ist.

Wichtige Punkte, die zu beachten sind:

Gemüsezustand: Nur unbeschädigtes und gesundes Gemüse einlagern. Beschädigte oder angeschlagene Ware verdirbt schneller und kann die ganze Miete beeinträchtigen.

Temperatur und Feuchtigkeit: Achte auf das richtige Verhältnis von Feuchtigkeit und Belüftung. Zu viel Feuchtigkeit führt zu Schimmel, zu wenig lässt das Gemüse austrocknen.

Regelmäßige Kontrolle: Kontrolliere die Miete regelmäßig, besonders nach sehr kalten oder regnerischen Perioden. Entferne verdorbene Stücke sofort, um die übrigen nicht zu gefährden.

Frostschutz: In besonders kalten Regionen kann es notwendig sein, die Miete im Winter zusätzlich zu isolieren, z. B. mit einer dicken Schicht Stroh oder Laub.

Mit diesen Schritten kannst du eine Erdmiete im Kleingarten selbst anlegen und deine Ernte über den Winter hinweg lagern. Es ist eine einfache und gleichzeitig nachhaltige Methode, die wenig Aufwand erfordert, aber viel Nutzen bringt.

Um eine Erdmiete selber zu bauen fallen einem solche Dinge wie eine alte Trommel von einer Waschmaschine ein. Was gibt es noch für Möglichkeiten?

Die Idee, eine alte Waschmaschinentrommel zu nutzen, ist kreativ und nachhaltig! Solche Materialien wiederzuverwenden, bietet viele Möglichkeiten, die Erdmiete stabil, gut belüftet und isoliert zu gestalten. Hier sind weitere originelle Ideen für Materialien und Konstruktionen, die du für den Bau einer Erdmiete im Kleingarten verwenden kannst:

1. Alte Tonnen oder Fässer
Plastik- oder Metallfässer, die nicht mehr benötigt werden, können halb in die Erde eingegraben werden und eignen sich hervorragend als Lagerbehälter. Sie sind robust, wasserfest und schützen das eingelagerte Gemüse vor Schädlingen und Feuchtigkeit.
Alte Regentonnen sind oft groß genug, um eine größere Menge Gemüse zu lagern. Auch hier ist es wichtig, für Belüftung zu sorgen (z. B. durch Löcher im Deckel oder seitlich).

2. Alte Ziegelsteine oder Backsteine
Ziegelsteine oder Backsteine von Abrissgebäuden können verwendet werden, um eine kleine unterirdische Kammer oder eine Art Minikeller zu bauen. Sie sorgen für gute Stabilität und lassen Luft durch die Fugen zirkulieren.
Diese Steine eignen sich auch gut für die Umrandung der Grube, um das Abrutschen der Erde zu verhindern.

3. Holzkisten oder Palettenkonstruktionen
Alte Holzkisten (z. B. Weinkisten oder Obstkisten) können zur Lagerung von Gemüse in der Miete verwendet werden. Sie bieten eine natürliche Belüftung und können direkt mit Erde und Stroh umhüllt werden.
Paletten lassen sich zu einer stabilen Kiste oder Umrandung zusammenbauen. Du kannst die Paletten mit Stroh oder Jutesäcken von innen isolieren und die Konstruktion mit Erde bedecken.

4. Metallschrott oder Wellblech
Altes Wellblech kann eine stabile seitliche Begrenzung für die Miete bieten. Es ist leicht zu verarbeiten, kann in die gewünschte Form gebogen werden und verhindert, dass Erde in die Miete einsickert.
Ausrangierte Metallbleche von alten Gerätschaften, wie Teile eines alten Schranks oder Regals, können ebenfalls verwendet werden, um die Seiten der Miete zu stabilisieren.

5. Große Tongefäße oder Pflanzkübel
Alte Tongefäße oder große Pflanzkübel sind ideal für die Lagerung von kleineren Mengen Gemüse. Sie bieten eine natürliche Isolation, sind atmungsaktiv und halten die Feuchtigkeit in einem guten Gleichgewicht.
Diese Kübel können in die Erde eingegraben und mit einer Schicht Stroh oder Erde abgedeckt werden, um den Frostschutz zu erhöhen.

6. Dachziegel oder Fliesenreste
Alte Dachziegel können verwendet werden, um die Oberseite der Miete wetterfest zu machen oder als Drainage unter dem Gemüse zu dienen. Sie lassen sich auch in eine dekorative obere Abdeckung integrieren, um die Miete optisch ansprechend zu gestalten.
Fliesenreste oder kaputte Ziegel lassen sich auch am Boden oder an den Seiten der Miete anbringen, um die Haltbarkeit und Stabilität zu erhöhen.

7. Autoreifen
Mehrere alte Autoreifen übereinander gestapelt können eine runde Miete bilden. Die Reifen bieten gute Stabilität und halten die Erde an Ort und Stelle. Im Inneren kannst du die Reifen mit Stroh und Sand auskleiden, um das Gemüse zu lagern.
Diese Konstruktion ermöglicht eine schnelle und günstige Erdmiete, allerdings muss darauf geachtet werden, dass sie gut belüftet und der Boden trocken bleibt.

8. Alte Möbelteile
Schubladen von alten Kommoden können ebenfalls als Lagerkisten dienen. Diese Schubladen kannst du in die Erde setzen, mit Sand oder Stroh auskleiden und mit Erde bedecken.
Teile eines ausrangierten Schranks oder Regals könnten als Seitenwände oder Deckel für die Erdmiete genutzt werden, um das Gemüse sicher vor Schädlingen zu schützen.

9. Betonrohre oder Drainagerohre
Alte Betonrohre oder große Drainagerohre lassen sich leicht in die Erde einlassen und können so eine stabile und gut isolierte Miete bieten. Das Gemüse wird darin gut vor Feuchtigkeit und Frost geschützt.
Diese Rohre sind besonders langlebig und können über viele Jahre hinweg immer wieder genutzt werden.

10. Jutesäcke oder Säcke aus Leinen
Jutesäcke oder Leinensäcke, die mit Sand, Stroh oder Erde gefüllt sind, können als flexible und atmungsaktive Begrenzung der Erdmiete dienen. Sie lassen sich leicht um das Gemüse stapeln und sorgen für eine gute Isolation.
Diese Säcke sind auch praktisch, um kleinere Mengen Gemüse darin direkt zu lagern und später einfach herauszunehmen.

Wichtige Punkte zur Verwendung von Recyclingmaterialien:
Achte darauf, dass die Materialien sauber und nicht schadstoffbelastet sind, besonders bei Plastik- oder Metallteilen.
Vermeide Materialien, die leicht verrotten oder Feuchtigkeit anziehen, wie z. B. unbehandeltes Holz, das schnell schimmeln könnte.
Sorge für ausreichende Belüftung in der Miete, indem du Öffnungen oder Spalten einplanst, durch die Luft zirkulieren kann.
Diese Vorschläge bieten dir viele kreative und nachhaltige Optionen, um eine Erdmiete mit vorhandenen oder wiederverwerteten Materialien zu bauen. Jede Konstruktion kann an deine Bedürfnisse und Platzverhältnisse angepasst werden.

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Düngung von Gemüse

Der große Ratgeber über die Düngung von Gemüse

Es geht um das Thema Düngen von reinen Gemüsepflanzen im Kleingarten. Was ist zu beachten und ab wann sollten die Beete mit welchem Dünger vorbereitet werden?

Beim Düngen von Gemüsepflanzen im Kleingarten gibt es einige wichtige Punkte zu beachten, um eine gesunde und ertragreiche Ernte zu fördern:

Beim Düngen von Gemüsepflanzen im Kleingarten gibt es einige wichtige Punkte zu beachten, um eine gesunde und ertragreiche Ernte zu fördern:

Nicht aufwendige Dünger-Alternativen:
Es gibt mehrere Alternativen zu spezialisierten Düngern wie Pferdemist oder Jauchen:

1. Kompost:
Selbst hergestellter Kompost ist eine ausgezeichnete Wahl. Er ist reich an Nährstoffen und verbessert gleichzeitig die Bodenstruktur.
Kompost ist ein hervorragender Dünger, der sowohl die Bodenstruktur verbessert als auch wertvolle Nährstoffe liefert. Er enthält Humus, der Wasser und Nährstoffe speichert und das Bodenleben fördert.

Zeitpunkt:
Im Frühling oder Herbst ist die beste Zeit, Kompost in den Boden einzuarbeiten. Im Frühling wird er etwa 2-3 Wochen vor der Aussaat oder Pflanzung verteilt.
Menge: Etwa 3-5 Liter pro Quadratmeter sind ausreichend. Bei Starkzehrern (wie Tomaten, Kohl) kann die Menge etwas erhöht werden.
Verarbeitung: Kompost wird oberflächlich in den Boden eingearbeitet, etwa 5-10 cm tief. Dabei sollten grobe Kompoststücke aussortiert oder zerkleinert werden, um eine gleichmäßige Verteilung zu gewährleisten.

Beachten:
Nur gut ausgereiften Kompost verwenden! Frischer Kompost enthält oft noch nicht umgesetzte organische Stoffe, die zu Nährstoffblockaden und einer Überhitzung des Bodens führen können. Ein gut reifer Kompost riecht erdig und ist krümelig.

Besonderheiten:
Eine zusätzliche Düngung (zum Beispiel mit Hornspänen) kann sinnvoll sein, da Kompost allein oft nicht genügend Stickstoff für stark zehrende Pflanzen liefert.

Bodenstruktur:
Kompost verbessert langfristig die Bodenstruktur, fördert die Wasserspeicherung und unterstützt das Bodenleben (Regenwürmer, Mikroorganismen).

2. Bio-Dünger aus dem Handel:
Es gibt organische Dünger auf Basis von Pflanzen, Algen oder Hornspänen, die eine gute Alternative zu chemischen Düngern darstellen und weniger intensiv riechen.
Bio-Dünger sind organische Düngemittel, die aus pflanzlichen oder tierischen Abfällen bestehen. Sie bieten eine nachhaltige und umweltfreundliche Alternative zu chemischen Düngern und wirken langfristig.

Zeitpunkt:
Diese Dünger sollten in der Regel einige Wochen vor der Aussaat oder Pflanzung eingearbeitet werden, da die Nährstoffe erst durch die Aktivität von Bodenorganismen freigesetzt werden.

Menge:
Die genaue Dosierung hängt vom Produkt ab und sollte den Angaben auf der Verpackung folgen. Im Schnitt werden etwa 50-100 Gramm pro Quadratmeter für Starkzehrer empfohlen.

Verarbeitung:
Bio-Dünger werden in den oberen Bodenschichten (5-10 cm) eingearbeitet. Alternativ können sie auch in flüssiger Form bei der Bewässerung ausgebracht werden.

Beachten:
Die Wirkung von Bio-Düngern tritt langsamer ein, da sie organische Stoffe enthalten, die erst durch Mikroorganismen im Boden zersetzt werden müssen. Eine Überdosierung ist jedoch unwahrscheinlicher als bei chemischen Düngern.

Langfristige Wirkung:
Bio-Dünger wirken nicht sofort, sondern versorgen den Boden kontinuierlich über mehrere Monate mit Nährstoffen.

Bodenleben:
Bio-Dünger unterstützen das Bodenleben und sind besonders gut für Böden geeignet, die arm an organischer Substanz sind.

3. Gründüngung:
Einige Pflanzen wie Klee oder Luzerne können als Gründünger gepflanzt werden. Sie verbessern den Boden durch Stickstofffixierung und zusätzliche organische Substanz.
Gründüngung bezeichnet das Anpflanzen bestimmter Pflanzen (z.B. Lupinen, Klee, Phacelia), die den Boden verbessern und ihm Nährstoffe zuführen, besonders Stickstoff.

Zeitpunkt:
Gründüngung wird nach der Ernte oder in brachliegenden Beeten gesät. Sie kann auch im Frühjahr vor der Hauptkultivierung ausgesät werden, muss dann aber rechtzeitig vor der Pflanzung untergegraben werden.

Menge:
Je nach Pflanzenart wird die Saatdichte gewählt. Hierbei sollten die Packungsanweisungen beachtet werden.
Verarbeitung: Wenn die Gründüngungspflanzen gut angewachsen und etwa 10-30 cm hoch sind, werden sie gemäht oder gemulcht und in den Boden eingearbeitet. Wichtig ist, die Pflanzen nicht zu spät zu untergraben, da sie sonst verholzen und schwerer zersetzt werden.

Beachten:
Gründüngung sollte vor der Blüte untergegraben werden, damit die Pflanzen nicht zu viel Energie in die Samenbildung stecken und die Stickstoffbindung optimal bleibt.

Stickstofffixierung:
Bestimmte Pflanzen (z.B. Leguminosen wie Klee) binden Stickstoff aus der Luft und geben ihn nach dem Einarbeiten an den Boden ab, was besonders vorteilhaft für nachfolgende Starkzehrer ist.

Bodenlockerung:
Tiefwurzelnde Gründüngungspflanzen wie Lupinen lockern den Boden auf und verbessern seine Struktur. Gründüngungspflanzen bilden oft eine dichte Bodendecke, die das Wachstum von Unkraut unterdrückt.

Zusammengefasst:

Kompost:
Ein universeller, selbst herstellbarer Dünger, der die Bodenfruchtbarkeit langfristig verbessert. Vor der Aussaat oder Pflanzung oberflächlich einarbeiten.

Bio-Dünger aus dem Handel:
Eine nachhaltige, organische Düngemethode mit langsamer, kontinuierlicher Nährstoffabgabe. Muss einige Wochen vor der Pflanzung ausgebracht werden.

Gründüngung:
Eine natürliche Methode, um den Boden zu verbessern, Stickstoff zu binden und die Struktur zu lockern. Nach dem Wachstum der Pflanzen einarbeiten, bevor sie verholzen.
Jedes dieser Düngemittel trägt auf seine Weise zur Bodenfruchtbarkeit bei, und die richtige Kombination kann langfristig eine gesunde Gartenlandschaft fördern.

Einige häufige Mythen beim Düngen von Gemüse sind:

Überdüngung ist besser:
Zu viel Dünger kann tatsächlich schädlich sein, da es zu einem Ungleichgewicht im Boden führen kann, das das Pflanzenwachstum negativ beeinflusst.
Alle Pflanzen brauchen denselben Dünger: Unterschiedliche Pflanzen haben unterschiedliche Nährstoffbedürfnisse. Ein universeller Dünger kann diese nicht immer optimal decken.

Mehr ist besser:
Eine exzessive Menge an Dünger führt nicht zwangsläufig zu einer besseren Ernte. Eine ausgewogene Menge an Nährstoffen ist wichtiger.

Kritik an spezialisierten Düngerprodukten:
Produkte wie Balkondünger oder Hochbeetdünger können tatsächlich manchmal teurer sein und keinen wirklichen Mehrwert bieten, den man nicht auch mit anderen Düngemitteln erreichen könnte. Es ist ratsam, auf die Zusammensetzung und den Nutzen solcher Produkte zu achten, bevor man sie verwendet.

Insgesamt ist eine ausgewogene Bodenvorbereitung und Düngung entscheidend für den Erfolg im Gemüseanbau. Durch die Wahl der richtigen Dünger und das Beachten der individuellen Bedürfnisse der Pflanzen kann eine gesunde und ertragreiche Ernte gefördert werden, ohne auf komplexe oder teure Produkte zurückgreifen zu müssen.

Bei den Gemüsesorten sind unterschiedliche Nährstoffanforderungen zu beachten, da jede Pflanze individuelle Bedürfnisse hat. Im Allgemeinen benötigen alle Pflanzen die drei Hauptnährstoffe Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K), aber in unterschiedlichen Verhältnissen. Zusätzlich können Spurenelemente wie Magnesium, Calcium und Eisen eine Rolle spielen. Ein allgemeiner Gemüsedünger könnte in einigen Fällen funktionieren, aber bei speziellen Bedürfnissen (besonders bei Starkzehrern) ist eine gezielte Düngung sinnvoll.

Hier eine Übersicht über die besonderen Nährstoffanforderungen der einzelnen Pflanzen:

1. Tomaten

Besondere Nährstoffe:

Stickstoff (N): Für kräftiges Blattwachstum und stabile Pflanzenstruktur.
Phosphor (P): Fördert die Wurzelbildung und die Fruchtentwicklung.
Kalium (K): Besonders wichtig für die Fruchtbildung und die Widerstandskraft der Pflanze.
Calcium: Verhindert Blütenendfäule (ein häufiges Problem bei Tomaten).

Empfehlung: Spezieller Tomatendünger oder ein NPK-Dünger mit einem höheren Kaliumanteil (z.B. 4-5-8).

2. Gurken

Besondere Nährstoffe:

Stickstoff (N): Für kräftiges Wachstum und gesunde Blätter.
Phosphor (P): Unterstützt die Wurzelentwicklung.
Kalium (K): Essentiell für eine gute Fruchtbildung und stabile Zellstruktur.
Magnesium: Fördert die Photosynthese und kräftiges Wachstum.

Empfehlung: Ein ausgewogener NPK-Dünger mit leicht höherem Kaliumanteil (z.B. 5-5-8) oder spezieller Gurkendünger.

3. Sellerie

Besondere Nährstoffe:
Stickstoff (N): Sellerie hat einen hohen Stickstoffbedarf für üppiges Laubwachstum.
Phosphor (P): Für die Ausbildung kräftiger Wurzeln.
Kalium (K): Unterstützt die Wasserregulierung und die Widerstandsfähigkeit.
Kalzium: Wichtig für die Knollenbildung und zur Vorbeugung von Mangelerscheinungen.

Empfehlung: Starkzehrerdünger mit betontem Stickstoffanteil, z.B. 10-5-10.

4. Zwiebeln

Besondere Nährstoffe:
Phosphor (P): Entscheidend für die Wurzelbildung und das Wachstum der Zwiebelknollen.
Kalium (K): Unterstützt das Wachstum der Zwiebel und sorgt für feste, gesunde Knollen.
Stickstoff (N): Nicht zu viel Stickstoff, da dieser zu weichem, anfälligem Wachstum führen kann.

Empfehlung: Ein niedriger Stickstoffdünger mit hohem Kalium- und Phosphorgehalt, z.B. 5-7-10.

5. Melonen

Besondere Nährstoffe:
Stickstoff (N): Für kräftiges Blattwachstum in der Anfangsphase.
Kalium (K): Entscheidend für die Fruchtbildung und den Geschmack der Melonen.
Phosphor (P): Für eine gute Wurzelentwicklung.
Magnesium: Unterstützt die Photosynthese und Fruchtbildung.

Empfehlung: Ein Dünger mit hohem Kaliumanteil während der Fruchtphase, z.B. 3-4-8.

6. Porree (Lauch)

Besondere Nährstoffe:
Stickstoff (N): Für kräftigen Wuchs und dichte Stängelbildung.
Kalium (K): Unterstützt die allgemeine Widerstandsfähigkeit.
Phosphor (P): Fördert die Wurzelbildung.

Empfehlung: Ein Stickstoffreicher Dünger, z.B. 10-5-7.

7. Radieschen

Besondere Nährstoffe:
Phosphor (P): Entscheidend für die Ausbildung der Rüben.
Kalium (K): Fördert die Wasserregulation und das Knollenwachstum.
Stickstoff (N): Nur in moderaten Mengen, um weiche Blätter zu vermeiden.

Empfehlung: Ein ausgewogener Dünger, z.B. 5-5-8, um die Bildung der Knollen zu fördern, aber ohne übermäßigen Stickstoff.

8. Kohlrabi

Besondere Nährstoffe:
Stickstoff (N): Für kräftiges Wachstum der Blätter und Stängel.
Kalium (K): Unterstützt die Bildung der Knollen.
Kalzium: Für die Vermeidung von Rissen und Schalenproblemen.

Empfehlung: Starkzehrerdünger mit erhöhtem Stickstoffanteil, z.B. 8-4-10.

9. Rotkohl

Besondere Nährstoffe:
Stickstoff (N): Für kräftigen Wuchs und üppige Blattbildung.
Kalium (K): Für eine stabile Zellstruktur und feste Köpfe.
Phosphor (P): Für gute Wurzelbildung.

Empfehlung: Ein Stickstoffbetonter Dünger, z.B. 10-5-10, kann hier gut wirken, besonders in der frühen Wachstumsphase.

Kann man einen einzigen Dünger für alle diese Pflanzen verwenden?

Grundsätzlich könnte ein ausgewogener Allzweck-Gemüsedünger (wie z.B. NPK 5-5-8 oder 7-4-10) für viele dieser Pflanzen ausreichend sein, besonders bei weniger anspruchsvollen Arten wie Radieschen oder Zwiebeln. Allerdings haben Starkzehrer wie Tomaten, Kohlrabi oder Rotkohl deutlich höhere Nährstoffanforderungen, insbesondere was den Stickstoff- und Kaliumbedarf angeht. In solchen Fällen empfiehlt es sich, entweder einen speziell auf diese Pflanzen zugeschnittenen Dünger zu verwenden oder den allgemeinen Dünger gezielt zu ergänzen (z.B. durch Kompost, Hornspäne, oder zusätzlichen Kaliumdünger).

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass für optimale Ergebnisse die Bedürfnisse der einzelnen Pflanzenarten berücksichtigt werden sollten. Ein einzelner Dünger kann für viele Gemüsearten verwendet werden, aber bei Starkzehrern und speziellen Ansprüchen (wie z.B. Calcium bei Tomaten) ist eine gezielte Düngung besser.

Was bewirken Hornspäne bei welchen Gemüsesorten?

Hornspäne sind ein organischer Langzeitdünger, der vor allem Stickstoff enthält. Sie bestehen aus gemahlenem Horn von Tieren (zumeist Rinderhörner) und wirken langsam, da der Stickstoff erst durch Mikroorganismen im Boden freigesetzt wird. Der Stickstoffgehalt liegt bei etwa 12-14%, und durch die langsame Freisetzung über mehrere Monate sind sie besonders gut für Gemüsesorten geeignet, die kontinuierlich über die Wachstumsperiode hinweg Stickstoff benötigen.

Stickstoffzufuhr:
Stickstoff ist ein wichtiger Nährstoff für das vegetative Wachstum, das heißt für die Bildung von Blättern, Stängeln und Trieben. Pflanzen, die eine starke Blattmasse benötigen oder generell Starkzehrer sind, profitieren von einer gleichmäßigen Stickstoffversorgung.

Langsame Freisetzung:
Die Mikroorganismen im Boden zersetzen die Hornspäne langsam, was eine gleichmäßige und langfristige Nährstoffversorgung gewährleistet. Das verhindert plötzliche Stickstoffspitzen, die bei vielen chemischen Düngern auftreten und das Pflanzenwachstum ungünstig beeinflussen könnten.

Bodenverbesserung:
Die organische Substanz der Hornspäne trägt langfristig zur Humusbildung bei und fördert das Bodenleben, was sich positiv auf die Bodenstruktur auswirkt.

Welche Gemüsesorten profitieren von Hornspänen?
Hornspäne sind besonders für Starkzehrer geeignet, also Pflanzen, die hohe Stickstoffmengen für ihr Wachstum benötigen. Hier eine Übersicht der Gemüsesorten, die am meisten von Hornspänen profitieren:

Tomaten sind Starkzehrer, die eine konstante Stickstoffzufuhr benötigen, um üppige Blattmasse und stabile Pflanzen aufzubauen. Hornspäne liefern den benötigten Stickstoff über die gesamte Wachstumsperiode.
Kohlarten (z.B. Rotkohl, Weißkohl, Wirsing):

Kohlarten brauchen viel Stickstoff, um große und dichte Köpfe auszubilden. Hornspäne versorgen sie langfristig und gleichmäßig mit Stickstoff, was ein kräftiges Wachstum fördert.
Kürbisgewächse (z.B. Gurken, Zucchini, Kürbis, Melonen):

Diese Pflanzen benötigen in der Anfangsphase ihres Wachstums Stickstoff für starke Blattbildung. Hornspäne sind hier ideal, da sie die Pflanzen während der gesamten Wachstumsphase mit Nährstoffen versorgen.
Porree (Lauch):

Auch Porree gehört zu den Starkzehrern und profitiert von der langsamen Stickstofffreisetzung durch Hornspäne, um dicke, kräftige Stängel zu bilden.
Sellerie:

Für eine gute Knollenbildung braucht Sellerie reichlich Stickstoff. Eine frühe Düngung mit Hornspänen stellt sicher, dass die Pflanze während der gesamten Wachstumsperiode ausreichend versorgt ist.
Kohlrabi:

Kohlrabi benötigt Stickstoff für die Bildung der Knolle. Hornspäne liefern hier eine stetige Stickstoffquelle, was das gesunde Wachstum unterstützt.
Kartoffeln:

Obwohl nicht in der ursprünglichen Liste erwähnt, profitieren auch Kartoffeln von Hornspänen, da sie eine gute Stickstoffquelle sind, die über die Wachstumsperiode hinweg freigesetzt wird.
Pflanzen, die nur mäßig von Hornspänen profitieren:

Radieschen:
Diese wachsen schnell und benötigen nicht so viel Stickstoff. Sie bevorzugen eher eine moderate Düngung mit schnellem Stickstoffbedarf, daher sind Hornspäne oft zu langsam wirkend.

Zwiebeln:
Zwiebeln benötigen vor allem Phosphor und Kalium für die Knollenbildung, während ihr Stickstoffbedarf mäßig ist. Auch hier sind Hornspäne nicht ideal, da Zwiebeln keinen langanhaltenden Stickstoffschub benötigen.

Wie und wann Hornspäne anwenden:

Zeitpunkt:
Hornspäne sollten im Frühjahr oder bei der Beetvorbereitung ausgebracht werden, idealerweise 2-4 Wochen vor der Aussaat oder Pflanzung. Dies gibt den Mikroorganismen Zeit, den Stickstoff allmählich freizusetzen.

Menge:
Etwa 50-100 Gramm pro Quadratmeter. Für Starkzehrer wie Tomaten oder Kohl kann die Menge leicht erhöht werden.

Einarbeitung:
Hornspäne sollten flach in den Boden eingearbeitet werden, damit sie schneller von Mikroorganismen zersetzt werden. Bei Topfpflanzen können sie leicht unter die Erde gemischt werden.

Zusammengefasst:
Hornspäne sind ein exzellenter Langzeit-Stickstoffdünger, der besonders für Starkzehrer wie Tomaten, Kohlarten, Gurken, Melonen, Sellerie, Porree und Kohlrabi geeignet ist. Die langsame Freisetzung stellt sicher, dass die Pflanzen während der gesamten Wachstumsphase gleichmäßig mit Stickstoff versorgt werden. Für schnell wachsende Pflanzen wie Radieschen oder Pflanzen mit geringem Stickstoffbedarf wie Zwiebeln sind Hornspäne weniger ideal.

Wie verhält sich die Düngung mit Kaffeesatz? Ist das ein Mythos?

Die Verwendung von Kaffeesatz als Dünger ist kein Mythos, sondern hat tatsächlich wissenschaftliche Grundlage, kann jedoch nicht uneingeschränkt für alle Pflanzen und Bodenarten empfohlen werden. Kaffeesatz enthält wertvolle Nährstoffe, vor allem Stickstoff, aber auch geringe Mengen Phosphor und Kalium, was ihn für bestimmte Pflanzen durchaus zu einem nützlichen Dünger macht. Allerdings gibt es auch einige Einschränkungen und Missverständnisse.

Welche Nährstoffe enthält Kaffeesatz?

Stickstoff (N):
Der Hauptnährstoff im Kaffeesatz. Er ist entscheidend für das Blattwachstum und das allgemeine Pflanzenwachstum.

Phosphor (P):
Wichtiger Nährstoff für die Wurzelentwicklung und Fruchtbildung, jedoch nur in geringen Mengen im Kaffeesatz enthalten.

Kalium (K):
Unterstützt die Wasseraufnahme und die allgemeine Widerstandskraft der Pflanzen, aber ebenfalls nur in kleineren Mengen enthalten.

Weitere Inhaltsstoffe: S
Spurenelemente wie Magnesium und Kupfer, die für die Pflanzengesundheit wichtig sind.

Vorteile von Kaffeesatz als Dünger:

Stickstoffquelle:
Durch seinen hohen Stickstoffgehalt kann Kaffeesatz besonders für Pflanzen, die viel Stickstoff benötigen (z.B. Starkzehrer wie Tomaten, Kohl, Salat), eine nützliche Ergänzung sein.

Fördert das Bodenleben:
Kaffeesatz zieht Regenwürmer an, die den Boden auflockern und belüften, wodurch die Bodenstruktur verbessert wird.

Erde auflockern:
Kaffeesatz verbessert die Bodenstruktur, insbesondere in schweren Böden, und hilft, den Boden lockerer und besser durchlüftet zu machen.

Kompostförderer:
Kaffeesatz eignet sich hervorragend zur Ergänzung des Komposthaufens. Er beschleunigt den Zersetzungsprozess und liefert dem Kompost Stickstoff.

Fungizide Eigenschaften:
Es gibt Hinweise darauf, dass Kaffeesatz das Wachstum bestimmter Pilze hemmen kann, was hilfreich sein kann, um Pilzkrankheiten im Garten zu reduzieren.

Mythen und Missverständnisse

“Kaffeesatz macht den Boden sauer”:

Wahrheit:
Frischer Kaffee ist sauer, aber verbrauchter Kaffeesatz hat nach dem Brühen einen nahezu neutralen pH-Wert von etwa 6,5 bis 6,8. Daher kann Kaffeesatz in den meisten Böden verwendet werden, ohne den pH-Wert signifikant zu beeinflussen. Für Pflanzen, die leicht saure Böden bevorzugen (z.B. Blaubeeren, Rhododendren), könnte er jedoch eine milde Unterstützung bieten.
“Kaffeesatz ist ein Vollwertdünger”:

Falsch:
Kaffeesatz enthält zwar wichtige Nährstoffe, ist aber kein vollwertiger Dünger, da er nur geringe Mengen an Phosphor und Kalium liefert. Für eine ausgewogene Düngung muss er durch andere Nährstoffquellen ergänzt werden.
“Kaffeesatz kann in unbegrenzten Mengen verwendet werden”:

Falsch:
Übermäßiger Einsatz von Kaffeesatz kann den Boden tatsächlich verdichten und möglicherweise zu Schimmelbildung führen, wenn er nicht gut eingearbeitet wird. Daher sollte er sparsam und gut verteilt verwendet werden, und zwar vorzugsweise in Verbindung mit anderen organischen Stoffen (z.B. Kompost).
Welche Pflanzen profitieren von Kaffeesatz?
Kaffeesatz ist vor allem für Pflanzen mit hohem Stickstoffbedarf geeignet. Hier eine Liste von Pflanzen, die von Kaffeesatz profitieren könnten:

Tomaten:
Starkzehrer mit hohem Stickstoffbedarf, besonders in der Wachstumsphase.

Zucchini und Kürbis:
Diese Pflanzen benötigen Stickstoff für ihr schnelles und kräftiges Wachstum.

Salat:
Salat profitiert ebenfalls von der Stickstoffversorgung, da er hauptsächlich Blattmasse entwickelt.

Rosen:
Kaffeesatz kann Rosen helfen, kräftige Blätter und Blüten zu entwickeln.

Bohnen und Erbsen:
Diese Pflanzen können von dem Stickstoff im Kaffeesatz profitieren, obwohl sie auch in der Lage sind, Stickstoff selbst zu binden.

Wie wird Kaffeesatz richtig angewendet?

Direkt in den Boden einarbeiten: Kaffeesatz kann direkt ins Beet gestreut und leicht in die oberen Zentimeter des Bodens eingearbeitet werden. Auf diese Weise wird er schneller von Mikroorganismen zersetzt und gibt Stickstoff frei.

Als Mulch:
Kaffeesatz kann auch als Mulchschicht um die Pflanzen herum verwendet werden, sollte aber nur in dünnen Schichten (max. 0,5 cm) aufgetragen werden, um Staunässe und Schimmelbildung zu vermeiden.

Kompostierung:
Eine der besten Anwendungen für Kaffeesatz ist im Kompost. Er liefert Stickstoff und beschleunigt die Zersetzung organischer Materialien. Für ein optimales Gleichgewicht im Kompost sollte Kaffeesatz mit kohlenstoffreichen Materialien (z.B. Laub oder Stroh) gemischt werden.

Nachteile und Vorsicht beim Einsatz von Kaffeesatz:

Überdüngung:
Wenn zu viel Kaffeesatz verwendet wird, kann dies zu einem Stickstoffüberschuss führen, was zu übermäßigem Blattwachstum auf Kosten der Fruchtbildung führen kann.

Schimmelgefahr:
Kaffeesatz kann dazu neigen, Schimmel zu bilden, wenn er in dicken Schichten oder ohne ausreichende Belüftung ausgebracht wird. Dies ist jedoch eher oberflächlich und selten ein großes Problem.

Nicht für jede Pflanze geeignet:
Pflanzen mit einem niedrigen Stickstoffbedarf (wie Wurzelgemüse oder Zwiebeln) sollten nicht mit zu viel Kaffeesatz gedüngt werden, da dies zu einem Ungleichgewicht im Wachstum führen kann.

Fazit:
Kaffeesatz als Dünger ist kein Mythos, sondern kann eine sinnvolle Ergänzung sein, besonders für Pflanzen mit hohem Stickstoffbedarf wie Tomaten, Salat oder Kürbis. Allerdings ist er kein vollwertiger Dünger und sollte nur in Kombination mit anderen Düngemitteln oder Kompost verwendet werden. Zudem ist eine mäßige Anwendung wichtig, um Überdüngung oder Bodenverdichtung zu vermeiden. Wenn Kaffeesatz korrekt verwendet wird, kann er das Bodenleben fördern, die Bodenstruktur verbessern und Pflanzen eine gleichmäßige Stickstoffversorgung bieten.

Was ist der bessere Zeitraum für die Düngung? Herbst oder Frühjahr?

Die Frage, ob der Herbst oder das Frühjahr der bessere Zeitpunkt für die Düngung ist, hängt stark von der Art des Düngers, den Bodeneigenschaften und den spezifischen Bedürfnissen der Pflanzen ab. Beide Zeitpunkte haben Vor- und Nachteile, und die Wahl des Zeitraums kann unterschiedliche Auswirkungen auf den Garten haben.

1. Düngung im Herbst

Vorteile:
Langzeitdünger wie organische Stoffe (z.B. Kompost, Stallmist, Hornspäne):
Im Herbst aufgebrachte organische Dünger haben genügend Zeit, über den Winter von Mikroorganismen zersetzt zu werden. Der Nährstoffabbau ist über Monate hinweg stabil, sodass die Nährstoffe im Frühjahr verfügbar sind, wenn die Pflanzen mit dem Wachstum beginnen.

Bodenverbesserung:
Organische Dünger wie Kompost oder Stallmist verbessern die Bodenstruktur und fördern das Bodenleben. Der Winter und die Kälte tragen zur Zersetzung organischer Substanzen bei, wodurch der Boden im Frühjahr fruchtbarer und lockerer ist.

Erosionsschutz:
Eine Düngung im Herbst, insbesondere in Verbindung mit Gründüngung, schützt den Boden vor Erosion und Nährstoffverlust durch Regen und Schnee.

Zeitvorsprung im Frühjahr:
Wenn der Dünger bereits im Herbst aufgebracht wurde, sind die Nährstoffe im Frühjahr verfügbar, und man muss sich nicht um eine sofortige Düngung kümmern, was die Gartenarbeit im Frühjahr erleichtert.

Nachteile:

Auswaschung von Nährstoffen:
Besonders bei leicht löslichen mineralischen Düngern besteht die Gefahr, dass Nährstoffe über den Winter durch Regen und Schnee ausgewaschen werden, bevor sie von den Pflanzen aufgenommen werden können. Stickstoff ist hierbei besonders anfällig für Auswaschung.

Nicht geeignet für schnell verfügbare Nährstoffe:
Mineralische Dünger oder schnell wirksame Stickstoffdünger sollten besser nicht im Herbst ausgebracht werden, da sie über den Winter ihre Wirkung verlieren könnten.

2. Düngung im Frühjahr

Vorteile:
Schnelle Verfügbarkeit von Nährstoffen: Im Frühjahr ist der Boden wärmer, und die Pflanzen beginnen ihr aktives Wachstum. Eine Düngung zu diesem Zeitpunkt sorgt dafür, dass die Nährstoffe genau dann verfügbar sind, wenn die Pflanzen sie benötigen.
Vermeidung von Auswaschung: Da die Pflanzen im Frühjahr sofort Nährstoffe aufnehmen, besteht ein geringeres Risiko, dass Stickstoff und andere lösliche Nährstoffe durch Regen ausgewaschen werden.
Gezielte Düngung: Man kann besser einschätzen, welche Pflanzenarten welche Nährstoffe benötigen, da man im Frühjahr den genauen Anbauplan kennt.

Nachteile:

Arbeitsintensiv im Frühjahr:
Das Frühjahr ist ohnehin eine arbeitsreiche Zeit für Gärtner, da das Pflanzen und Säen viel Zeit in Anspruch nimmt. Die zusätzliche Düngung kann zusätzlichen Stress bedeuten.

Langsame Zersetzung organischer Dünger:
Organische Dünger wie Kompost, Hornspäne oder Stallmist brauchen Zeit, um von Mikroorganismen zersetzt zu werden. Wenn sie erst im Frühjahr aufgebracht werden, könnten sie nicht schnell genug wirken, um den anfänglichen Nährstoffbedarf der Pflanzen zu decken.

Gefahr der Überdüngung:
Im Frühjahr besteht die Gefahr, dass man zu viel Dünger auf einmal ausbringt, besonders wenn man die Langzeitwirkung organischer Dünger nicht richtig einschätzt. Das kann zu Überdüngung führen, was dem Pflanzenwachstum schadet.

Wann welche Düngemittel einsetzen?
Organische Dünger (z.B. Kompost, Stallmist, Hornspäne):

Herbst:
Am besten im Herbst ausbringen, damit sie Zeit haben, sich zu zersetzen und ihre Nährstoffe über den Winter an den Boden abzugeben. Besonders Hornspäne, die eine langsame Stickstoffquelle sind, wirken ideal bei einer Herbstdüngung.
Mineralische Dünger (schnell wirkende Stickstoffdünger):

Frühjahr:
Diese Düngemittel sollten vorzugsweise im Frühjahr ausgebracht werden, wenn die Pflanzen aktiv Nährstoffe benötigen. Die Gefahr der Auswaschung ist bei Herbstdüngung zu groß.

Kalk:

Herbst:
Kalk, der zur Bodenverbesserung und Regulierung des pH-Werts dient, wird oft im Herbst ausgebracht, da er einige Zeit benötigt, um sich im Boden vollständig zu verteilen und zu wirken. So kann der Boden über den Winter die Wirkung des Kalks aufnehmen.

Gründüngung:

Herbst:
Gründüngung wird oft im Spätsommer oder Herbst ausgesät. Sie schützt den Boden über den Winter, fördert die Bodenstruktur und reichert den Boden mit Stickstoff an (besonders durch Leguminosen). Im Frühjahr wird die Gründüngung untergegraben.

Empfehlung für verschiedene Bodenarten:

Sandige Böden:
Diese Böden neigen dazu, Nährstoffe schneller auszuwaschen. Daher ist eine Frühjahrdüngung bei sandigen Böden besser geeignet, um den Verlust von Nährstoffen im Winter zu vermeiden.
Lehmige oder tonhaltige Böden: Diese Böden können Nährstoffe besser speichern, sodass eine Düngung im Herbst sinnvoll sein kann, da sie die Nährstoffe länger festhalten.

Fazit:

Herbstdüngung:
Optimal für organische Dünger wie Kompost, Stallmist oder Hornspäne sowie für die Bodenverbesserung mit Kalk. Sie ist auch eine gute Option für den Anbau von Starkzehrern im Folgejahr, da der Boden über den Winter die Nährstoffe aufnimmt und bereitstellt.

Frühjahrsdüngung:
Ideal für mineralische Dünger oder schnell wirkende Düngemittel. Es vermeidet die Auswaschung und stellt sicher, dass die Nährstoffe zur richtigen Zeit für die Pflanzen verfügbar sind.
Die beste Strategie ist oft eine Kombination: Langsam wirkende organische Dünger im Herbst ausbringen und dann im Frühjahr mit schnell wirkenden Düngern ergänzen, um den Nährstoffbedarf der Pflanzen optimal zu decken.

Was bedeuten die Zahlen bei Dünger?

Manchmal stehen auch nur die drei Zahlen ohne weitere Erklärung oder Buchstaben auf der Packung, die Aussage ist aber immer dieselbe: 16-6-12 besagt, dass der Dünger 16 Prozent Stickstoff (N), 6 Prozent Phosphor (P) sowie 12 Prozent Kalium (K) enthält.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Gemüse

Kräuter und Gewürze

In einem deutschen Kleingarten lassen sich zahlreiche Kräuter und Gewürzpflanzen anbauen, die sowohl frisch als auch getrocknet in der Küche verwendet werden. Dabei sind Kräuter oft die grünen, blattartigen Teile der Pflanzen, während Gewürze meist getrocknete Samen, Rinden, Wurzeln oder Früchte sind.

Im Folgenden liste ich sowohl Kräuter als auch Gewürze getrennt auf, einschließlich ihrer Anbaumethoden, Pflege, Erntezeiten und kulinarischen Verwendungen.

Kräuter für den Anbau im deutschen Kleingarten

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1. Petersilie (Petroselinum crispum)
Anbau: Petersilie wächst am besten an einem halbschattigen Ort mit lockerem, feuchtem Boden. Die Aussaat erfolgt im Frühjahr.
Pflege: Regelmäßig gießen, jedoch Staunässe vermeiden. Petersilie keimt langsam.
Ernte: Nach etwa 10 Wochen können die äußeren Blätter geerntet werden.
Geschmack: Frisch, leicht würzig und mild.
Verwendung: Suppen, Salate, Kartoffelgerichte, Saucen.

2. Schnittlauch (Allium schoenoprasum)
Anbau: Sonnige bis halbschattige Plätze und gut durchlässiger Boden sind ideal. Schnittlauch kann im Frühjahr gesät oder als Staude gepflanzt werden.
Pflege: Regelmäßig gießen, vor Staunässe schützen.
Ernte: Fortlaufend ernten, wenn die Halme etwa 10 cm lang sind.
Geschmack: Mild zwiebelartig und frisch.
Verwendung: Kartoffelsalat, Eiergerichte, Quark, Dips.

3. Basilikum (Ocimum basilicum)
Anbau: Basilikum benötigt viel Sonne und einen gut durchlässigen, humusreichen Boden. Aussaat nach den Eisheiligen.
Pflege: Regelmäßiges Gießen ohne Staunässe. Basilikum ist frostempfindlich.
Ernte: Fortlaufend ernten, sobald die Blätter entwickelt sind.
Geschmack: Süßlich, würzig mit einem Hauch von Anis.
Verwendung: Pesto, Tomatengerichte, Pizza, Salate.

4. Thymian (Thymus vulgaris)
Anbau: Sonniger Standort und durchlässiger Boden. Am besten auf trockenen, sandigen Böden.
Pflege: Kaum Pflege nötig, gelegentlich wässern. Thymian ist winterhart.
Ernte: Die Blätter können vor der Blüte geerntet werden, da sie dann am aromatischsten sind.
Geschmack: Würzig, leicht herb.
Verwendung: Fleischgerichte, Eintöpfe, Kartoffeln, mediterrane Gerichte.

5. Rosmarin (Rosmarinus officinalis)
Anbau: Rosmarin liebt warme, sonnige Plätze und gut durchlässige Böden. In kalten Wintern Schutz bieten.
Pflege: Trockenresistent, nur bei Trockenheit gießen.
Ernte: Ganzjährig, junge Triebe bevorzugt ernten.
Geschmack: Kräftig, harzig, leicht bitter.
Verwendung: Grillfleisch, Ofenkartoffeln, Fischgerichte.

6. Oregano (Origanum vulgare)
Anbau: Sonnige Standorte und trockener Boden sind optimal. Oregano ist mehrjährig.
Pflege: Regelmäßig ernten, um buschiges Wachstum zu fördern.
Ernte: Vor der Blüte, wenn der Geschmack am intensivsten ist.
Geschmack: Intensiv würzig und leicht herb.
Verwendung: Pizza, Pasta, Tomatensaucen, mediterrane Gerichte.

7. Majoran (Origanum majorana)
Anbau: Sonniger Standort und gut durchlässiger, humusreicher Boden. Majoran ist frostempfindlich.
Pflege: Regelmäßig gießen, aber Staunässe vermeiden.
Ernte: Ernte kurz vor der Blüte, da die Aromen dann am besten sind.
Geschmack: Warm, leicht süßlich und aromatisch.
Verwendung: Wurstgerichte, Kartoffeln, Suppen, Eintöpfe.

8. Beifuß (Artemisia vulgaris)
Anbau: Beifuß bevorzugt sonnige Standorte und trockene, eher magere Böden.
Pflege: Anspruchslos, verträgt trockene Bedingungen gut.
Ernte: Vor oder während der Blüte im Sommer ernten.
Geschmack: Bitter-würzig, leicht harzig.
Verwendung: Gänsebraten, fette Fleischgerichte, Wildgerichte.

Gewürze für den Anbau im deutschen Kleingarten

1. Senf (Brassica nigra und Brassica juncea)
Anbau: Senf wächst gut auf sonnigen Standorten mit gut durchlässigem Boden. Die Aussaat erfolgt im Frühjahr direkt ins Freiland.
Pflege: Regelmäßiges Gießen, besonders in der Keimphase.
Ernte: Die Samen werden geerntet, sobald die Samenschoten trocken und bräunlich sind (Spätsommer).
Geschmack: Scharf und würzig, schwarzer Senf ist intensiver als gelber.
Verwendung: Senfpaste, Marinaden, Einmachen, Wurstwaren.

2. Kümmel (Carum carvi)
Anbau: Kümmel ist zweijährig und benötigt sonnige Standorte und lockere Böden.
Pflege: Regelmäßiges Gießen, aber Staunässe vermeiden.
Ernte: Die Samen werden im zweiten Jahr geerntet, wenn sie trocken und bräunlich sind.
Geschmack: Würzig, leicht bitter mit Anisnote.
Verwendung: Brot, Kohlgerichte, Schweinebraten, Kartoffeln.

3. Fenchel (Foeniculum vulgare)
Anbau: Fenchel liebt sonnige, gut durchlässige Böden und wird im Frühjahr ausgesät.
Pflege: Regelmäßiges Gießen, besonders bei Trockenheit.
Ernte: Samen ernten, wenn sie bräunlich und trocken sind (Spätsommer/Herbst).
Geschmack: Süßlich, leicht anisähnlich.
Verwendung: Brot, Fischgerichte, Tee, Gemüsegerichte.

4. Dillsamen (Anethum graveolens)
Anbau: Dill bevorzugt sonnige Standorte mit lockerem Boden. Direktaussaat im Frühjahr.
Pflege: Regelmäßiges Gießen, Schneckenschutz.
Ernte: Samen ernten, wenn die Schoten trocken und braun sind.
Geschmack: Süßlich, würzig mit einem Anis-Fenchel-Aroma.
Verwendung: Essiggurken, Marinaden, Saucen, Fischgerichte.

5. Koriandersamen (Coriandrum sativum)
Anbau: Koriander bevorzugt sonnige Plätze und gut durchlässigen Boden. Aussaat im Frühjahr.
Pflege: Regelmäßiges Gießen, besonders während des Wachstums.
Ernte: Samen ernten, wenn sie braun und trocken sind (Spätsommer).
Geschmack: Würzig, leicht zitronig.
Verwendung: Brot, Currys, Gewürzmischungen, Fleischgerichte.

6. Anis (Pimpinella anisum)
Anbau: Anis gedeiht am besten an warmen, sonnigen Standorten. Die Aussaat erfolgt im Frühjahr.
Pflege: Regelmäßiges Gießen, Staunässe vermeiden.
Ernte: Samen im Spätsommer ernten, wenn sie trocken und bräunlich sind.
Geschmack: Süßlich, lakritzartig.
Verwendung: Backwaren, Süßspeisen, Tee, Liköre.

Fazit:
In deutschen Kleingärten können sowohl Kräuter als auch Gewürze erfolgreich angebaut werden. Kräuter wie Thymian, Basilikum und Petersilie sind ideale Begleiter für frische Gerichte, während Gewürze wie Senf, Kümmel und Dillsamen für die Verfeinerung von Eintöpfen, Brot oder Marinaden sorgen. Der richtige Standort und die Pflege sind entscheidend, um reiche Ernten und intensiven Geschmack zu erzielen.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Kräuter

Leitfaden zur Schneckenbekämpfung

Umfassender Leitfaden zur Bekämpfung von Schnecken im Garten

Strategien und Pflanzenauswahl

Schnecken stellen für Gärtner eine häufige Herausforderung dar, insbesondere wenn sie sich an Gemüsepflanzen und Zierpflanzen zu schaffen machen. Um erfolgreich mit diesem Schädling umzugehen, ist es wichtig, eine Reihe von Strategien anzuwenden, die sowohl präventiv als auch reaktiv sein können.

Dieser umfassende Leitfaden bietet eine Zusammenstellung bewährter Methoden zur Bekämpfung von Schnecken im Garten sowie eine Übersicht über Pflanzen, die dabei helfen können, Schnecken fernzuhalten.

1. Handpflücken und physische Barrieren

Eine der effektivsten Methoden zur Schneckenbekämpfung ist das regelmäßige Handpflücken. Durch das tägliche oder nächtliche Entfernen von Schnecken von den betroffenen Pflanzen können ihre Populationen kontrolliert und Schäden minimiert werden. Physische Barrieren wie Schneckenzäune aus Kupfer, Kunststoff oder Metall sind ebenfalls wirksam, um Schnecken daran zu hindern, deine Pflanzen zu erreichen. Diese Zäune sollten mindestens 10 bis 15 Zentimeter hoch sein und in den Boden eingegraben werden, um ein Unterkriechen zu verhindern.

2. Natürliche Feinde anlocken

Die Förderung natürlicher Feinde von Schnecken wie Vögel, Kröten und Igel kann dazu beitragen, ihre Populationen zu reduzieren. Die Schaffung eines vielfältigen Lebensraums im Garten mit Hecken, Sträuchern und Unterschlupfmöglichkeiten bietet Lebensraum für diese Tiere und fördert ihre Anwesenheit. Vogelhäuschen, -bäder und Nistkästen können ebenfalls dazu beitragen, Vögel anzulocken, während ein Teich oder eine flache Wasserschale Kröten und Frösche anziehen kann.

3. Regulierung der Bodenfeuchtigkeit

Da Schnecken feuchte Bedingungen bevorzugen, kann die Regulierung der Bodenfeuchtigkeit dazu beitragen, ihre Aktivität zu reduzieren. Die Verwendung von Tropfbewässerungssystemen und die Belüftung des Bodens können dazu beitragen, die Feuchtigkeit zu kontrollieren und das Wachstum von Schnecken zu hemmen. Mulchen kann ebenfalls dazu beitragen, die Bodenfeuchtigkeit zu regulieren und das Wachstum von Unkräutern zu unterdrücken, was wiederum Schnecken Lebensraum bietet. Es empfiehlt sich daher, abends nicht zu gießen.

4. Natürliche Schneckengiftstoffe

Die Anwendung von natürlichen Schneckengiftstoffen wie Eisenphosphat-basiertem Schneckenkorn oder selbstgemachten Ködern aus Bier und Zucker kann dazu beitragen, Schneckenpopulationen zu reduzieren. Diese Substanzen sind für Haustiere unbedenklich und können eine wirksame Ergänzung zu anderen Bekämpfungsstrategien sein. Bierköder können beispielsweise in flachen Behältern platziert werden, um Schnecken anzulocken und sie zu ertränken.

5. Pflanzenauswahl zur Schneckenabwehr

Bestimmte Pflanzen können dazu beitragen, Schnecken fernzuhalten und ihre Schäden zu minimieren. Ringelblume, Knoblauch, Kapuzinerkresse, Basilikum, Tomatenblätter, Zwiebeln und Dill produzieren Duftstoffe oder Substanzen, die Schnecken abschrecken können. Durch die Integration dieser Pflanzen in den Garten kannst du möglicherweise die Schneckenpopulation weiter kontrollieren.

Fazit

Die effektive Kontrolle von Schnecken im Garten erfordert oft eine Kombination verschiedener Methoden. Indem du Handpflücken, physische Barrieren, die Anlockung natürlicher Feinde, die Regulierung der Bodenfeuchtigkeit, die Anwendung von Schneckengiftstoffen und die Auswahl schneckentoleranter Pflanzen kombinierst, kannst du die Schneckenpopulation unter Kontrolle halten und einen gesunden Garten fördern. Es ist wichtig, die Strategien an die spezifischen Bedingungen deines Gartens anzupassen und regelmäßig zu überwachen, um effektive Ergebnisse zu erzielen.

In welchen Monaten brüten die Schnecken?

Die Brutzeit von Schnecken kann je nach Region und klimatischen Bedingungen variieren, aber im Allgemeinen findet sie oft in den wärmeren Monaten des Jahres statt, insbesondere im Frühling und Sommer. Hier ist eine grobe Aufschlüsselung der Brutzeiten von Schnecken:

Frühling (März bis Mai): In vielen gemäßigten Klimazonen beginnen Schnecken im Frühling mit der Paarung und Eiablage. Die steigenden Temperaturen und die erhöhte Feuchtigkeit bieten optimale Bedingungen für die Fortpflanzung.

Sommer (Juni bis August): Die Sommermonate können ebenfalls eine aktive Zeit für die Fortpflanzung von Schnecken sein, da die warmen Temperaturen und die anhaltende Feuchtigkeit günstige Bedingungen bieten. Viele Schneckenarten legen ihre Eier während dieser Zeit ab.

Herbst (September bis November): In einigen Regionen kann die Brutzeit von Schnecken bis in den Herbst hineinreichen, insbesondere in wärmeren Gebieten oder während milden Herbstsaisons. Die Fortpflanzungsaktivität kann jedoch mit dem Einsetzen kälterer Temperaturen und trockenerer Bedingungen abnehmen.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Brutzeit von Schnecken stark von den lokalen klimatischen Bedingungen abhängt und je nach Region variieren kann. In milderen oder tropischen Klimazonen können Schnecken möglicherweise das ganze Jahr über brüten, während in kälteren oder kontinentalen Klimazonen die Fortpflanzungsaktivität auf die wärmeren Monate beschränkt sein kann.

Daher ist es ratsam, die Brutzeit von Schnecken in deiner eigenen Region zu beobachten und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Population zu kontrollieren und Schäden an den Pflanzen zu minimieren.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Schädlinge

Wühlmäuse im Kleingarten

Was kann man dagegen tun?

Wühlmäuse (Arvicolinae), auch bekannt als Schermäuse oder Feldmäuse, haben eine sehr hohe Fortpflanzungsrate. Die Häufigkeit, mit der sie Nachwuchs bekommen, hängt von der Art, den Umweltbedingungen und der Verfügbarkeit von Nahrung ab. Im Allgemeinen gilt Folgendes:

Fortpflanzungszyklus:

  • Zeitraum: Wühlmäuse sind in der Regel vom Frühling bis zum Herbst fortpflanzungsaktiv. In Regionen mit mildem Klima können sie sich auch das ganze Jahr über vermehren.
  • Anzahl der Würfe pro Jahr: Weibliche Wühlmäuse können 3 bis 6 Würfe pro Jahr haben, manche Arten unter idealen Bedingungen sogar mehr.
  • Wurfgröße: Pro Wurf bringt ein Weibchen 2 bis 9 Junge zur Welt, wobei die durchschnittliche Wurfgröße meist bei 4 bis 6 liegt.

Entwicklungszeit:

  • Tragzeit: Die Tragzeit beträgt in der Regel etwa 20 bis 23 Tage.
  • Geschlechtsreife: Die Jungtiere werden bereits nach etwa 3 bis 6 Wochen geschlechtsreif und können selbst Nachwuchs bekommen.

Fazit:

Unter günstigen Bedingungen können Wühlmauspopulationen explosionsartig wachsen, da sich die Tiere sehr schnell vermehren. Dies macht sie zu einem Problem in der Landwirtschaft und im Gartenbau, da sie erhebliche Schäden an Wurzeln und Pflanzen anrichten können. Eine effektive Bekämpfung ist daher wichtig, um eine unkontrollierte Vermehrung zu verhindern.

Mit welchen wirksamen Mittel lassen sich Wühlmäuse vertreiben?

Wühlmäuse können im Garten erhebliche Schäden anrichten, insbesondere durch das Abfressen von Pflanzenwurzeln. Um sie wirksam zu vertreiben, stehen verschiedene Mittel und Methoden zur Verfügung. Dabei ist es wichtig, zwischen Vergrämung, Fangmethoden und chemischen Maßnahmen zu unterscheiden. Hier sind bewährte Möglichkeiten:

  1. Vergrämungsmethoden (Vertreibung ohne Töten)

Pflanzliche und natürliche Mittel

  • Pflanzen mit abschreckender Wirkung:
    • Kaiserkrone, Kreuzblume, Knoblauch oder Zwiebeln können durch ihren Geruch Wühlmäuse eventuell abschrecken. Erwartet aber keine “Zauberei” von den Pflanzen. Sie haben zwar Gerüche, welche von den Tieren nicht erwünscht sind, dennoch scheinen es Mythen zu sein. Wissenschaftliche Studien, die dies belegen, fehlen leider.
  • Buttersäure oder Jauche:
    • Stark riechende Stoffe wie Buttersäure oder eine Mischung aus Wasser und Knoblauchjauche in die Gänge geben. Der Geruch vergrämt die Tiere.
    • Buttersäure kann als kurzfristige Maßnahme zur Vertreibung von Wühlmäusen funktionieren, ist jedoch keine dauerhafte oder nachhaltige Lösung.
  • Tierhaare:
    • Das Auslegen von Hunde- oder Katzenhaaren in den Gängen kann die Mäuse kurzzeitig fernhalten.

Mechanische Vergrämung

  • Vibrations- oder Schallgeräte:
    • Ultraschallgeräte oder batteriebetriebene Rüttelstäbe erzeugen störende Schwingungen, die Wühlmäuse nicht mögen.
    • Effektivität: Funktioniert oft nur begrenzt und erfordert ständiges Umsetzen der Geräte.
    • Studien zur Wirksamkeit von Ultraschallgeräten bei der Vertreibung von Wühlmäusen sind spärlich und widersprüchlich. Viele Experimente zeigen, dass die Mäuse nicht nachhaltig vertrieben werden.
  • Wasserschlauch-Methode:
    • Fluten der Gänge kann Wühlmäuse vorübergehend vertreiben, jedoch nicht langfristig.
  1. Fangmethoden (Tötende und lebende Fallen)

Lebendfallen

  • Funktion:
    • Diese Fallen fangen die Tiere lebend, die dann weit entfernt (mindestens 1–2 km) wieder ausgesetzt werden müssen.
    • Köder: Möhrenstücke oder Sellerie.
  • Achtung: Das Aussetzen kann problematisch sein, wenn andere Gebiete betroffen werden.

Tötende Fallen

  • Klapptunnel-, Scheren- oder Zangenfallen:
    • Diese Fallen sind sehr effektiv, erfordern jedoch Sorgfalt bei der Platzierung in den Gängen.
    • Tipp: Wühlmäuse meiden menschliche Gerüche – Handschuhe tragen und Fallen ohne Berührung der Hände platzieren.
  • Effektivität: Diese Methode ist bei starkem Befall oft die zuverlässigste.
  1. Chemische Mittel und Giftstoffe
  • Wühlmausgifte (Rodentizide):
    • Erlaubte Köder wie Zinkphosphid oder Köder mit Chlorphacinon können gezielt eingesetzt werden.
    • Achtung: Nur in Ausnahmefällen und unter strikter Beachtung der gesetzlichen Regelungen verwenden.
    • Gefahren: Diese Mittel können auch andere Tiere gefährden, etwa Haustiere oder Wildtiere.
  •  Pflanzenschutzmittel Karbid:
    • Karbidstücke in die Gänge legen und mit Wasser anfeuchten. Dabei entsteht ein Gas (Acetylen), das die Tiere vertreibt.
    • Vorsicht: Nur in gut belüfteten Bereichen anwenden und Brandgefahr beachten.
  1. Förderung von natürlichen Feinden
  • Nützlinge ansiedeln:
    • Natürliche Fressfeinde wie Katzen, Wiesel, Marder, Greifvögel oder Eulen können helfen, die Population in Schach zu halten.
    • Schaffen Sie einen tierfreundlichen Garten, z. B. mit Eulen-Nistkästen.
    • Diese Empfehlung ist für einen Kleingartenverein eine Farce!
  1. Präventive Maßnahmen
  • Wurzelschutz:
    • Pflanzen empfindlicher Kulturen in Drahtkörbe oder mit Wühlmausdraht ummantelte Beete einsetzen.
  • Bodenpflege:
    • Regelmäßiges Umgraben und Stören der Erde machen den Garten weniger attraktiv.

Fazit: Kombinierte Maßnahmen

Die effektivste Bekämpfung von Wühlmäusen basiert meist auf einer Kombination verschiedener Methoden. Während Vergrämung und Prävention langfristig wirken, können Fallen oder Nützlinge bei starkem Befall für schnelle Ergebnisse sorgen. Chemische Mittel sollten nur als letzter Ausweg in Betracht gezogen werden.

Posted by Redaktion in Aktuelles, Schädlinge, Tipps

Birnengitterrost

Der Birnengitterrost (Gymnosporangium fuscum syn. Gymnosporangium sabinae)

ist ein zur Ordnung der Rostpilze (Uredinales) zählender, wirtswechselnder, pflanzenpathogener Pilz. Der Birnengitterrost befällt dauerhaft verschiedene Wacholderarten und verursacht dort knotige Verdickungen der Äste. Die Sporenlager werden als orangefarbene, gummi- bis gallertartige Auswüchse im Frühjahr sichtbar. Sie quellen und schrumpfen in Abhängigkeit von Luftfeuchte und Niederschlag. Sporenlager des Birnengitterrosts am Wacholder.

Die hier gebildeten Basidiosporen werden jedes Frühjahr durch Wind auf die Blätter von Birnbäumen übertragen. Die Infektion der Blätter erfolgt von der Blattoberseite her und ist im Anfangsstadium durch orange-rote Flecken sichtbar, die sich mit der Zeit vergrößern. Hier bildet der Pilz Sommersporen, die ihrerseits nur die Blätter der Birnbäume infizieren. Möglicherweise helfen die auffällige Farbe und ausgeschiedener „Nektar“, Fliegen und Wespen anzulocken, die zur Verbreitung der Sporen beitragen. Auf diese Weise und bei günstiger Witterung kann sich der Pilz binnen kurzer Zeit explosionsartig ausbreiten.

Im Spätsommer wächst der Pilz durch das Blatt und bildet auf der Blattunterseite bräunliche, bis zu 1,5 cm lange, unregelmäßig ovale Wucherungen. In diesen Aecidiosporenlagern werden die Wintersporen gebildet. Mit der Sporenreife reißen die Wucherungen gitterartig auf und setzen die dunkelbraunen Wintersporen frei, die nun wieder Wacholder infizieren können. In manchen Jahren erreicht der Befall fast alle Blätter eines Baums. Junge Birnbäume kann der Pilzbefall ernsthaft schädigen, bei älteren Pflanzen handelt es sich meist nur um einen weiteren Stressfaktor.

Detail

Bild:

vergößerte Unterseite Birnengitterrost

Krankheit

Der Birnengitterrost ist als wirtswechselnder Pilz an zwei Stellen zu bekämpfen:

Der Pilz, wissenschaftlich Gymnosporangium sabinae genannt, benötigt zum Überleben Wacholder. Wacholder dient ihm als Zwischenwirt, auf welchem er die Wintermonate verbringt, bis er im Frühjahr wieder auf die Birnbäume übergeht.

Behandlung der Wintersporenlager an Wacholder (meist Chinesischer Wacholder (Juniperus chinensis) und Sadebaum (Juniperus sabina)):

  • Entfernen von betroffenen Bäumen und Sträuchern
  • Entfernen betroffener Stellen an Bäumen und Sträuchern
  • Ersetzen durch robuste (Juniperus hetzii) oder besser resistente Arten (z. B. Juniperus communis)

Behandlung des Sommerwirts Birne (seltener: Quitte):

  • Behandlung der Birne mit Fungiziden, zum Beispiel Myclobutanil (am besten in der Sporenflugphase, dazu befallenen Wacholder kontrollieren)
  • Auch die frühzeitige und regelmäßige Anwendung von Pflanzenstärkungsmitteln kann helfen.

Die Sporen haben einen Flugradius von 500 Meter und können bei starkem Wind auch über weitere Distanzen transportiert werden. Das Entfernen einer der beiden Wirte, also Wacholder oder Birne, ist und bleibt die wichtigste Maßnahme.

Der Einsatz von Pflanzenstärkungsmitteln kann das Ausmaß des Befalls minimieren. Zu Befall neigende Birnbäume können prophylaktisch bereits bei Sichtbarwerden der ersten Blütenknospen durch Spritzen mit Triazol in zweiwöchigen Abständen behandelt werden. Die Behandlung direkt an der Birne ist erfahrungsgemäß meist nur mäßig wirkungsvoll. Das Laub befallener Birnbäume kann bedenkenlos kompostiert werden.

Verwechslung:
Orange (oder orangegraue) Verdickungen der Blätter werden auch durch die Birnenpockenmilbe hervorgerufen.

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